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Was Tun Bei Eingewachsenen Zehennagel


Was Tun Bei Eingewachsenen Zehennagel

Ein eingewachsener Zehennagel (Unguis incarnatus) passiert, wenn die Ecke oder Seite deines Zehennagels in die Haut neben dem Nagelbett hineinwächst. Das kann schmerzhaft sein und zu Entzündungen führen.

Was genau passiert bei einem eingewachsenen Zehennagel?

Stell dir vor, dein Zehennagel ist wie ein kleines Schild. Normalerweise wächst dieses Schild über die Haut hinaus. Aber manchmal, aus verschiedenen Gründen, wächst eine Ecke dieses Schildes in die Haut hinein. Das ist, als ob ein kleiner Dorn in deine Haut sticht. Diese „Dorn“ verursacht Reizungen.

Schritt für Schritt:

  1. Nagel wächst falsch: Der Nagel wächst seitlich oder vorne in die Haut.
  2. Druck und Reizung: Der Nagel drückt gegen die Haut und reizt sie.
  3. Entzündung: Die Haut reagiert mit Rötung, Schwellung und Schmerz.
  4. Infektion: Wenn Bakterien eindringen, kann sich die Stelle entzünden (Eiterbildung).

Warum bekomme ich einen eingewachsenen Zehennagel?

Es gibt viele Ursachen für einen eingewachsenen Zehennagel:

  • Falsches Schneiden der Nägel: Die häufigste Ursache. Wenn du deine Zehennägel zu kurz schneidest, besonders an den Ecken, kann der Nagel beim Nachwachsen in die Haut wachsen. Denke daran, Zehennägel gerade zu schneiden, nicht abgerundet.
  • Enge Schuhe: Schuhe, die zu eng sind oder Druck auf die Zehen ausüben, können das Wachstum des Nagels in die Haut fördern. Stell dir vor, deine Zehen werden in einen zu kleinen Behälter gezwungen.
  • Verletzungen: Eine Verletzung des Zehs, z.B. durch Stoßen oder wiederholte Belastung (wie beim Sport), kann das Nagelwachstum beeinträchtigen.
  • Fußfehlstellungen: Einige Fußformen machen es wahrscheinlicher, dass man eingewachsene Zehennägel bekommt.
  • Starke Schweißbildung: Feuchtigkeit kann die Haut aufweichen und anfälliger für das Einwachsen des Nagels machen.

Was kann ich selbst tun? (Hausmittel)

Wenn der eingewachsene Zehennagel noch nicht entzündet ist, kannst du folgendes versuchen:

  • Fußbäder: Weiche deinen Fuß mehrmals täglich in warmem Wasser mit etwas Salz ein. Das hilft, die Haut aufzuweichen und Entzündungen zu reduzieren.
  • Nagel anheben: Versuche vorsichtig, die Ecke des Nagels, die in die Haut wächst, mit einem sauberen Gegenstand (z.B. einem Zahnstocher oder einer Pinzette) anzuheben und unter den Nagel ein kleines Stückchen Watte oder Zahnseide zu schieben. Das verhindert, dass der Nagel weiter in die Haut wächst. Ersetze die Watte täglich.
  • Lockere Schuhe: Trage bequeme, weite Schuhe, die den Zehen genügend Platz lassen.
  • Schmerzen lindern: Bei Bedarf kannst du Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen.

Wann muss ich zum Arzt?

Gehe zum Arzt, wenn:

  • Die Stelle stark entzündet ist (Rötung, Schwellung, Eiter).
  • Du Fieber hast.
  • Du Diabetiker bist (Diabetiker haben ein höheres Risiko für Komplikationen).
  • Hausmittel nicht helfen.

Der Arzt kann den eingewachsenen Nagel entfernen oder eine Teilentfernung durchführen. Manchmal ist eine kleine Operation nötig, um den Nagel wieder richtig wachsen zu lassen. Keine Angst, das ist meistens nicht sehr schmerzhaft!

Wie kann ich einem eingewachsenen Zehennagel vorbeugen?

  • Richtiges Schneiden der Nägel: Schneide deine Zehennägel gerade ab und nicht zu kurz.
  • Bequeme Schuhe: Trage Schuhe, die gut passen und den Zehen genügend Platz lassen.
  • Gute Fußhygiene: Halte deine Füße sauber und trocken.
  • Vermeide Verletzungen: Trage beim Sport geeignete Schuhe und achte auf deine Füße.

Denke daran: Ein eingewachsener Zehennagel ist unangenehm, aber meistens gut behandelbar. Achte auf deine Füße und handle frühzeitig, um Komplikationen zu vermeiden!

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