web page hit counter

Was Tun Bei Arthrose In Den Händen


Was Tun Bei Arthrose In Den Händen

Stellen Sie sich vor, Sie wachen auf und jede kleine Bewegung Ihrer Finger fühlt sich an wie ein Kampf. Das Öffnen einer Wasserflasche, das Zubinden Ihrer Schuhe, selbst das Halten einer Tasse Kaffee wird zur Herausforderung. Wenn Sie diese Schmerzen und Steifheit in Ihren Händen verspüren, leiden Sie möglicherweise unter Arthrose in den Händen. Sie sind nicht allein. Millionen von Menschen weltweit sind von dieser Erkrankung betroffen, die das Leben erheblich beeinträchtigen kann. Aber es gibt Hoffnung! Es gibt viele Dinge, die Sie tun können, um Ihre Schmerzen zu lindern, Ihre Funktion zu verbessern und Ihre Lebensqualität zu steigern. Dieser Artikel soll Ihnen dabei helfen, die Arthrose in Ihren Händen besser zu verstehen und Ihnen praktische Strategien an die Hand geben, um damit umzugehen.

Was ist Arthrose in den Händen?

Arthrose (auch als Osteoarthritis bezeichnet) ist die häufigste Form von Arthritis und eine degenerative Gelenkerkrankung. Sie entsteht, wenn der Knorpel, der die Knochen in Ihren Gelenken polstert, allmählich abgebaut wird. Dieser Knorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer, der es den Gelenken ermöglicht, sich reibungslos zu bewegen. Wenn der Knorpel verschwindet, reiben die Knochen direkt aneinander, was zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit führt.

In den Händen betrifft Arthrose häufig die Basis des Daumens (Rhizarthrose), die Fingerendgelenke (DIP-Gelenke) und die Fingermittelgelenke (PIP-Gelenke). Seltener sind das Handgelenk oder die Gelenke zwischen den Handwurzelknochen betroffen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen der Arthrose sind noch nicht vollständig geklärt, aber verschiedene Faktoren können das Risiko erhöhen:

  • Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Arthrose tritt häufiger bei Menschen über 50 Jahren auf.
  • Genetik: Arthrose kann in Familien gehäuft auftreten. Wenn Ihre Eltern oder Geschwister Arthrose haben, haben Sie ein höheres Risiko, sie ebenfalls zu entwickeln.
  • Verletzungen: Frühere Verletzungen der Hand, wie z.B. Knochenbrüche oder Bandverletzungen, können das Risiko erhöhen.
  • Überlastung: Wiederholte Bewegungen oder Überlastungen der Hände, z.B. bei bestimmten Berufen oder Hobbys, können die Gelenke belasten und den Knorpelabbau beschleunigen.
  • Geschlecht: Frauen sind häufiger von Arthrose betroffen als Männer, insbesondere nach der Menopause.
  • Übergewicht: Übergewicht kann die Gelenke zusätzlich belasten und das Risiko für Arthrose erhöhen.
  • Andere Erkrankungen: Bestimmte Erkrankungen, wie z.B. rheumatoide Arthritis, Gicht oder Stoffwechselerkrankungen, können das Risiko für Arthrose erhöhen.

Symptome der Arthrose in den Händen

Die Symptome der Arthrose in den Händen können von Person zu Person variieren und können sich im Laufe der Zeit verschlimmern. Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen: Schmerzen in den betroffenen Gelenken, die sich bei Bewegung oder Belastung verschlimmern können.
  • Steifheit: Steifheit der Gelenke, insbesondere am Morgen oder nach längerer Inaktivität.
  • Schwellung: Schwellung der Gelenke, die sich warm anfühlen können.
  • Bewegungseinschränkung: Schwierigkeiten, die Finger zu bewegen oder zu beugen.
  • Knochensporne: Bildung von Knochensporne (Osteophyten) um die Gelenke, die zu Verformungen und Schmerzen führen können. Heberden-Knoten sind Knochensporne an den Fingerendgelenken (DIP-Gelenken), und Bouchard-Knoten sind Knochensporne an den Fingermittelgelenken (PIP-Gelenken).
  • Knirschen oder Reiben: Ein Knirschen oder Reiben im Gelenk bei Bewegung (Krepitation).
  • Schwäche: Schwäche in den Händen, die es schwierig macht, Gegenstände zu greifen oder festzuhalten.

