Was Passiert Wenn Der Augendruck Zu Hoch Ist
Was passiert, wenn der Augendruck zu hoch ist? Kurz gesagt, es kann zu Glaukom führen, auch bekannt als Grüner Star. Aber was bedeutet das genau und was können Sie dagegen tun?
Der Augendruck, auch intraokularer Druck (IOD) genannt, ist der Druck der Flüssigkeit innerhalb Ihres Auges. Diese Flüssigkeit, das Kammerwasser, wird ständig produziert und abgeleitet. Ein gesunder Augendruck liegt normalerweise zwischen 10 und 21 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule).
Wenn der Augendruck zu hoch ist, übt er Druck auf den Sehnerv aus. Der Sehnerv ist wie ein Kabel, das Informationen von Ihrem Auge an Ihr Gehirn weiterleitet, damit Sie sehen können. Stellen Sie sich vor, Sie quetschen ständig ein Kabel; irgendwann wird es beschädigt.
Was passiert genau, wenn der Sehnerv geschädigt wird? Zunächst kann es zu peripheren Gesichtsfeldverlusten kommen. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise Schwierigkeiten haben, Dinge am Rande Ihres Sichtfelds zu sehen. Im Laufe der Zeit, wenn der Druck anhält und die Schädigung fortschreitet, kann sich der Gesichtsfeldverlust ausweiten und schließlich zu Blindheit führen.
Es gibt verschiedene Arten von Glaukom, aber die häufigste ist das Offenwinkelglaukom. Bei dieser Form verstopft der Abflusswinkel des Auges langsam im Laufe der Zeit. Da es langsam und schmerzlos fortschreitet, bemerken viele Menschen keine Symptome, bis der Schaden bereits erheblich ist. Das ist der Grund, warum regelmäßige Augenuntersuchungen so wichtig sind. Ohne Behandlung schreitet der Sehverlust fort. Glücklicherweise gibt es viele Behandlungsmöglichkeiten.
Was sind die Risikofaktoren für einen erhöhten Augendruck und Glaukom? Einige Risikofaktoren sind: Alter (über 40), Familiengeschichte von Glaukom, bestimmte ethnische Zugehörigkeiten (z. B. Afroamerikaner), Kurzsichtigkeit, Diabetes und bestimmte Medikamente wie Steroide. Auch Verletzungen am Auge können den Druck beeinflussen. Wenn Sie einen oder mehrere dieser Risikofaktoren haben, sollten Sie besonders auf regelmäßige Augenuntersuchungen achten.
Wie wird ein erhöhter Augendruck behandelt? Ziel der Behandlung ist es, den Augendruck zu senken und weiteren Schaden am Sehnerv zu verhindern. Die gängigsten Behandlungsmethoden sind Augentropfen, die die Produktion von Kammerwasser reduzieren oder den Abfluss erhöhen. In manchen Fällen können auch Laserbehandlungen oder Operationen erforderlich sein, um den Abflusswinkel zu öffnen oder einen neuen Abflussweg zu schaffen. Es ist wichtig, die Anweisungen Ihres Arztes genau zu befolgen und regelmäßig zur Kontrolle zu gehen.
Was können Sie selbst tun? Obwohl Sie einen hohen Augendruck nicht immer verhindern können, können Sie einige Dinge tun, um das Risiko zu verringern und das Fortschreiten zu verlangsamen. Dazu gehören: regelmäßige Augenuntersuchungen (besonders wichtig, wenn Sie Risikofaktoren haben), ein gesunder Lebensstil (Ernährung, Bewegung), Vermeidung von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum sowie die Einhaltung der von Ihrem Arzt verordneten Behandlungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein erhöhter Augendruck ist ein ernstes Problem, das zu Glaukom und schließlich zu Blindheit führen kann. Regelmäßige Augenuntersuchungen, ein Bewusstsein für Ihre Risikofaktoren und die Einhaltung der Behandlungsempfehlungen Ihres Arztes sind entscheidend, um Ihre Sehkraft zu erhalten.
