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Symptome Zu Viel Eisen Im Blut


Symptome Zu Viel Eisen Im Blut

Was bedeutet es, zu viel Eisen im Blut zu haben? Einfach gesagt, es bedeutet, dass der Eisenspiegel in Ihrem Körper höher ist als normal. Dieses Zuviel an Eisen kann sich in Ihren Organen ansammeln und diese im Laufe der Zeit schädigen. Man spricht auch von Hämochromatose, wenn es sich um eine erbliche Form handelt.

Wie kommt es zu zu viel Eisen?

Es gibt verschiedene Ursachen. Die häufigste ist die erbliche Hämochromatose. Dabei ist ein Gen defekt, das reguliert, wie viel Eisen Ihr Körper aufnimmt. Dadurch nimmt der Körper mehr Eisen aus der Nahrung auf, als er eigentlich benötigt. Stell dir vor, du hast einen Wasserhahn, der nicht richtig schließt. Er tropft und tropft, und irgendwann läuft das Becken über – so ähnlich ist das mit dem Eisen.

Weitere Ursachen können sein:

  • Wiederholte Bluttransfusionen: Personen, die aufgrund von Krankheiten wie Thalassämie oder Sichelzellenanämie regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, können zu viel Eisen ansammeln.
  • Lebererkrankungen: Lebererkrankungen wie Hepatitis C oder alkoholbedingte Lebererkrankungen können die Eisenregulierung beeinträchtigen.
  • Bestimmte Bluterkrankungen: Seltene Bluterkrankungen können ebenfalls zu einer Eisenüberladung führen.

Symptome: Was spürt man?

Die Symptome einer Eisenüberladung können vielfältig sein und entwickeln sich oft langsam über Jahre. Am Anfang bemerken viele Menschen gar nichts. Später können folgende Beschwerden auftreten:

Frühe Symptome:

  • Müdigkeit und Schwäche: Du fühlst dich ständig erschöpft, auch nach ausreichend Schlaf.
  • Gelenkschmerzen: Besonders in den Finger- und Handgelenken.
  • Bauchschmerzen: Oft im Oberbauch.

Spätere Symptome:

  • Diabetes: Zu viel Eisen kann die Bauchspeicheldrüse schädigen und zu Diabetes führen.
  • Leberprobleme: Von einer vergrößerten Leber bis hin zu Zirrhose (Vernarbung der Leber).
  • Herzprobleme: Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen.
  • Hautveränderungen: Die Haut kann sich bronzefarben oder gräulich verfärben.
  • Libidoverlust: Betrifft Männer und Frauen.

Stell dir vor, dein Körper ist wie ein Garten. Wenn du zu viel Dünger (Eisen) hineingibst, sterben die Pflanzen (Organe) ab.

Diagnose: Wie wird es festgestellt?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Blutuntersuchungen. Dabei werden der Eisenspiegel im Blut, die Transferrinsättigung (wie viel Eisen an das Transportprotein Transferrin gebunden ist) und das Ferritin (Speichereisen) gemessen. Wenn diese Werte erhöht sind, kann eine genetische Untersuchung auf Hämochromatose sinnvoll sein. Manchmal wird auch eine Leberbiopsie durchgeführt, um den Eisengehalt in der Leber zu bestimmen.

Behandlung: Was kann man tun?

Die Hauptbehandlungsmethode ist die Aderlass-Therapie. Dabei wird regelmäßig Blut abgenommen, um den Eisenspiegel zu senken. Das ist so, als würde man das überlaufende Becken wieder leerlaufen lassen. Wie oft und wie viel Blut abgenommen wird, hängt von der Höhe des Eisenspiegels und dem Zustand des Patienten ab.

Eine weitere Möglichkeit ist die Chelat-Therapie, bei der Medikamente eingesetzt werden, um das Eisen zu binden und aus dem Körper auszuleiten. Diese Therapie wird seltener eingesetzt und kommt vor allem dann in Frage, wenn Aderlässe nicht möglich sind.

Wichtig: Eine frühe Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um Organschäden zu vermeiden oder zu minimieren. Wenn Sie den Verdacht haben, zu viel Eisen im Blut zu haben, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.

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