Unwort Des Jahres 2024 Vorschläge
Hey Leute, habt ihr euch schon mal gefragt, welche Wörter dieses Jahr so richtig genervt haben? Jedes Jahr kürt eine Jury das "Unwort des Jahres" in Deutschland. Aber bevor die Jury entscheidet, sind wir gefragt! Es ist Zeit, Vorschläge einzureichen. Lasst uns mal eintauchen, was es mit diesem "Unwort des Jahres" auf sich hat und wie ihr mitmachen könnt!
Was ist das "Unwort des Jahres" überhaupt?
Das "Unwort des Jahres" ist keine Auszeichnung im positiven Sinne. Es geht nicht darum, ein besonders schönes oder kreatives Wort zu ehren. Stattdessen wird ein Wort oder eine Wortgruppe ausgewählt, die im vergangenen Jahr besonders negativ aufgefallen ist. Das kann sein, weil es diskriminierend ist, menschenverachtend, irreführend oder einfach nur unpassend und unangenehm.
Die Aktion gibt es seit 1991. Eine unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten wählt das Unwort aus den zahlreichen Vorschlägen aus der Bevölkerung aus. Es geht darum, auf einen problematischen Sprachgebrauch aufmerksam zu machen und eine öffentliche Diskussion anzustoßen.
Warum ist das wichtig? Sprache formt unser Denken. Wenn wir bestimmte Wörter oder Formulierungen ständig verwenden, können sie unsere Wahrnehmung der Welt beeinflussen. Das "Unwort des Jahres" soll uns sensibilisieren und dazu anregen, bewusster mit Sprache umzugehen.
Wer kann Vorschläge einreichen?
Jeder! Genau, ihr, eure Freunde, eure Familie, eure Lehrer – wirklich jeder, der in Deutschland lebt oder sich mit der deutschen Sprache auseinandersetzt. Es gibt keine Altersbeschränkung oder andere Voraussetzungen. Das macht die Aktion so spannend: Es ist ein direkter Draht zwischen der Bevölkerung und der Sprachkritik.
Wie und wo reicht man Vorschläge ein?
Das Einreichen ist super einfach. Ihr könnt eure Vorschläge in der Regel über ein Online-Formular auf der Webseite des "Unwort des Jahres" einreichen. Die genaue Webseite findet ihr, indem ihr einfach "Unwort des Jahres" googelt. Alternativ kann man manchmal auch per E-Mail oder Post Vorschläge einsenden, aber die Online-Variante ist meistens am einfachsten und schnellsten.
Wichtig ist, dass ihr eure Wahl begründet! Warum findet ihr, dass dieses Wort ein "Unwort" ist? In welchem Zusammenhang habt ihr es gehört oder gelesen? Welche negativen Auswirkungen hat es eurer Meinung nach?
Denkt daran: Die Jury braucht stichhaltige Argumente, um eure Vorschläge zu berücksichtigen.
Was macht ein gutes "Unwort"-Kandidat aus?
Nicht jedes Wort, das uns nicht gefällt, ist automatisch ein "Unwort des Jahres". Es gibt ein paar Kriterien, die ein Wort erfüllen sollte, um eine Chance zu haben:
- Diskriminierung: Wird eine bestimmte Gruppe von Menschen abgewertet oder herabgesetzt?
- Irreführung: Wird das Wort verwendet, um Tatsachen zu verdrehen oder zu verschleiern?
- Verharmlosung: Werden durch das Wort schlimme Dinge verharmlost oder relativiert?
- Unmenschlichkeit: Drückt das Wort eine besonders kalte oder zynische Haltung aus?
- Verstoß gegen die Menschenwürde: Wird die Würde des Menschen verletzt?
Es ist wichtig, dass ihr eure Vorschläge kritisch hinterfragt und überlegt, ob sie wirklich diese Kriterien erfüllen.
Beispiele aus der Vergangenheit
Um euch ein besseres Gefühl dafür zu geben, was ein "Unwort" sein kann, hier ein paar Beispiele aus den vergangenen Jahren:
- 2023: "Sozialklimbim" (weil es soziale Maßnahmen abwertend darstellt)
- 2022: "Klima-RAF" (weil es Klimaaktivisten mit Terroristen gleichsetzt und somit verharmlost)
- 2021: "Pushback" (weil es die Zurückweisung von Flüchtlingen an den Grenzen beschönigt)
- 2020: "Corona-Diktatur" (weil es die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit einer Diktatur gleichsetzt und somit verharmlost)
Ihr seht, die ausgewählten Wörter haben oft einen Bezug zu aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Debatten.
Warum solltet ihr mitmachen?
Die Teilnahme am "Unwort des Jahres" ist mehr als nur ein netter Zeitvertreib. Es ist eine Möglichkeit, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und einen Beitrag zur Sprachkultur zu leisten. Indem ihr Vorschläge einreicht, helft ihr dabei, auf problematische Sprachmuster aufmerksam zu machen und eine bewusstere Verwendung der Sprache zu fördern.
