Pfeifen Beim Ausatmen Im Liegen Was Tun
Was ist das Pfeifen beim Ausatmen im Liegen?
Stell dir vor, du spielst eine Blockflöte. Wenn du hineinbläst und dabei ein Loch nur halb bedeckst, entsteht ein schriller, pfeifender Ton. So ähnlich kann es sich anfühlen und anhören, wenn die Luft in deinen Atemwegen beim Ausatmen eingeschränkt wird, besonders im Liegen.
Dieses Pfeifen, medizinisch auch als Giemen bezeichnet, ist ein hochfrequenter, pfeifender Laut. Es entsteht meistens, wenn die Luft durch verengte oder blockierte Atemwege gepresst wird. Denke an einen Gartenschlauch, den du am Ende zudrückst. Der Wasserstrahl wird schmaler und spritzt mit höherem Druck heraus. Das erzeugt ein ähnliches Geräusch.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Giemen ein Symptom ist und keine Krankheit für sich. Es ist ein Hinweis deines Körpers, dass etwas mit deinen Atemwegen nicht stimmt. Es ist wie eine Warnleuchte im Auto, die auf ein Problem hinweist.
Warum tritt das Pfeifen im Liegen auf?
Im Liegen verändern sich die Dinge ein wenig. Stell dir vor, du stehst aufrecht. Die Schwerkraft hilft, die Atemwege offen zu halten. Im Liegen übt die Schwerkraft einen anderen Druck auf die Lunge und die Atemwege aus. Das kann dazu führen, dass sich diese verengen, besonders wenn sie ohnehin schon gereizt oder entzündet sind.
Schleim, der sich in den Atemwegen befindet, kann sich im Liegen leichter ansammeln. Dieser Schleim verengt zusätzlich den Raum, durch den die Luft strömen muss. Wie ein Kieselstein im Gartenschlauch, behindert der Schleim den Luftstrom und erzeugt ein Pfeifen.
Ein weiterer Faktor ist die Zwerchfellbewegung. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel. Im Liegen kann es etwas schwieriger sein, die Lunge vollständig zu entfalten, was zu einer Verengung der Atemwege führen kann. Denke daran, wie ein Luftballon, der nicht vollständig aufgeblasen ist, leichter zusammenfällt.
Was kann man gegen das Pfeifen tun?
Wichtig: Wenn du plötzlich und unerwartet ein starkes Pfeifen beim Atmen hast, besonders wenn es mit Atemnot, Schwindel oder Engegefühl in der Brust einhergeht, solltest du sofort einen Arzt aufsuchen oder den Notruf wählen. Das könnte ein Anzeichen für einen medizinischen Notfall sein.
Wenn das Pfeifen eher leicht ist und du bereits weißt, dass du beispielsweise Asthma oder eine Allergie hast, kannst du einige Dinge ausprobieren:
- Aufrechte Position: Setze dich auf oder stelle dich hin. Die Schwerkraft kann helfen, die Atemwege zu öffnen. Stell dir vor, du richtest einen geknickten Strohhalm auf.
- Inhalator: Wenn du einen Inhalator hast, verwende ihn gemäß den Anweisungen deines Arztes. Der Inhalator enthält Medikamente, die die Atemwege erweitern. Denk an ein Spray, das die verstopfte Düse des Gartenschlauchs reinigt.
- Dampf: Atme Dampf ein, beispielsweise aus einer heißen Dusche oder einem Dampfbad. Der Dampf kann helfen, Schleim zu lösen und die Atemwege zu befeuchten. Wie ein warmes Bad, das Muskelverspannungen löst.
- Luftbefeuchter: Verwende einen Luftbefeuchter im Schlafzimmer, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Trockene Luft kann die Atemwege reizen.
- Allergene vermeiden: Wenn du Allergien hast, versuche, Allergene wie Staubmilben, Tierhaare oder Pollen zu vermeiden. Denke an das Tragen einer Maske beim Rasenmähen, um Pollen fernzuhalten.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn das Pfeifen neu auftritt, sich verschlimmert oder von anderen Symptomen begleitet wird.
Hier sind einige Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:
- Das Pfeifen tritt häufig auf.
- Es wird von Atemnot, Husten oder Engegefühl in der Brust begleitet.
- Du hast Fieber oder fühlst dich krank.
- Du hast Schwierigkeiten, zu schlafen.
- Du hast bereits eine Lungenerkrankung wie Asthma oder COPD, und sich die Symptome verschlimmern.
Ein Arzt kann die Ursache des Pfeifens diagnostizieren und eine geeignete Behandlung empfehlen. Er kann dir helfen, die "Warnleuchte" richtig zu deuten und das Problem zu beheben.
