Was Ist Ein Myom An Der Gebärmutter
Ein Myom an der Gebärmutter ist eine gutartige Geschwulst. Das heißt, es ist kein Krebs. Es wächst in oder an der Gebärmutter. Viele Frauen haben Myome, ohne es zu wissen.
Was genau ist ein Myom?
Stell dir die Gebärmutter als einen Muskel vor. Ein Myom ist wie ein kleiner Knubbel aus Muskelgewebe. Dieser Knubbel wächst langsam. Manchmal sind es nur wenige Millimeter groß, manchmal so groß wie eine Orange oder sogar noch größer. Es kann auch mehr als ein Myom geben.
Gutartig bedeutet, dass die Zellen sich nicht unkontrolliert vermehren und sich nicht in andere Körperteile ausbreiten, wie es bei Krebs der Fall ist.
Wo können Myome wachsen?
Myome können an verschiedenen Stellen der Gebärmutter wachsen:
- In der Gebärmutterwand: Das ist die häufigste Art. Sie werden intramurale Myome genannt. Stell dir vor, der Knubbel wächst mitten in der Wand.
- Unter der Schleimhaut der Gebärmutter: Diese Myome wachsen in die Gebärmutterhöhle hinein. Sie werden submuköse Myome genannt. Denk an einen Pickel, der sich nach innen, in den Raum, wölbt.
- Außerhalb der Gebärmutter: Diese Myome wachsen an der Außenseite der Gebärmutter. Sie werden subseröse Myome genannt. Stell dir einen kleinen Ball vor, der außen an der Gebärmutter befestigt ist.
Warum entstehen Myome?
Die genaue Ursache für Myome ist nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen:
- Hormone: Östrogen und Progesteron, die weiblichen Geschlechtshormone, scheinen das Wachstum von Myomen zu beeinflussen. Myome wachsen oft in der fruchtbaren Zeit der Frau und schrumpfen nach den Wechseljahren.
- Genetische Veranlagung: Es gibt Hinweise darauf, dass Myome in manchen Familien häufiger vorkommen.
Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Viele Frauen mit Myomen haben keine Beschwerden. Wenn Beschwerden auftreten, können sie je nach Größe, Anzahl und Lage der Myome variieren:
- Starke oder verlängerte Monatsblutungen: Das ist oft das häufigste Symptom.
- Schmerzen im Unterbauch: Die Schmerzen können dumpf oder krampfartig sein.
- Druckgefühl im Unterbauch: Das Myom kann auf die Blase oder den Darm drücken.
- Häufiges Wasserlassen: Wenn das Myom auf die Blase drückt.
- Verstopfung: Wenn das Myom auf den Darm drückt.
- Rückenschmerzen: Selten.
- Schwierigkeiten, schwanger zu werden: In seltenen Fällen können Myome die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Wie werden Myome diagnostiziert?
Der Arzt kann Myome oft bei einer gynäkologischen Untersuchung feststellen. Zur Bestätigung der Diagnose werden in der Regel bildgebende Verfahren eingesetzt:
- Ultraschall: Das ist die häufigste Methode. Ein Ultraschall kann durch die Bauchdecke oder vaginal durchgeführt werden.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Eine MRT liefert detailliertere Bilder als ein Ultraschall.
Wie werden Myome behandelt?
Die Behandlung von Myomen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe, Anzahl und Lage der Myome, den Beschwerden der Frau und ihrem Kinderwunsch. Nicht alle Myome müssen behandelt werden. Wenn keine Beschwerden vorhanden sind, kann man oft einfach abwarten und die Myome regelmäßig kontrollieren lassen. Behandlungsmöglichkeiten sind:
- Medikamente: Es gibt Medikamente, die die Symptome lindern oder das Wachstum der Myome verlangsamen können.
- Operation: Es gibt verschiedene operative Verfahren, um Myome zu entfernen. Manchmal kann die Gebärmutter erhalten bleiben (Myomenukleation), manchmal muss sie entfernt werden (Hysterektomie).
- Uterusembolisation: Bei diesem Verfahren werden die Blutgefäße, die die Myome versorgen, verschlossen, so dass die Myome schrumpfen.
Es ist wichtig, sich von einem Arzt beraten zu lassen, um die beste Behandlung für die individuelle Situation zu finden. Ein Myom an der Gebärmutter ist in den meisten Fällen gutartig und behandelbar.
