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Wahlen In Der Ddr Einfach Erklärt


Wahlen In Der Ddr Einfach Erklärt

Wahlen in der DDR einfach erklärt: Stell dir vor, eine Wahl, bei der das Ergebnis schon feststeht, bevor überhaupt jemand abgestimmt hat. Genau das waren Wahlen in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Sie waren keine echten demokratischen Wahlen, wie wir sie heute kennen, sondern dienten hauptsächlich dazu, die Macht der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zu demonstrieren und zu legitimieren. Das Ziel war es, den Eindruck von Zustimmung und Einheitlichkeit zu erwecken.

Wie funktionierten die "Wahlen" in der DDR?

Die Wahlen in der DDR folgten einem bestimmten Ablauf, der kaum Raum für Überraschungen ließ. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie diese "Wahlen" abliefen:

  • Schritt 1: Die "Einheitsliste": Anstatt verschiedener Parteien, die gegeneinander antraten, gab es die sogenannte Einheitsliste. Diese Liste wurde von der Nationalen Front aufgestellt, einem Zusammenschluss von Parteien und Massenorganisationen, die alle unter der Kontrolle der SED standen. Auf dieser Liste standen Kandidaten all dieser Organisationen.

    Beispiel: Die Liste enthielt Kandidaten der SED, des Demokratischen Bauernbund Deutschlands (DBD), des Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDU), der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD), der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD) und diverser Massenorganisationen wie dem Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) oder der Freien Deutschen Jugend (FDJ).

  • Schritt 2: Die "Wahlpropaganda": Vor den Wahlen gab es eine intensive Propaganda-Kampagne. Plakate, Reden und Medienberichte priesen die Errungenschaften der DDR und riefen zur Teilnahme an den Wahlen auf. Der Wahlgang wurde als patriotische Pflicht dargestellt.

    Beispiel: Parolen wie "Alle Macht den Werktätigen!" oder "Für Frieden und Sozialismus!" waren allgegenwärtig. Die Medien berichteten ausschliesslich positiv über die Einheitsliste und deren Kandidaten.

  • Schritt 3: Der Wahlgang: Am Wahltag selbst wurden die Bürger aufgefordert, zur Wahl zu gehen. Der Wahlgang war zwar nominell freiwillig, aber der soziale Druck war enorm. Wer nicht wählte oder sich weigerte, die Einheitsliste anzukreuzen, riskierte Nachteile im Beruf oder im Alltag.

    Beispiel: In Betrieben und Wohngebieten wurden Listen geführt, wer wählen gegangen war. Fehlende Namen wurden oft hinterfragt. Wer sich weigerte zu wählen, konnte mit Repressalien rechnen, wie beispielsweise Schwierigkeiten bei der Zuteilung von Wohnungen oder Urlaubsreisen.

  • Schritt 4: Das "Geheimnis" der Wahl: Theoretisch war die Wahl geheim. Man konnte in der Wahlkabine die Kandidaten der Einheitsliste ankreuzen oder den Stimmzettel ungültig machen. In der Praxis jedoch wurde dies oft nicht respektiert. Viele Bürger stimmten offen ab, um ihre Loyalität zu demonstrieren.

    Beispiel: In vielen Wahllokalen warfen die Wähler ihre Stimmzettel offen in die Urne, ohne die Wahlkabine zu benutzen. Dies war ein Zeichen der Zustimmung und sollte den Wahlhelfern signalisieren, dass man mit dem System einverstanden war.

  • Schritt 5: Das Ergebnis: Das Wahlergebnis stand im Prinzip schon vor der Wahl fest. Die SED sorgte dafür, dass die Einheitsliste eine überwältigende Mehrheit erhielt. Wahlfälschung war an der Tagesordnung.

    Beispiel: Offizielle Wahlergebnisse verkündeten regelmäßig Zustimmungswerte von über 99%. Kritik oder Zweifel an diesen Ergebnissen wurden unterdrückt.

Warum waren diese "Wahlen" keine echten Wahlen?

Die "Wahlen" in der DDR waren keine echten Wahlen, weil:

  • Es keine echte Wahlfreiheit gab.
  • Die Bürger nicht die Möglichkeit hatten, zwischen verschiedenen politischen Optionen zu wählen.
  • Die Ergebnisse manipuliert wurden.
  • Der soziale Druck zur Teilnahme und zur Zustimmung enorm war.

Die Auswirkungen der "Wahlen"

Die "Wahlen" in der DDR trugen dazu bei, die Macht der SED zu festigen und die Bevölkerung zu kontrollieren. Sie waren ein wichtiger Bestandteil des politischen Systems der DDR und trugen zur Unterdrückung von Opposition und freier Meinungsäusserung bei. Die gefälschten Ergebnisse dienten der Legitimation des Regimes nach innen und aussen.

Fazit: Wahlen in der DDR waren ein Instrument der Machtdemonstration und Kontrolle, nicht der demokratischen Willensbildung. Sie zeigten deutlich, dass es in der DDR keine echte Demokratie gab.

Wahlen In Der Ddr Einfach Erklärt www.berliner-zeitung.de
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Wahlen In Der Ddr Einfach Erklärt www.spiegel.de
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Wahlen In Der Ddr Einfach Erklärt www.deutschlandfunk.de
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Wahlen In Der Ddr Einfach Erklärt www.bundesarchiv.de
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