Was Hilft Gegen Blaues Auge
Ein blaues Auge, medizinisch auch als Hämatom bezeichnet, ist eine Einblutung ins Gewebe um das Auge herum. Es entsteht meist durch eine stumpfe Gewalteinwirkung, beispielsweise einen Schlag oder Stoß.
Was also hilft gegen ein blaues Auge? Die Antwort ist zweiteilig: Sofortmaßnahmen zur Schmerzlinderung und Reduzierung der Schwellung, und langfristige Maßnahmen zur Förderung der Heilung.
Die Sofortmaßnahmen sind entscheidend, um die Ausdehnung des blauen Auges zu minimieren. Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Kühlen, kühlen, kühlen! Legen Sie so schnell wie möglich einen Kühlpack oder Eiswürfel (in ein Tuch gewickelt) auf das betroffene Auge. Die Kälte verengt die Blutgefäße und reduziert so die Blutung ins Gewebe. Kühlen Sie in 15-20 Minuten Intervallen, mit Pausen dazwischen. Wichtig ist, dass Sie das Eis niemals direkt auf die Haut legen, um Erfrierungen zu vermeiden.
- Druck ausüben. Leichter Druck auf das Auge kann ebenfalls die Blutung verringern. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu drücken, da dies den Schmerz verstärken könnte.
- Schmerzmittel. Bei starken Schmerzen können Sie rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Beachten Sie jedoch die Dosierungsanleitung und sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Nach den Sofortmaßnahmen geht es darum, die Heilung zu fördern. Hier sind ein paar Tipps:
- Ruhe bewahren. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu erholen. Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten, die den Blutdruck erhöhen könnten.
- Hochlagern. Lagern Sie Ihren Kopf hoch, um die Schwellung zu reduzieren. Schlafen Sie beispielsweise mit einem zusätzlichen Kissen unter Ihrem Kopf.
- Wärme anwenden. Nach den ersten 24-48 Stunden, wenn die Schwellung weitgehend abgeklungen ist, können Sie mit Wärme die Durchblutung fördern und den Abbau des Hämatoms beschleunigen. Ein warmer Waschlappen oder eine Wärmflasche (nicht zu heiß!) kann hier helfen.
Es gibt auch einige Hausmittel, die unterstützend wirken können, obwohl ihre Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist:
- Arnika. Arnika-Salbe wird oft zur Behandlung von Prellungen und Hämatomen eingesetzt. Sie soll entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
- Quarkwickel. Kalte Quarkwickel können ebenfalls die Schwellung reduzieren und Schmerzen lindern.
Wann zum Arzt? In den meisten Fällen ist ein blaues Auge harmlos und heilt von selbst ab. Es gibt jedoch Situationen, in denen Sie einen Arzt aufsuchen sollten:
- Sehstörungen: Verschwommenes Sehen, Doppelbilder oder andere Sehstörungen.
- Starke Schmerzen: Wenn die Schmerzen trotz Schmerzmittel nicht besser werden.
- Bewusstseinsverlust: Wenn Sie kurzzeitig das Bewusstsein verloren haben.
- Übelkeit oder Erbrechen: Diese Symptome könnten auf eine Gehirnerschütterung hindeuten.
- Blutungen aus dem Auge oder der Nase: Dies könnte auf eine schwerwiegendere Verletzung hinweisen.
- Anhaltende Schwellung: Wenn die Schwellung nach einigen Tagen nicht besser wird oder sich sogar verschlimmert.
Ein blaues Auge ist also meist eine unangenehme, aber harmlose Verletzung. Durch schnelles Handeln mit Kühlung und anschließender Förderung der Heilung, kann man den Heilungsprozess unterstützen. Achten Sie auf Warnsignale und suchen Sie bei Bedarf einen Arzt auf. Die Anwendung von Kälte nach der Verletzung ist entscheidend. Denken Sie daran: Kühlung ist das A und O!
