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Was Tun Bei Einer Gastritis


Was Tun Bei Einer Gastritis

Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann akut auftreten (plötzlich und heftig) oder chronisch werden (langsam und über längere Zeit). Die Ursachen sind vielfältig, von bakteriellen Infektionen (wie Helicobacter pylori) über die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Schmerzmittel wie Ibuprofen) bis hin zu Stress und Alkoholmissbrauch. Was also tun, wenn der Magen rebelliert? Hier ein stufenweiser Ansatz zur Selbsthilfe:

Phase 1: Sofortmassnahmen bei akuten Beschwerden

Wenn Sie plötzlich Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen verspüren, deuten dies auf eine akute Gastritis hin. Hier sind die ersten Schritte:

  • Nahrungskarenz: Verzichten Sie zunächst auf feste Nahrung. Der Magen braucht Ruhe, um sich zu erholen. Trinken Sie stattdessen nur klare Flüssigkeiten wie Wasser, ungesüssten Tee (Kamille, Fenchel) oder Brühe.
  • Vermeiden Sie Reizstoffe: Alles, was den Magen zusätzlich reizt, ist tabu. Dazu gehören:
    • Kaffee
    • Alkohol
    • Nikotin
    • Scharfe Speisen
    • Fettige Speisen
    • Säurehaltige Getränke (z.B. Fruchtsäfte)
  • Schonkost: Wenn die Beschwerden etwas nachlassen, können Sie langsam mit Schonkost beginnen. Geeignet sind:
    • Zwieback
    • Haferbrei
    • Gekochter Reis
    • Gedünstetes Gemüse (z.B. Karotten, Zucchini)
  • Wärme: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad können krampflösende und beruhigende Wirkung haben.
  • Medikamente (mit Vorsicht): Bei leichten Beschwerden können rezeptfreie Antazida (Säurebinder) kurzfristig helfen, die Magensäure zu neutralisieren. Beachten Sie aber die Packungsbeilage und konsultieren Sie bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt. Wichtig: Nehmen Sie keine Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Aspirin, da diese die Gastritis verschlimmern können!

Phase 2: Ernährungsumstellung zur Vorbeugung

Auch wenn die akuten Beschwerden abgeklungen sind, ist es wichtig, Ihre Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen, um erneuten Schüben vorzubeugen. Eine langfristige Ernährungsumstellung ist der Schlüssel zur Behandlung einer chronischen Gastritis.

  • Regelmässige Mahlzeiten: Essen Sie regelmässig kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Vermeiden Sie lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, um eine übermässige Säureproduktion zu verhindern.
  • Schonkost: Auch langfristig sollten Sie auf leicht verdauliche Lebensmittel setzen. Dazu gehören:
    • Gekochtes Gemüse
    • Mageres Fleisch (z.B. Hühnchen, Fisch)
    • Vollkornprodukte (in Massen)
    • Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt
  • Säurearme Kost: Vermeiden Sie Lebensmittel, die die Magensäureproduktion anregen oder den Magen reizen, wie:
    • Zitrusfrüchte
    • Tomatenprodukte
    • Essig
    • Scharfe Gewürze
    • Kohlensäurehaltige Getränke
  • Gründliches Kauen: Kauen Sie Ihre Nahrung gründlich, um die Verdauung zu erleichtern und den Magen zu entlasten.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüssten Tee über den Tag verteilt.

Phase 3: Weitere Massnahmen und Wann zum Arzt?

Neben Ernährungsumstellung können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Achten Sie auf Ihr allgemeines Wohlbefinden und holen Sie sich ärztlichen Rat, wenn nötig.

  • Stressmanagement: Stress kann die Gastritis verschlimmern. Finden Sie Wege, um Stress abzubauen, z.B. durch Entspannungsübungen, Yoga oder Spaziergänge in der Natur.
  • Medikamente überprüfen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie regelmässig Medikamente einnehmen, die die Magenschleimhaut reizen könnten. Möglicherweise gibt es Alternativen.
  • Alkohol und Nikotin: Reduzieren Sie den Konsum von Alkohol und Nikotin so weit wie möglich.
  • Arztbesuch: Ein Arztbesuch ist unerlässlich, wenn:
    • Die Beschwerden trotz Selbsthilfe anhalten oder sich verschlimmern.
    • Sie Blut im Stuhl oder Erbrochenen haben.
    • Sie unter unerklärlichem Gewichtsverlust leiden.
    • Sie stark unter Schmerzen leiden.
    Der Arzt kann die Ursache der Gastritis feststellen und eine geeignete Behandlung einleiten, z.B. eine Antibiotikatherapie bei einer Helicobacter pylori-Infektion.

Wichtig: Die hier genannten Tipps dienen der Selbsthilfe und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden suchen Sie bitte einen Arzt auf!

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