Spirale Mit Oder Ohne Hormone
Die Spirale ist eine Form der intrauterinen Kontrazeption (IUD), also ein Verhütungsmittel, das in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es gibt grundsätzlich zwei Haupttypen: die Hormonspirale und die Kupferspirale.
Was ist die Hormonspirale?
Die Hormonspirale setzt, wie der Name schon sagt, Hormone frei. Genauer gesagt, das Hormon Levonorgestrel. Dieses Hormon ist ein synthetisches Gestagen, ähnlich dem körpereigenen Progesteron. Die Hormonmenge, die die Spirale abgibt, ist gering und wirkt hauptsächlich lokal in der Gebärmutter.
Wie wirkt sie? Das freigesetzte Hormon verdickt den Gebärmutterhalsschleim, wodurch es für Spermien schwieriger wird, in die Gebärmutter einzudringen. Außerdem baut sich die Gebärmutterschleimhaut weniger stark auf, was eine Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert. In manchen Fällen kann die Hormonspirale auch den Eisprung unterdrücken.
Beispiel: Stell dir vor, die Gebärmutter ist ein Schloss, das vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt werden soll. Die Hormonspirale wirkt wie ein Türsteher, der den Zugang für Spermien erschwert und gleichzeitig das Schloss (die Gebärmutterschleimhaut) weniger einladend für eine Einnistung macht.
Vorteile: Die Hormonspirale kann nicht nur vor Schwangerschaften schützen, sondern auch die Menstruationsblutung reduzieren und Menstruationsbeschwerden lindern. Bei manchen Frauen bleibt die Periode sogar ganz aus.
Nachteile: Mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Brustspannen, Akne oder Stimmungsschwankungen, obwohl diese meist nur in den ersten Monaten nach dem Einsetzen auftreten.
Was ist die Kupferspirale?
Die Kupferspirale hingegen setzt keine Hormone frei. Sie besteht aus Kunststoff, der mit Kupfer umwickelt ist.
Wie wirkt sie? Das Kupfer gibt Kupferionen ab, die für Spermien giftig sind und ihre Beweglichkeit einschränken. Außerdem verändert das Kupfer die Gebärmutterschleimhaut, was die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert.
Beispiel: Denk an das Kupfer als eine Art "Abwehrschild" gegen Spermien. Es macht ihnen das Leben schwer und verhindert so die Befruchtung.
Vorteile: Die Kupferspirale ist eine hormonfreie Verhütungsmethode und hat keine hormonellen Nebenwirkungen. Sie kann auch als Notfallverhütungsmittel eingesetzt werden, wenn sie innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt wird.
Nachteile: Die Kupferspirale kann die Menstruationsblutung verstärken und schmerzhafter machen. Auch Zwischenblutungen können auftreten.
Hormonspirale oder Kupferspirale: Was ist das Richtige für mich?
Die Wahl zwischen Hormonspirale und Kupferspirale hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Präferenzen ab. Wenn du hormonelle Nebenwirkungen vermeiden möchtest und dir eine stärkere Menstruationsblutung nichts ausmacht, ist die Kupferspirale eine gute Option. Wenn du eine hormonelle Verhütung bevorzugst und deine Menstruationsblutung reduzieren möchtest, ist die Hormonspirale möglicherweise die bessere Wahl.
Es ist wichtig, dass du dich von deiner Ärztin oder deinem Arzt beraten lässt, um die für dich am besten geeignete Verhütungsmethode zu finden. Sie können deine individuelle Situation und deine gesundheitliche Vorgeschichte berücksichtigen und dir bei der Entscheidung helfen.
Wichtig: Sowohl die Hormonspirale als auch die Kupferspirale schützen nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Verwende bei Bedarf zusätzlich Kondome.