Was Sie selbst tun können: Bewährte Strategien zur Schmerzlinderung

Obwohl es keine Heilung für Arthrose gibt, gibt es viele Dinge, die Sie selbst tun können, um Ihre Schmerzen zu lindern, Ihre Funktion zu verbessern und Ihre Lebensqualität zu steigern. Der Schlüssel ist ein individueller Ansatz, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

1. Schmerzlinderung und Entzündungshemmung

  • Wärme- und Kälteanwendungen: Wärme kann helfen, die Muskeln zu entspannen und die Durchblutung zu fördern, während Kälte Schwellungen und Entzündungen reduzieren kann. Experimentieren Sie, um herauszufinden, was für Sie am besten funktioniert. Sie können warme Bäder, Wärmepads oder kalte Kompressen verwenden.
  • Schmerzmittel: Over-the-Counter-Schmerzmittel wie Paracetamol oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen oder Naproxen können helfen, Schmerzen zu lindern. Beachten Sie jedoch die möglichen Nebenwirkungen und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie diese regelmäßig einnehmen.
  • Topische Schmerzmittel: Cremes oder Gele mit Wirkstoffen wie Capsaicin oder Diclofenac können direkt auf die betroffenen Gelenke aufgetragen werden, um Schmerzen zu lindern.

2. Bewegung und Physiotherapie

  • Regelmäßige Bewegung: Auch wenn es schmerzhaft sein kann, ist Bewegung wichtig, um die Gelenke beweglich zu halten und die Muskeln zu stärken, die die Gelenke unterstützen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Physiotherapeuten, um ein sicheres und effektives Übungsprogramm zu entwickeln.
  • Handübungen: Spezifische Handübungen können helfen, die Beweglichkeit zu verbessern, die Kraft zu stärken und die Schmerzen zu lindern. Einige Beispiele sind:
    • Faust ballen: Machen Sie eine lockere Faust und öffnen Sie dann die Hand wieder vollständig. Wiederholen Sie dies mehrmals.
    • Finger beugen: Beugen Sie jeden Finger einzeln in Richtung Handfläche und halten Sie die Position einige Sekunden lang.
    • Daumen dehnen: Strecken Sie den Daumen so weit wie möglich zur Seite und halten Sie die Position einige Sekunden lang.
    • Handgelenkskreisen: Kreisen Sie die Handgelenke im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn.
  • Physiotherapie: Ein Physiotherapeut kann Ihnen spezifische Übungen zeigen, Ihnen helfen, Ihre Haltung zu verbessern und Ihnen Tipps geben, wie Sie Ihre Hände im Alltag schonen können.

3. Hilfsmittel und Anpassungen

  • Handgelenkschienen und Fingerbandagen: Schienen und Bandagen können helfen, die Gelenke zu stabilisieren, die Belastung zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern. Sie können sie während der Aktivität oder in der Nacht tragen.
  • Ergonomische Hilfsmittel: Verwenden Sie ergonomische Werkzeuge und Hilfsmittel, um die Belastung Ihrer Hände zu reduzieren. Beispiele sind:
    • Dicke Stifte und Griffe: Verwenden Sie Stifte und Griffe mit dickeren Durchmessern, um den Kraftaufwand beim Schreiben oder Greifen zu reduzieren.
    • Öffner mit Hebelwirkung: Verwenden Sie Dosenöffner oder Flaschenöffner mit Hebelwirkung, um das Öffnen von Gegenständen zu erleichtern.
    • Elektrische Küchengeräte: Verwenden Sie elektrische Küchengeräte wie Mixer oder Küchenmaschinen, um manuelle Aufgaben zu reduzieren.
  • Anpassung des Arbeitsplatzes: Passen Sie Ihren Arbeitsplatz an, um die Belastung Ihrer Hände zu reduzieren. Stellen Sie sicher, dass Ihr Schreibtisch und Ihr Stuhl die richtige Höhe haben und dass Sie eine ergonomische Tastatur und Maus verwenden.

4. Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

  • Entzündungshemmende Ernährung: Eine Ernährung, die reich an entzündungshemmenden Lebensmitteln ist, kann helfen, die Symptome der Arthrose zu lindern. Dazu gehören:
    • Fettreiche Fische: Lachs, Makrele und Hering sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.
    • Obst und Gemüse: Essen Sie viel Obst und Gemüse, insbesondere solche mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien, wie Beeren, Kirschen, Spinat und Brokkoli.
    • Nüsse und Samen: Nüsse und Samen sind reich an gesunden Fetten und Nährstoffen, die entzündungshemmend wirken können.
    • Olivenöl: Olivenöl enthält Oleocanthal, eine Verbindung, die ähnliche entzündungshemmende Eigenschaften wie Ibuprofen hat.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Einige Nahrungsergänzungsmittel können helfen, die Symptome der Arthrose zu lindern. Sprechen Sie jedoch immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, da sie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben können. Zu den möglichen Nahrungsergänzungsmitteln gehören:
    • Glucosamin und Chondroitin: Diese Substanzen sind Bestandteile des Knorpels und können helfen, den Knorpelabbau zu verlangsamen und die Schmerzen zu lindern. Die Studienlage ist jedoch gemischt.
    • Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren können helfen, Entzündungen zu reduzieren.
    • Curcumin: Curcumin ist der Wirkstoff in Kurkuma und hat entzündungshemmende Eigenschaften.
    • Vitamin D: Vitamin D ist wichtig für die Knochengesundheit und kann helfen, die Symptome der Arthrose zu lindern.
  • Gewichtsmanagement: Wenn Sie übergewichtig sind, kann Gewichtsabnahme helfen, die Belastung Ihrer Gelenke zu reduzieren und die Symptome der Arthrose zu lindern.

5. Alternative Therapien

  • Akupunktur: Einige Studien deuten darauf hin, dass Akupunktur helfen kann, die Schmerzen bei Arthrose zu lindern.
  • Massage: Massage kann helfen, die Muskeln zu entspannen, die Durchblutung zu fördern und die Schmerzen zu lindern.
  • Yoga und Tai Chi: Diese sanften Bewegungsformen können helfen, die Gelenke beweglich zu halten, die Muskeln zu stärken und die Schmerzen zu lindern.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Obwohl viele Menschen ihre Arthrose in den Händen selbstständig behandeln können, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn:

  • Ihre Schmerzen stark sind oder sich verschlimmern.
  • Ihre Steifheit und Bewegungseinschränkung Ihre täglichen Aktivitäten beeinträchtigen.
  • Sie Schwellungen, Rötungen oder Wärme in den Gelenken haben.
  • Sie vermuten, dass Sie eine andere Erkrankung haben, die Ihre Symptome verursacht.

Ihr Arzt kann Ihnen helfen, die richtige Diagnose zu stellen, einen Behandlungsplan zu entwickeln und Sie an andere Spezialisten, wie z.B. einen Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten, zu überweisen.

Medizinische Behandlungen

Neben den oben genannten Selbsthilfemaßnahmen gibt es auch verschiedene medizinische Behandlungen für Arthrose in den Händen:

  • Kortikosteroid-Injektionen: Kortikosteroide sind starke Entzündungshemmer, die direkt in die betroffenen Gelenke injiziert werden können, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Die Wirkung ist in der Regel vorübergehend.
  • Hyaluronsäure-Injektionen: Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und kann in die Gelenke injiziert werden, um die Schmierung zu verbessern und die Schmerzen zu lindern. Die Wirkung ist ebenfalls vorübergehend.
  • Operation: In schweren Fällen, wenn andere Behandlungen nicht helfen, kann eine Operation erforderlich sein. Es gibt verschiedene Arten von Operationen für Arthrose in den Händen, wie z.B. Gelenkersatz, Gelenkversteifung oder Entfernung von Knochenspornen.

Fazit: Sie sind nicht allein

Arthrose in den Händen kann eine Herausforderung sein, aber es gibt viele Möglichkeiten, damit umzugehen und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Hören Sie auf Ihren Körper, experimentieren Sie mit verschiedenen Strategien und suchen Sie sich professionelle Hilfe, wenn Sie sie benötigen. Denken Sie daran, dass Sie nicht allein sind. Millionen von Menschen weltweit leiden unter Arthrose, und es gibt viele Ressourcen und Unterstützungsgruppen, die Ihnen helfen können, damit umzugehen.

Indem Sie proaktiv sind und die richtigen Strategien anwenden, können Sie Ihre Schmerzen lindern, Ihre Funktion verbessern und weiterhin das tun, was Ihnen Freude bereitet.

Was Tun Bei Arthrose In Den Händen www.liebscher-bracht.com
www.liebscher-bracht.com
Was Tun Bei Arthrose In Den Händen www.youtube.com
www.youtube.com
Was Tun Bei Arthrose In Den Händen fity.club
fity.club
Was Tun Bei Arthrose In Den Händen ortho-zentrum.de
ortho-zentrum.de

Articles connexes