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Was Bedeutet Soll Und Haben


Was Bedeutet Soll Und Haben

Soll und Haben sind zwei fundamentale Begriffe in der Buchhaltung. Sie sind die Basis jeder doppelten Buchführung. Einfach gesagt: Soll ist die linke Seite eines Buchungskontos, und Haben ist die rechte Seite.

Was bedeutet Soll?

Soll bedeutet "an" oder "von". Es zeigt, woher das Geld oder der Wert kommt. Denken Sie an Soll als die Seite, auf der Vermögenswerte zunehmen oder Schulden abnehmen. Es ist auch die Seite, auf der Aufwendungen gebucht werden.

Beispiel: Sie kaufen einen neuen Computer für Ihr Büro für 1000 Euro. Der Computer (ein Vermögenswert) nimmt zu. Diese Zunahme wird im Soll des Kontos "Büroausstattung" gebucht. Gleichzeitig nimmt Ihr Bankguthaben ab. Die Abnahme des Bankguthabens wird im Haben des Kontos "Bank" gebucht.

Merken Sie sich: Im Soll wird gebucht, was *an* Sie geht, was Sie *erhalten* (im weitesten Sinne, also auch z.B. eine Leistung).

Was bedeutet Haben?

Haben bedeutet "für" oder "an". Es zeigt, wohin das Geld oder der Wert geht. Denken Sie an Haben als die Seite, auf der Vermögenswerte abnehmen oder Schulden zunehmen. Es ist auch die Seite, auf der Erträge gebucht werden.

Beispiel: Sie verkaufen Waren für 500 Euro. Das Geld (ein Vermögenswert) kommt in Ihre Kasse. Die Zunahme des Kassenbestands wird im Soll des Kontos "Kasse" gebucht. Gleichzeitig verringert sich Ihr Warenbestand. Die Abnahme des Warenbestands wird im Haben des Kontos "Warenbestand" gebucht.

Merken Sie sich: Im Haben wird gebucht, was *von* Ihnen weggeht, was Sie *geben* (im weitesten Sinne, also auch z.B. eine Leistung).

Der Buchungssatz

Jeder Geschäftsvorfall wird immer im Soll und im Haben gebucht. Das nennt man doppelte Buchführung. Die Summe der Beträge im Soll muss immer gleich der Summe der Beträge im Haben sein. Dies stellt sicher, dass die Buchung ausgeglichen ist.

Ein Buchungssatz besteht aus: Konto im Soll, Konto im Haben und dem Betrag. Zum Beispiel: "Büroausstattung an Bank 1000 Euro". Das bedeutet, das Konto "Büroausstattung" wird im Soll mit 1000 Euro gebucht und das Konto "Bank" wird im Haben mit 1000 Euro gebucht.

Vermögens-, Schulden- und Erfolgskonten

Soll und Haben haben unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Kontenarten:

  • Vermögenskonten (z.B. Bank, Kasse, Warenbestand): Zunahme im Soll, Abnahme im Haben.
  • Schuldenkonten (z.B. Kredite, Verbindlichkeiten): Abnahme im Soll, Zunahme im Haben.
  • Aufwandskonten (z.B. Miete, Gehälter): Zunahme im Soll. (Ein Haben-Saldo kommt hier selten vor und deutet auf eine Korrektur hin).
  • Ertragskonten (z.B. Umsatzerlöse): Zunahme im Haben. (Ein Soll-Saldo kommt hier selten vor und deutet auf eine Korrektur hin).

Ein weiteres Beispiel

Sie bezahlen Ihre Miete in Höhe von 800 Euro per Banküberweisung.

  • Der Aufwand "Miete" nimmt zu. Daher wird das Konto "Miete" im Soll gebucht.
  • Ihr Bankguthaben nimmt ab. Daher wird das Konto "Bank" im Haben gebucht.

Der Buchungssatz lautet: "Miete an Bank 800 Euro".

Zusammenfassung

Soll und Haben sind grundlegende Begriffe der Buchhaltung. Soll zeigt, woher der Wert kommt, und Haben zeigt, wohin er geht. Durch die doppelte Buchführung mit Soll und Haben wird sichergestellt, dass jede Buchung ausgeglichen ist und die finanzielle Situation eines Unternehmens korrekt dargestellt wird. Das Verständnis von Soll und Haben ist der Schlüssel zum Verständnis der Buchhaltung.

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