Sich Bewerben Auf Oder Um
Sich bewerben: Auf oder Um? Das ist hier die Frage!
Wenn du dich bewirbst, stehst du oft vor der Frage: "Bewirbt man sich auf etwas oder um etwas?" Keine Sorge, das ist ein häufiger Fehler, auch für Muttersprachler!
Hier erklären wir dir den Unterschied ganz einfach und mit Beispielen, sodass du in Zukunft immer richtig liegst. Wir schauen uns die Grundlagen an, definieren wichtige Begriffe und geben dir alltagstaugliche Beispiele. Los geht's!
Die Grundlagen: Präpositionen im Deutschen
Im Deutschen spielen Präpositionen eine wichtige Rolle. Sie geben an, in welcher Beziehung Wörter zueinander stehen. Denk an Wörter wie "auf", "in", "unter", "neben", "mit" – das sind alles Präpositionen. Sie bestimmen oft den Fall, also ob ein Nomen im Akkusativ, Dativ oder Genitiv steht. Das macht die Sache manchmal kompliziert.
Für unser Thema sind die Präpositionen "auf" und "um" entscheidend. Sie können die Bedeutung eines Verbs verändern. Deshalb ist es wichtig, sie richtig zu verwenden.
"Sich bewerben" – Was bedeutet das eigentlich?
Das Verb "sich bewerben" bedeutet, dass du dich für etwas Bestimmtes interessierst und dich darum bemühst, es zu bekommen. Das kann ein Job sein, ein Studienplatz oder sogar ein Platz in einem Sportverein. Du zeigst dein Interesse und deine Eignung für diese Sache. Stell dir vor, du willst in eine bestimmte Fußballmannschaft. Dann bewirbst du dich, um dort mitspielen zu dürfen.
Das Reflexivpronomen "sich" zeigt, dass die Handlung auf dich selbst zurückfällt. Du bist die Person, die sich bewirbt, und die Handlung betrifft dich direkt. Stell dir vor, du polierst dich heraus, um einen guten Eindruck zu machen.
Bewerben auf: Der konkrete Fall
Du bewirbst dich auf etwas Konkretes. Es geht um eine bestimmte Stelle, ein bestimmtes Inserat, eine spezifische Ausschreibung. "Auf" deutet hier auf ein direktes Ziel hin.
Beispiele:
Ich bewerbe mich auf die Stelle als Marketingassistent.
Sie hat sich auf ein Stipendium beworben.
Wir bewerben uns auf das Projekt "Saubere Stadt".
Denk daran: "auf" ist wie ein Pfeil, der direkt auf ein Ziel zeigt. Die Stelle, das Stipendium oder das Projekt sind die konkreten Ziele deiner Bewerbung.
Bewerben um: Das allgemeine Ziel
Du bewirbst dich um etwas, wenn es sich um ein allgemeineres Ziel handelt. Es geht um eine Gunst, eine Erlaubnis, eine Leistung oder eine Position im weiteren Sinne. "Um" deutet hier auf eine Art Wettstreit oder Konkurrenz hin.
Beispiele:
Ich bewerbe mich um einen Studienplatz an der Universität Heidelberg. (Es geht um einen der begrenzten Studienplätze)
Er bewirbt sich um die Gunst seiner Chefin. (Er möchte, dass sie ihn mag und fördert)
Sie bewerben sich um die Aufmerksamkeit der Medien. (Sie möchten, dass die Medien über sie berichten)
Hier geht es nicht um eine einzelne, konkrete Sache, sondern um etwas, das du erreichen möchtest, wobei es oft viele andere Bewerber gibt. Denk an "um" wie einen Ring, in dem mehrere Leute kämpfen.
Eselsbrücke: So merkst du dir den Unterschied
Hier eine einfache Eselsbrücke:
- Auf: Denke an eine konkrete Adresse. "Ich bewerbe mich auf diese Adresse (die Stellenanzeige)."
- Um: Denke an einen Wettbewerb. "Ich bewerbe mich um den Sieg (einen Studienplatz)."
Indem du dir diese Bilder vorstellst, kannst du dir den Unterschied leichter merken.
Zusammenfassung
Der Unterschied zwischen "sich bewerben auf" und "sich bewerben um" liegt im Grad der Konkretisierung des Ziels. "Auf" bezieht sich auf etwas Konkretes, während "um" sich auf etwas Allgemeineres bezieht, oft im Sinne eines Wettbewerbs. Übung macht den Meister! Je mehr du übst und die Beispiele verinnerlichst, desto sicherer wirst du im Umgang mit diesen Präpositionen.
Viel Erfolg bei deinen Bewerbungen!
