Wann Wird Dass Mit Zwei Ss Geschrieben
Die Frage, wann man im Deutschen "ss" statt "ß" schreibt, ist gar nicht so schwer zu beantworten. Es geht um die Schreibung von Konsonanten nach kurzen Vokalen.
ß ist der Eszett, auch bekannt als scharfes S. Es wird nur nach langen Vokalen oder Diphthongen (Doppelvokalen) verwendet. Das ist die Grundregel. Es gab eine Rechtschreibreform, die das Ganze vereinfacht hat. Trotzdem ist es wichtig, die Regel zu verstehen.
Wann schreibt man "ss"?
Man schreibt "ss", wenn:
- Der Vokal vor dem "s"-Laut kurz ist.
- Der "s"-Laut stimmlos ist (wie in "Hass").
Beispiele:
Kuss (kurzes "u")
Nuss (kurzes "u")
Wasser (kurzes "a")
gehasst (kurzes "a")
In all diesen Fällen ist der Vokal vor dem "s"-Laut kurz. Deshalb wird "ss" geschrieben. Denk daran: Kurz vor SS!
Wann schreibt man "ß"?
Man schreibt "ß", wenn:
- Der Vokal vor dem "s"-Laut lang ist.
- Der "s"-Laut stimmlos ist.
- Nach einem Diphthong (Doppelvokal).
Beispiele:
Straße (langes "a")
Fuß (langes "u")
weiß (Diphthong "ei")
groß (langes "o")
Hier sind die Vokale lang oder es handelt sich um Diphthonge. Deswegen wird "ß" verwendet. Lang vor ß!
Die Rechtschreibreform hat die Regeln vereinfacht. Früher gab es mehr Ausnahmen. Heute gilt im Wesentlichen die Regel: Kurzer Vokal -> "ss", langer Vokal oder Diphthong -> "ß".
Beachte: In der Schweiz gibt es kein "ß". Dort wird immer "ss" geschrieben. Das gilt auch für deutsche Texte, die für die Schweiz bestimmt sind.
Zusammenfassung:
Die Unterscheidung zwischen "ss" und "ß" hängt von der Länge des Vokals ab, der dem "s"-Laut vorausgeht. Ist der Vokal kurz, schreibt man "ss". Ist der Vokal lang oder folgt ein Diphthong, schreibt man "ß". Die Rechtschreibreform hat diese Regel vereinfacht, aber das Grundprinzip bleibt bestehen. Kurz vor SS, lang vor ß!
Übung macht den Meister! Lies Texte aufmerksam und achte auf die Schreibweise. So bekommst du ein Gefühl dafür, wann du "ss" und wann du "ß" verwenden musst. Mit ein bisschen Übung wird es dir bald leichtfallen.
