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Schulterbruch Bei älteren Menschen Op


Schulterbruch Bei älteren Menschen Op

Ein Schulterbruch, oder Humerusfraktur, bei älteren Menschen ist ein Bruch des Oberarmknochens (Humerus) nahe dem Schultergelenk. Diese Art von Verletzung ist besonders häufig bei älteren Menschen, da ihre Knochen oft durch Osteoporose geschwächt sind und sie anfälliger für Stürze sind. Eine Operation, die wir hier näher betrachten, wird oft notwendig, um die Stabilität wiederherzustellen und eine ordnungsgemäße Heilung zu ermöglichen.

Wann ist eine Operation notwendig?

Nicht jeder Schulterbruch erfordert eine Operation. Ob operiert werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

  • Art des Bruchs: Ist der Bruch stabil (Knochen sind nicht verschoben) oder instabil (Knochen sind verschoben)? Instabile Brüche erfordern häufiger eine Operation.
  • Ausmaß der Verschiebung: Wie weit sind die Knochenfragmente auseinander? Eine größere Verschiebung macht eine Operation wahrscheinlicher.
  • Allgemeine Gesundheit des Patienten: Bestehen Begleiterkrankungen, die eine Operation riskant machen könnten?
  • Aktivitätsniveau des Patienten: Ist der Patient sehr aktiv und benötigt volle Funktionsfähigkeit der Schulter?

Wenn eine nicht-operative Behandlung (z.B. Ruhigstellung mit einem Armtragetuch) nicht ausreichend ist, um die Knochen in der richtigen Position zu halten und eine ordnungsgemäße Heilung zu gewährleisten, wird in der Regel eine Operation in Betracht gezogen.

Die Schulterbruch-OP im Überblick: Ein schrittweiser Ansatz

Hier ist ein vereinfachter Überblick über den Ablauf einer Operation bei einem Schulterbruch im höheren Alter:

Phase 1: Vorbereitung und Anästhesie

  • Voruntersuchungen: Blutuntersuchungen, EKG und Röntgenaufnahmen werden durchgeführt, um den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu überprüfen und die Bruchstelle genau zu beurteilen.
  • Anästhesie: In den meisten Fällen wird eine Vollnarkose durchgeführt, sodass der Patient während der Operation schläft. In einigen Fällen kann auch eine regionale Anästhesie (z.B. eine Nervenblockade) in Kombination mit einer leichten Sedierung eingesetzt werden.

Phase 2: Der Eingriff

Es gibt verschiedene operative Techniken, die bei einem Schulterbruch eingesetzt werden können. Die Wahl der Technik hängt von der Art und Lokalisation des Bruchs ab. Zu den gängigen Methoden gehören:

  • Offene Reposition und interne Fixierung (ORIF):
    • Der Chirurg macht einen Schnitt, um die Bruchstelle freizulegen.
    • Die Knochenfragmente werden repositioniert, d.h. in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht.
    • Platten, Schrauben oder Drähte werden verwendet, um die Knochenfragmente in Position zu halten, bis sie verheilt sind. Beispiel: Eine Platte wird entlang des Oberarmknochens platziert und mit Schrauben befestigt.
  • Minimalinvasive Operation (MIO):
    • Kleinere Schnitte werden gemacht, durch die spezielle Instrumente und eine Kamera (Arthroskop) eingeführt werden.
    • Die Knochenfragmente werden unter Sicht repositioniert und mit Schrauben oder Drähten fixiert. Beispiel: Eine perkutane Schraubenfixation, bei der Schrauben durch kleine Hautschnitte in den Knochen eingebracht werden.
  • Schulterprothese (Gelenkersatz):
    • In schweren Fällen, insbesondere bei Trümmerbrüchen oder wenn die Knochenqualität sehr schlecht ist, kann eine Schulterprothese notwendig sein.
    • Der beschädigte Teil des Oberarmknochens wird entfernt und durch eine künstliche Schulter ersetzt. Beispiel: Eine inverse Schulterprothese, bei der die Gelenkflächen von Oberarm und Schulterblatt vertauscht werden, um die Stabilität zu verbessern.

Phase 3: Postoperative Versorgung

  • Schmerzmanagement: Schmerzmittel werden verabreicht, um Schmerzen nach der Operation zu lindern.
  • Ruhigstellung: Der Arm wird in einem Armtragetuch oder einer Schulterorthese ruhiggestellt, um die Heilung zu unterstützen.
  • Physiotherapie: Nach einigen Tagen oder Wochen beginnt die Physiotherapie, um die Beweglichkeit, Kraft und Funktion der Schulter wiederherzustellen. Beispiel: Pendelübungen, um die Schulter sanft zu bewegen.
  • Nachsorge: Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind wichtig, um den Heilungsprozess zu überwachen.

Worauf Sie achten sollten

Nach einer Schulterbruch-OP ist es wichtig, die Anweisungen des Arztes und des Physiotherapeuten genau zu befolgen. Achten Sie auf:

  • Wundheilung: Anzeichen einer Infektion (Rötung, Schwellung, Schmerzen, Eiter).
  • Schmerzen: Starke oder anhaltende Schmerzen, die nicht durch Schmerzmittel gelindert werden können.
  • Beweglichkeit: Schwierigkeiten bei der Bewegung der Schulter oder des Arms.
  • Gefühl: Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Arm oder Hand.

Bei Auftreten dieser Symptome sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die Rehabilitation spielt eine entscheidende Rolle, um eine optimale Funktion der Schulter nach einem Bruch wiederherzustellen. Eine frühzeitige und konsequente Teilnahme an der Physiotherapie ist daher unerlässlich.

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