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Sehr Geehrte Damen Und Herren Gendergerecht


Sehr Geehrte Damen Und Herren Gendergerecht

Sehr geehrte Damen und Herren Gendergerecht: Was bedeutet das eigentlich? Es geht darum, in der deutschen Sprache alle Geschlechter fair und respektvoll anzusprechen. Früher war "Sehr geehrte Damen und Herren" die Standardanrede, aber sie schließt Menschen aus, die sich nicht als eindeutig männlich oder weiblich identifizieren. Gendergerechte Sprache versucht das zu ändern.

Warum ist das wichtig?

Sprache prägt unser Denken. Wenn wir nur von "Damen und Herren" sprechen, fühlen sich andere vielleicht nicht gesehen oder wertgeschätzt. Gendergerechte Sprache ist ein Zeichen von Respekt und Inklusion.

Schritt-für-Schritt: Alternativen zu "Sehr geehrte Damen und Herren"

1. Die neutrale Anrede

Eine einfache Lösung ist eine neutrale Anrede. Beispiele:

  • Sehr geehrtes Publikum,
  • Guten Tag, (besonders bei E-Mails)
  • Hallo zusammen, (informeller)
  • Liebe Anwesende,

Diese Formulierungen schließen niemanden aus und sind in vielen Situationen passend.

2. Die explizite Nennung aller Geschlechter (wenn bekannt)

Wenn du die Geschlechter der Adressaten kennst, kannst du sie direkt ansprechen. Zum Beispiel:

  • Sehr geehrte Frau Müller, sehr geehrter Herr Schmidt,
  • Liebe Frau Meier, lieber Herr Lehmann,

Achte aber darauf, dass du wirklich *alle* Geschlechter kennst. Sonst ist die neutrale Anrede besser.

3. Der Gender-Sternchen (*) oder Gender-Doppelpunkt (:)

Diese Symbole sollen alle Geschlechter und Identitäten einschließen. Sie werden oft in schriftlicher Kommunikation verwendet. Beispiele:

  • Sehr geehrte Bürger*innen,
  • Sehr geehrte Kolleg:innen,

Beim Vorlesen wird hier eine kurze Pause gemacht. Allerdings gibt es Kritik daran, dass diese Varianten nicht barrierefrei sind, da Screenreader sie oft nicht richtig vorlesen können.

4. Der Gender-Gap (_)

Ähnlich wie das Sternchen, aber vielleicht etwas subtiler. Beispiel:

  • Sehr geehrte Mitarbeiter_innen,

Auch hier gilt: Auf Barrierefreiheit achten!

5. Umschreibungen

Manchmal ist es besser, die Anrede ganz zu vermeiden und direkt zum Thema zu kommen. Zum Beispiel:

  • Statt: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit laden wir Sie ein..."
  • Besser: "Wir laden Sie herzlich ein..."

Diese Methode ist oft die eleganteste und unkomplizierteste.

Beispiele im Alltag

  • E-Mail an ein Team: "Hallo zusammen," oder "Guten Tag,"
  • Rede vor einem unbekannten Publikum: "Liebe Anwesende," oder "Sehr geehrtes Publikum,"
  • Schreiben an eine Behörde: "Sehr geehrte Damen und Herren der [Behörde]," (wenn keine andere Option möglich ist, da sehr formell)
  • Stellenausschreibung: "Wir suchen eine/n engagierte/n Mitarbeiter*in." (Hier ist das Sternchen sinnvoll, um alle anzusprechen.)

Worauf solltest du achten?

  • Kontext: In formellen Situationen sind neutrale Anreden oder Umschreibungen oft besser geeignet als Gender-Sternchen.
  • Barrierefreiheit: Denke daran, dass nicht alle gendergerechten Formulierungen für alle Menschen zugänglich sind.
  • Konsistenz: Wenn du dich für eine Variante entscheidest, bleibe dabei!
  • Offenheit: Sei bereit, dazuzulernen und dich anzupassen. Die Diskussion um gendergerechte Sprache ist im ständigen Wandel.

Fazit: Gendergerechte Sprache ist ein wichtiger Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Probiere verschiedene Varianten aus und finde heraus, was für dich und deine Zielgruppe am besten funktioniert. Es geht darum, bewusst zu kommunizieren und alle Menschen wertzuschätzen.

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