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Wann Darf Man Keine Kompressionsstrümpfe Tragen


Wann Darf Man Keine Kompressionsstrümpfe Tragen

Was sind Kompressionsstrümpfe überhaupt? Sie sind spezielle Strümpfe, die Druck auf die Beine ausüben. Dieser Druck unterstützt die Blutzirkulation. Sie helfen, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren.

Aber wann darf man keine Kompressionsstrümpfe tragen? Es gibt bestimmte Situationen, in denen sie schädlich sein können. Es ist wichtig, diese Kontraindikationen zu kennen. Ungeeignete Nutzung kann zu Problemen führen.

Arterielle Verschlusskrankheit (AVK): Wenn Sie an einer AVK leiden, dürfen Sie in der Regel keine Kompressionsstrümpfe tragen. Diese Krankheit betrifft die Arterien. Die Arterien transportieren Blut vom Herzen weg. Eine AVK bedeutet, dass die Arterien verengt sind. Der Druck der Strümpfe kann die Durchblutung weiter einschränken. Dies kann zu Schmerzen und Gewebeschäden führen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Kompressionsstrümpfe für Sie geeignet sind.

Fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): Dies ist eine schwere Form der AVK. Hier ist die Durchblutung in den Beinen stark eingeschränkt. Symptome sind oft Ruheschmerzen oder offene Wunden. Kompressionsstrümpfe würden die Situation verschlimmern. Sie würden die ohnehin schon schlechte Durchblutung weiter beeinträchtigen. Vermeiden Sie Kompressionsstrümpfe in diesem Fall unbedingt.

Dekompensierte Herzinsuffizienz: Bei einer dekompensierten Herzinsuffizienz ist das Herz nicht in der Lage, ausreichend Blut zu pumpen. Dies führt zu einer Ansammlung von Flüssigkeit im Körper. Kompressionsstrümpfe erhöhen den Rückfluss von Blut zum Herzen. Dies kann das Herz zusätzlich belasten. Besprechen Sie die Verwendung von Kompressionsstrümpfen mit Ihrem Arzt.

Erysipel (Wundrose) oder Phlebitis (Venenentzündung): Bei einer akuten Entzündung der Haut oder der Venen sollten Sie keine Kompressionsstrümpfe tragen. Die Entzündung muss zuerst behandelt werden. Der Druck der Strümpfe kann die Entzündung verschlimmern. Warten Sie, bis die Entzündung abgeklungen ist. Danach können Sie die Strümpfe möglicherweise wieder tragen. Klären Sie dies aber unbedingt mit Ihrem Arzt.

Sensibilitätsstörungen: Wenn Sie Sensibilitätsstörungen in den Beinen haben, z. B. durch Diabetes oder Neuropathie, sollten Sie vorsichtig sein. Sie spüren möglicherweise nicht, ob der Strumpf zu eng sitzt. Dies kann zu Druckstellen und Gewebeschäden führen. Kontrollieren Sie Ihre Beine regelmäßig. Achten Sie auf Rötungen oder Schmerzen. Tragen Sie die Strümpfe nur unter ärztlicher Aufsicht.

Hauterkrankungen: Bestimmte Hauterkrankungen wie Ekzeme oder offene Wunden können gegen Kompressionsstrümpfe sprechen. Der Strumpf kann die Haut reizen. Die Heilung der Wunde kann beeinträchtigt werden. Klären Sie die Anwendung mit Ihrem Arzt ab.

Allergien: Achten Sie auf das Material der Strümpfe. Einige Menschen reagieren allergisch auf bestimmte Fasern. Dies kann zu Hautausschlägen und Juckreiz führen. Wählen Sie hypoallergene Materialien. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wichtig: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie Kompressionsstrümpfe tragen. Er kann beurteilen, ob sie für Sie geeignet sind. Er kann auch die richtige Größe und den richtigen Druck bestimmen. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Strümpfe Ihnen helfen und nicht schaden.

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