Pfeiffersches Drüsenfieber Symptome Bei Kindern
Das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch bekannt als Mononukleose oder "Kissing Disease," ist eine ansteckende Krankheit. Sie wird meistens durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht. Bei Kindern äußert sich die Krankheit durch verschiedene Symptome, die manchmal schwer von einer Erkältung zu unterscheiden sind.
Was sind die häufigsten Symptome bei Kindern?
Die Symptome bei Kindern können unterschiedlich stark sein. Manche Kinder haben nur leichte Beschwerden, während andere sehr krank sind. Die häufigsten Symptome sind:
- Fieber: Oft das erste Anzeichen. Das Fieber kann hoch sein und mehrere Tage anhalten.
- Halsschmerzen: Sehr häufig und oft sehr stark. Das Kind hat Schwierigkeiten beim Schlucken. Der Hals kann rot und entzündet aussehen.
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit: Kinder mit Pfeifferschem Drüsenfieber sind oft sehr müde und haben wenig Energie. Sie wollen sich ausruhen und spielen nicht gerne.
- Geschwollene Lymphknoten: Die Lymphknoten im Hals, unter den Achseln und in der Leiste können anschwellen und schmerzhaft sein. Stell dir vor, es sind kleine Erbsen unter der Haut.
- Vergrößerte Milz und Leber: In manchen Fällen können Milz und Leber vergrößert sein. Das kann Bauchschmerzen verursachen. Der Arzt kann das bei einer Untersuchung feststellen.
- Hautausschlag: Manchmal bekommen Kinder einen Hautausschlag, der wie Masern aussieht. Er kann jucken oder auch nicht.
Wie erkenne ich, ob mein Kind Pfeiffersches Drüsenfieber hat?
Es ist nicht immer einfach, Pfeiffersches Drüsenfieber zu erkennen, da die Symptome denen anderer Krankheiten ähneln. Wenn dein Kind Fieber, Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten hat, solltest du zum Arzt gehen. Der Arzt kann eine Blutuntersuchung machen, um festzustellen, ob dein Kind das Epstein-Barr-Virus hat. Die Blutuntersuchung zeigt, ob der Körper Antikörper gegen das Virus gebildet hat. Das bedeutet, dass der Körper versucht, das Virus zu bekämpfen.
Wie wird Pfeiffersches Drüsenfieber behandelt?
Es gibt keine spezielle Behandlung gegen das Epstein-Barr-Virus selbst. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern. Das bedeutet:
- Ruhe: Dein Kind braucht viel Ruhe, damit der Körper sich erholen kann. Vermeide anstrengende Aktivitäten.
- Flüssigkeit: Viel trinken ist wichtig, um den Körper hydriert zu halten. Wasser, Tee und Saft sind gute Optionen.
- Schmerzmittel: Gegen Fieber und Schmerzen können fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen gegeben werden. Wichtig: Sprich vorher mit dem Arzt oder Apotheker!
- Gurgeln: Bei Halsschmerzen kann Gurgeln mit Salzwasser helfen.
Antibiotika helfen nicht gegen Pfeiffersches Drüsenfieber, da es von einem Virus und nicht von Bakterien verursacht wird. In seltenen Fällen, bei Komplikationen wie einer bakteriellen Superinfektion, kann der Arzt Antibiotika verschreiben.
Wie lange dauert das Pfeiffersche Drüsenfieber?
Die Dauer der Erkrankung kann variieren. Die akute Phase mit den stärksten Symptomen dauert meist ein bis zwei Wochen. Die Müdigkeit kann jedoch noch wochenlang anhalten. Es ist wichtig, dass dein Kind sich ausreichend ausruht, auch wenn es sich schon besser fühlt. Eine vollständige Genesung kann einige Monate dauern.
Was kann ich tun, um mein Kind vor einer Ansteckung zu schützen?
Da das Pfeiffersche Drüsenfieber durch Speichel übertragen wird, ist es wichtig, den Kontakt mit Speichel infizierter Personen zu vermeiden. Das bedeutet:
- Keine gemeinsamen Gläser, Besteck oder Handtücher benutzen.
- Küssen vermeiden, wenn jemand krank ist.
- Auf gute Hygiene achten: Händewaschen!
Es ist wichtig zu wissen, dass viele Menschen das Epstein-Barr-Virus in sich tragen, ohne es zu wissen. Sie können das Virus übertragen, ohne selbst Symptome zu haben. Deswegen ist es schwierig, sich vollständig vor einer Ansteckung zu schützen.
Wann sollte ich zum Arzt gehen?
Du solltest auf jeden Fall zum Arzt gehen, wenn dein Kind:
- Hohes Fieber hat, das nicht sinkt.
- Starke Halsschmerzen hat, die das Schlucken erschweren.
- Starke Bauchschmerzen hat.
- Schwierigkeiten beim Atmen hat.
- Anzeichen einer Austrocknung zeigt (wenig Urin, trockene Haut, eingesunkene Augen).
Der Arzt kann die Diagnose stellen und dir helfen, die Symptome deines Kindes zu lindern. Denke daran: Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keinen Arztbesuch.
