Was Soll Man Nicht Essen Bei Parkinson
Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie betrifft hauptsächlich die Bewegung. Was soll man nicht essen bei Parkinson? Diese Frage ist wichtig, denn Ernährung kann Symptome beeinflussen.
Verstopfung vermeiden
Viele Menschen mit Parkinson leiden unter Verstopfung. Das bedeutet, der Stuhlgang ist hart und selten. Bestimmte Lebensmittel können das verschlimmern.
Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel. Dazu gehören Fertiggerichte, Weißbrot und Süßigkeiten. Sie enthalten oft wenig Ballaststoffe. Ballaststoffe helfen dem Darm, richtig zu arbeiten. Denken Sie an einen Kuchen: Er schmeckt gut, macht aber nicht lange satt und hilft nicht bei der Verdauung.
Essen Sie weniger Milchprodukte, wenn diese Verstopfung verursachen. Manche Menschen reagieren empfindlich auf Milch. Probieren Sie Alternativen wie Mandelmilch oder Hafermilch.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Das wichtigste Medikament bei Parkinson ist Levodopa. Es hilft, den Dopaminmangel im Gehirn auszugleichen. Einige Lebensmittel können die Wirkung von Levodopa beeinträchtigen.
Achten Sie auf proteinreiche Mahlzeiten. Eiweiß kann die Aufnahme von Levodopa im Darm behindern. Das Medikament wirkt dann schlechter. Essen Sie große Mengen an Fleisch, Fisch oder Käse nicht gleichzeitig mit der Einnahme von Levodopa. Verteilen Sie die Proteinzufuhr über den Tag.
Vermeiden Sie die Einnahme von Eisenpräparaten gleichzeitig mit Levodopa. Eisen kann die Aufnahme des Medikaments ebenfalls reduzieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Eisen benötigen.
Entzündungen reduzieren
Einige Studien deuten darauf hin, dass Entzündungen im Körper Parkinson-Symptome verschlimmern können. Bestimmte Lebensmittel können Entzündungen fördern.
Reduzieren Sie den Konsum von Zucker und gesättigten Fetten. Diese finden sich oft in Fast Food, frittierten Speisen und zuckerhaltigen Getränken. Sie können Entzündungen im Körper verstärken. Denken Sie an eine Tüte Chips: Sie schmeckt, ist aber nicht gut für den Körper.
Seien Sie vorsichtig mit stark verarbeiteten Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl oder Maisöl. Verwenden Sie stattdessen Olivenöl oder Kokosöl. Diese Öle haben entzündungshemmende Eigenschaften.
Allgemeine Ernährungstipps
Neben den spezifischen Lebensmitteln gibt es allgemeine Ernährungstipps, die für Menschen mit Parkinson wichtig sind.
Trinken Sie ausreichend Wasser. Flüssigkeitsmangel kann Verstopfung verschlimmern und die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen. Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag.
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Diese liefern wichtige Nährstoffe und Ballaststoffe. Essen Sie wie einen Regenbogen: Jede Farbe steht für unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe.
Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum. Alkohol kann die Symptome von Parkinson verschlimmern und die Wirkung von Medikamenten beeinflussen.
Reduzieren Sie den Konsum von Koffein. Einige Menschen mit Parkinson sind empfindlich auf Koffein. Es kann Zittern verstärken.
Wichtiger Hinweis
Jeder Mensch ist anders. Die Auswirkungen von Lebensmitteln auf Parkinson können variieren. Es ist wichtig, auf Ihren Körper zu hören und zu beobachten, wie Sie auf bestimmte Lebensmittel reagieren. Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um Zusammenhänge zu erkennen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ernährungsberater, um eine individuelle Ernährungsstrategie zu entwickeln. Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein für ein gutes Leben mit Parkinson. Denken Sie daran: Was dem einen hilft, muss nicht unbedingt dem anderen helfen.
