Was Hilft Bei Perioraler Dermatitis
Periorale Dermatitis, oft auch Mundrose oder Stewards-Krankheit genannt, ist eine Hauterkrankung. Sie betrifft vor allem Frauen zwischen 16 und 40 Jahren. Typisch sind kleine, rote Pickelchen und Pusteln um den Mund herum. Manchmal sind auch die Nasenflügel oder das Kinn betroffen. Die Haut kann jucken, brennen oder sich einfach nur unangenehm anfühlen.
Was hilft bei perioraler Dermatitis? Die Behandlung erfordert Geduld und Konsequenz. Es gibt verschiedene Ansätze, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Haut langfristig zu beruhigen.
Nulltherapie: Das ist oft der erste und wichtigste Schritt. Verzichten Sie konsequent auf alle Cremes, Make-up und Reinigungsmittel im betroffenen Bereich. Auch fluoridhaltige Zahnpasta kann ein Auslöser sein. Manchmal verschlimmern sich die Symptome zunächst, bevor eine Besserung eintritt.
Medikamentöse Behandlung: Ihr Arzt kann Ihnen Cremes oder Salben mit entzündungshemmenden Wirkstoffen verschreiben. Dazu gehören beispielsweise Metronidazol oder Erythromycin. In schweren Fällen kann auch die Einnahme von Tabletten mit Antibiotika notwendig sein. Diese Behandlung sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Hautpflege: Nach der Nulltherapie und/oder der medikamentösen Behandlung ist eine sanfte Hautpflege wichtig. Verwenden Sie milde, parfümfreie Produkte, die die Haut nicht zusätzlich reizen. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie Panthenol oder Hyaluronsäure, die die Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen. Vermeiden Sie aggressive Peelings oder alkoholhaltige Tonics.
Auslöser vermeiden: Versuchen Sie, die Auslöser für Ihre periorale Dermatitis zu identifizieren und zu vermeiden. Das können bestimmte Kosmetika, Stress oder auch bestimmte Nahrungsmittel sein. Führen Sie ein Tagebuch, um Zusammenhänge zu erkennen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf.
Sanfte Reinigung: Reinigen Sie Ihr Gesicht mit lauwarmem Wasser und einem sehr milden, pH-neutralen Reinigungsprodukt. Tupfen Sie die Haut anschließend vorsichtig trocken. Rubbeln Sie nicht!
Kompressen und Umschläge: Kühle Kompressen mit schwarzem Tee oder Kamille können die Entzündung lindern und den Juckreiz reduzieren. Tränken Sie ein Tuch mit dem abgekühlten Tee und legen Sie es für einige Minuten auf die betroffenen Stellen.
Geduld: Die Behandlung der perioralen Dermatitis kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern. Seien Sie geduldig und geben Sie nicht auf. Suchen Sie regelmäßig Ihren Arzt auf, um den Verlauf der Behandlung zu besprechen und gegebenenfalls anzupassen. Wichtig ist, die Therapie konsequent durchzuziehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Nulltherapie, eine sanfte Hautpflege, das Vermeiden von Auslösern und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung sind die wichtigsten Säulen der Therapie bei perioraler Dermatitis. Mit Geduld und Konsequenz können Sie die Symptome lindern und Ihre Haut wieder in den Griff bekommen.