Ihr könnt damit:
- Eure Meinung äußern: Ihr zeigt, welche Wörter euch stören und warum.
- Eine Diskussion anstoßen: Eure Vorschläge können andere Menschen zum Nachdenken anregen.
- Etwas verändern: Indem ihr auf problematische Sprache aufmerksam macht, könnt ihr dazu beitragen, dass sie weniger verwendet wird.
Vergesst nicht: Sprache ist Macht. Wer die Sprache beherrscht, kann die Welt beeinflussen.
Tipps für euren Vorschlag
Hier noch ein paar praktische Tipps, die euch bei der Formulierung eures Vorschlags helfen können:
- Seid präzise: Nennt das Wort oder die Wortgruppe genau, um die es geht.
- Gebt den Kontext an: Wo habt ihr das Wort gehört oder gelesen? In welchem Zusammenhang wurde es verwendet?
- Begründet eure Wahl: Warum findet ihr das Wort problematisch? Welche negativen Auswirkungen hat es eurer Meinung nach?
- Seid sachlich: Vermeidet persönliche Angriffe oder Beleidigungen. Konzentriert euch auf die sprachliche Kritik.
- Recherchiert: Gibt es bereits ähnliche Kritik an dem Wort? Gibt es Studien oder Artikel, die eure Argumentation unterstützen?
Denkt daran: Eine gute Begründung ist das A und O!
Wo finde ich Inspiration?
Manchmal ist es gar nicht so einfach, das passende "Unwort" zu finden. Hier ein paar Ideen, wo ihr Inspiration finden könnt:
- Nachrichten und Medien: Achtet auf Formulierungen, die in den Nachrichten, in Zeitungen oder im Internet verwendet werden.
- Politische Reden und Debatten: Hört genau zu, welche Wörter von Politikern und anderen öffentlichen Personen verwendet werden.
- Alltagsgespräche: Manchmal begegnen uns problematische Wörter auch im ganz normalen Alltag, im Gespräch mit Freunden, der Familie oder Kollegen.
- Soziale Medien: Hier wimmelt es oft von kontroversen Meinungen und problematischen Formulierungen.
Achtet aufmerksam auf eure Umgebung und seid kritisch gegenüber dem, was ihr hört und lest.
Die Rolle der sozialen Medien
Soziale Medien spielen eine immer größere Rolle bei der Verbreitung von Sprache – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Hier können sich neue Wörter und Formulierungen schnell verbreiten, aber auch problematische Ausdrücke verstärkt werden.
Deshalb ist es besonders wichtig, in den sozialen Medien aufmerksam zu sein und kritisch zu hinterfragen, was man liest und teilt. Wenn ihr in den sozialen Medien auf ein Wort oder eine Formulierung stoßt, die euch stört, könnt ihr dies zum Anlass nehmen, einen Vorschlag für das "Unwort des Jahres" einzureichen.
Der Entscheidungsprozess
Nachdem die Einreichungsfrist abgelaufen ist, sichtet die Jury alle Vorschläge und wählt eine engere Auswahl aus. Die Jury-Mitglieder diskutieren dann über die einzelnen Wörter und Formulierungen und bewerten sie anhand der oben genannten Kriterien.
Die Entscheidung für das "Unwort des Jahres" ist oft ein komplexer Prozess, bei dem verschiedene Meinungen und Argumente berücksichtigt werden müssen. Am Ende einigen sich die Jury-Mitglieder auf ein Wort oder eine Wortgruppe, von der sie glauben, dass sie im vergangenen Jahr besonders negativ aufgefallen ist.
Die Bekanntgabe des "Unwort des Jahres" erfolgt in der Regel im Januar des Folgejahres.
Was passiert nach der Kürung?
Die Kürung des "Unwort des Jahres" ist nicht das Ende der Geschichte, sondern der Beginn einer Diskussion. Die Jury hofft, dass die Auszeichnung dazu anregt, bewusster mit Sprache umzugehen und problematische Formulierungen zu vermeiden.
Oft gibt es nach der Bekanntgabe des "Unwort des Jahres" eine öffentliche Debatte über das ausgewählte Wort und die damit verbundenen Probleme. Diese Debatte kann dazu beitragen, das Bewusstsein für Sprachsensibilität zu schärfen und eine positive Veränderung im Sprachgebrauch zu bewirken.
Fazit: Macht mit und gestaltet Sprache!
Das "Unwort des Jahres" ist eine tolle Möglichkeit, sich aktiv mit Sprache auseinanderzusetzen und einen Beitrag zur Sprachkultur zu leisten. Egal ob ihr Schüler, Student, Berufstätiger oder Rentner seid – jeder kann mitmachen!
Also, worauf wartet ihr noch? Überlegt euch, welche Wörter euch im vergangenen Jahr besonders gestört haben und reicht eure Vorschläge ein. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass unsere Sprache fairer, respektvoller und präziser wird.
Lasst uns die Welt ein bisschen besser machen – Wort für Wort!
