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Wann Ist Der Zweite Wert Beim Blutdruck Gefährlich


Wann Ist Der Zweite Wert Beim Blutdruck Gefährlich

Beim Blutdruck gibt es immer zwei Werte: einen oberen (systolischen) und einen unteren (diastolischen). Wenn wir uns fragen, wann der zweite Wert, der diastolische Blutdruck, gefährlich ist, müssen wir erstmal verstehen, was er überhaupt bedeutet. Einfach gesagt: Der diastolische Blutdruck zeigt den Druck in deinen Arterien, wenn dein Herz sich zwischen den Schlägen entspannt.

Stell dir dein Herz wie eine Wasserpumpe vor. Die Pumpe pumpt (systolischer Blutdruck), und dann macht sie eine Pause, bevor sie wieder pumpt (diastolischer Blutdruck). Der diastolische Wert ist also der Druck, der in den "Rohren" bleibt, während die Pumpe kurz pausiert. Ein gesunder diastolischer Wert sorgt dafür, dass die Organe weiterhin gut durchblutet werden, auch wenn das Herz gerade nicht pumpt.

Wie funktioniert das Ganze eigentlich? Während dein Herz schlägt (Systole), wird Blut in deine Arterien gepumpt. Dabei entsteht der höchste Druck. Zwischen den Herzschlägen (Diastole) entspannt sich das Herz, und die Arterien ziehen sich etwas zusammen, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten. Dieser Druck, der dann in den Arterien herrscht, ist der diastolische Blutdruck. Er ist immer niedriger als der systolische Wert.

Warum ist der diastolische Blutdruck wichtig? Weil ein dauerhaft zu hoher oder zu niedriger diastolischer Blutdruck auf Probleme hindeuten kann. Ein dauerhaft zu hoher Wert belastet deine Arterien und dein Herz übermäßig. Das kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Ein zu niedriger Wert hingegen kann bedeuten, dass deine Organe nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden.

Wann ist der zweite Wert gefährlich? Im Allgemeinen spricht man von einem erhöhten diastolischen Blutdruck, wenn er regelmäßig über 90 mmHg liegt. Werte über 90 mmHg erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Nierenschäden. Es ist wichtig zu betonen, dass es sich hier um einen Richtwert handelt und dein Arzt oder deine Ärztin im Einzelfall eine individuelle Einschätzung vornehmen wird. Ein Wert unter 60 mmHg kann ebenfalls problematisch sein, besonders wenn er mit Symptomen wie Schwindel oder Schwäche einhergeht.

Um deinen Blutdruck im Blick zu behalten, ist es ratsam, ihn regelmäßig messen zu lassen. Du kannst das in der Arztpraxis machen lassen oder dir ein eigenes Blutdruckmessgerät für zu Hause besorgen. Achte auf eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und ausreichend Schlaf. Vermeide Stress und reduziere deinen Salzkonsum. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, wenn du Bedenken bezüglich deines Blutdrucks hast. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, schwerwiegende gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der diastolische Blutdruck ist der Druck in deinen Arterien zwischen den Herzschlägen. Ein dauerhaft zu hoher (über 90 mmHg) oder zu niedriger (unter 60 mmHg) Wert kann gefährlich sein und sollte ärztlich abgeklärt werden. Regelmäßige Messungen und ein gesunder Lebensstil helfen, deinen Blutdruck im Normbereich zu halten.

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