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Was Macht Man In Der Pathologie


Was Macht Man In Der Pathologie

Was macht man in der Pathologie? Einfach gesagt: Pathologen sind wie medizinische Detektive. Sie suchen nach den Ursachen von Krankheiten. Stell dir vor, dein Körper ist ein Haus und eine Krankheit ist ein Problem im Haus. Der Pathologe untersucht das Problem, um herauszufinden, was kaputt ist und wie man es reparieren kann.

Schritt 1: Probenentnahme

Alles beginnt mit einer Probe. Diese Probe kann aus verschiedenen Quellen stammen:

  • Biopsie: Ein kleines Stück Gewebe, das während einer Operation oder Untersuchung entnommen wird. Denk an eine Hautprobe von einem Muttermal.
  • Operation: Ein Organ oder ein Teil davon, das entfernt und zur Untersuchung geschickt wird. Zum Beispiel eine Gallenblase oder ein Tumor.
  • Zytologie: Einzelne Zellen, die z.B. durch einen Abstrich (wie beim Frauenarzt) oder eine Punktion gewonnen werden.
  • Autopsie: Eine Untersuchung nach dem Tod, um die Todesursache zu bestimmen.

Der Arzt, der die Probe entnimmt, schickt sie dann ins pathologische Labor.

Schritt 2: Präparation und Bearbeitung

Im Labor angekommen, wird die Probe präpariert. Das bedeutet:

  • Fixierung: Die Probe wird in eine spezielle Flüssigkeit (meist Formalin) gelegt, um sie zu konservieren und zu verhindern, dass sie sich zersetzt. Denk an das Einlegen von Gemüse, um es haltbar zu machen.
  • Zuschnitt: Die Probe wird in dünne Scheiben geschnitten. So dünn, dass Licht hindurchscheinen kann.
  • Einbettung: Die Scheiben werden in Wachs (Paraffin) eingebettet, damit sie stabil sind und geschnitten werden können.
  • Schneiden: Mit einem speziellen Gerät (Mikrotom) werden hauchdünne Schnitte hergestellt.

Diese dünnen Schnitte sind die Grundlage für die weitere Untersuchung.

Schritt 3: Färbung

Die Schnitte werden nun gefärbt. Das macht die verschiedenen Zellstrukturen sichtbar. Die häufigste Färbung ist die Hämatoxylin-Eosin (H&E) Färbung. Hämatoxylin färbt Zellkerne blau, Eosin das Zytoplasma (den Rest der Zelle) rosa. Durch die Färbung kann der Pathologe die Zellen und das Gewebe besser unter dem Mikroskop erkennen und beurteilen.

Schritt 4: Mikroskopische Untersuchung

Jetzt kommt der wichtigste Teil: Die mikroskopische Untersuchung. Der Pathologe schaut sich die gefärbten Schnitte unter dem Mikroskop an. Er sucht nach:

  • Veränderungen in den Zellen: Sind die Zellen größer, kleiner, anders geformt als normal?
  • Veränderungen im Gewebe: Ist das Gewebe normal aufgebaut oder gibt es Auffälligkeiten?
  • Anzeichen von Entzündungen: Sind Entzündungszellen vorhanden?
  • Anzeichen von Krebs: Sind Krebszellen vorhanden?

Er vergleicht das, was er sieht, mit dem, was er über normale Gewebe und Krankheiten weiß. Manchmal sind weitere Spezialfärbungen oder immunhistochemische Untersuchungen nötig, um die Diagnose zu sichern. Bei der Immunhistochemie werden Antikörper eingesetzt, die sich an bestimmte Proteine in den Zellen binden und diese sichtbar machen.

Schritt 5: Diagnose und Bericht

Nachdem der Pathologe alle Informationen gesammelt hat, stellt er eine Diagnose. Diese Diagnose wird in einem pathologischen Bericht zusammengefasst. Der Bericht enthält:

  • Eine Beschreibung der Probe
  • Eine Beschreibung der mikroskopischen Befunde
  • Die Diagnose
  • Manchmal Empfehlungen für die weitere Behandlung

Der Bericht wird dann an den behandelnden Arzt geschickt, der ihn für die Behandlung des Patienten verwendet. Der Pathologe ist also ein wichtiger Partner des behandelnden Arztes bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten.

Beispiele aus dem Alltag

Hautkrebs: Ein Muttermal wird entfernt und zur Untersuchung geschickt. Der Pathologe untersucht die Probe und stellt fest, ob es sich um Hautkrebs handelt und wenn ja, um welche Art.

Darmkrebs: Während einer Darmspiegelung werden Polypen entfernt. Der Pathologe untersucht die Polypen und stellt fest, ob sie gutartig oder bösartig sind.

Lungenentzündung: Eine Lungenspülung wird durchgeführt. Der Pathologe untersucht die Zellen und stellt fest, welche Art von Erreger die Lungenentzündung verursacht.

Pathologie ist also ein spannendes und wichtiges Gebiet der Medizin. Sie hilft, Krankheiten zu verstehen und zu behandeln.

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