Regensburger Werkstätten Der Lebenshilfe Ggmbh
Die Regensburger Werkstätten der Lebenshilfe GgmbH sind Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation und Integration von Menschen mit Behinderung. Kurz gesagt: Sie bieten einen Arbeitsplatz und fördern die Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Das Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, insbesondere durch Arbeit und Beschäftigung.
Was machen die Regensburger Werkstätten?
Die Werkstätten bieten vielfältige Arbeitsbereiche an, die auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnitten sind. Das Spektrum reicht von einfachen Montagearbeiten bis hin zu anspruchsvollen Dienstleistungen. Durch Qualifizierung und Weiterbildung werden die Beschäftigten gezielt gefördert, um ihre Kompetenzen zu erweitern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Hier ein Überblick über die typischen Tätigkeitsfelder:
- Montage und Verpackung: Einfache Montagetätigkeiten, Konfektionierung, Verpackungsarbeiten für verschiedene Industriekunden. Zum Beispiel: Zusammenbau von Kugelschreibern, Verpacken von Werbematerialien, Etikettieren von Produkten.
- Metallbearbeitung: Bohren, Schleifen, Drehen, Fräsen von Metallteilen unter fachlicher Anleitung. Zum Beispiel: Herstellung von Schrauben, Bearbeitung von Maschinenteilen.
- Holzbearbeitung: Sägen, Hobeln, Schleifen, Lackieren von Holzprodukten. Zum Beispiel: Bau von Vogelhäusern, Herstellung von Holzspielzeug.
- Garten- und Landschaftspflege: Pflege von Grünanlagen, Rasen mähen, Hecken schneiden, Bepflanzung. Zum Beispiel: Pflege von Firmengeländen, Unterstützung bei kommunalen Gartenprojekten.
- Dienstleistungen: Büroarbeiten, Datenerfassung, Aktenvernichtung, Catering. Zum Beispiel: Digitalisierung von Dokumenten, Vorbereitung von Konferenzräumen.
- Hauswirtschaft: Reinigung, Wäschepflege, Essenszubereitung. Zum Beispiel: Reinigung von Büros, Wäscheservice für Unternehmen, Zubereitung von Mittagessen für die Beschäftigten.
Wie funktioniert die Aufnahme in die Werkstätten? Ein schrittweiser Überblick
Der Weg in die Regensburger Werkstätten ist ein strukturierter Prozess, der sicherstellt, dass die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Einzelnen berücksichtigt werden.
- Beratung und Antragstellung: Zuerst erfolgt eine umfassende Beratung durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Dort wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Aufnahme in eine Werkstatt erfüllt sind. Anschließend wird ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt.
- Eingangsverfahren: Nach Bewilligung des Antrags beginnt das Eingangsverfahren in der Werkstatt. Hier lernt der potenzielle Beschäftigte die Werkstatt kennen, probiert verschiedene Arbeitsbereiche aus und nimmt an diagnostischen Maßnahmen teil. Ziel ist es, die individuellen Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und einen passenden Arbeitsbereich zu finden. (Dauer: ca. 3 Monate)
- Berufsbildungsbereich: Nach dem Eingangsverfahren folgt der Berufsbildungsbereich. Hier werden die Beschäftigten in verschiedenen Arbeitsfeldern qualifiziert und gefördert. Es werden grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die für die spätere Tätigkeit in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt relevant sind. (Dauer: ca. 2 Jahre)
- Arbeitsbereich: Nach Abschluss des Berufsbildungsbereichs erfolgt die Übernahme in den Arbeitsbereich. Hier arbeiten die Beschäftigten in einem der oben genannten Tätigkeitsfelder und werden von Fachkräften angeleitet und unterstützt. Die Arbeit wird individuell angepasst, um den Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes Einzelnen gerecht zu werden.
- Begleitende Maßnahmen: Während der gesamten Zeit in der Werkstatt werden die Beschäftigten von Sozialpädagogen und Psychologen betreut. Sie bieten Unterstützung bei persönlichen Problemen, helfen bei der Bewältigung von Alltagssituationen und fördern die soziale Integration.
Beispielhafte Situation: Herr Müller
Herr Müller hat nach einem Unfall eine leichte kognitive Beeinträchtigung. Er kann einfache Montagearbeiten durchführen, hat aber Schwierigkeiten mit komplexen Aufgaben. Nach der Beratung durch die Agentur für Arbeit durchläuft er das Eingangsverfahren in den Regensburger Werkstätten. Im Berufsbildungsbereich lernt er, wie man Schrauben korrekt anzieht und verpackt. Anschließend arbeitet er im Montagebereich, wo er unter Anleitung einfache Montagetätigkeiten für einen Automobilzulieferer ausführt. Durch die Arbeit in der Werkstatt gewinnt Herr Müller Selbstvertrauen und soziale Kontakte.
Warum sind die Regensburger Werkstätten wichtig?
Die Regensburger Werkstätten leisten einen wichtigen Beitrag zur Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie bieten nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern auch eine gemeinschaftliche Umgebung, in der sich die Beschäftigten entfalten und weiterentwickeln können. Durch die Arbeit in den Werkstätten werden die Beschäftigten in die Gesellschaft integriert und erfahren Wertschätzung und Anerkennung.
