Was Tun Bei Schleimbeutelentzündung Ellenbogen
Was tun bei einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen? Erstmal keine Panik! Eine Schleimbeutelentzündung, auch Bursitis genannt, ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen gut behandelbar.
Was ist eine Schleimbeutelentzündung überhaupt?
Stell dir einen Schleimbeutel als ein kleines, mit Flüssigkeit gefülltes Kissen vor. Diese Kissen befinden sich an Stellen im Körper, wo Knochen und Sehnen oder Muskeln aneinander reiben. Sie dienen als eine Art Stoßdämpfer und erleichtern die Bewegung. Im Ellenbogen sitzt ein Schleimbeutel direkt über dem Knochenvorsprung (Olecranon), der die Spitze des Ellenbogens bildet.
Wenn dieser Schleimbeutel sich entzündet, schwillt er an und verursacht Schmerzen. Das ist die Schleimbeutelentzündung. Sie kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden.
Ursachen einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen
Die häufigsten Ursachen sind:
- Überlastung: Wiederholte Bewegungen oder langes Aufstützen des Ellenbogens auf harten Oberflächen, z.B. bei Büroarbeit. Denk an jemanden, der ständig am Schreibtisch sitzt und sich auf den Ellenbogen abstützt.
- Verletzungen: Ein Sturz oder direkter Schlag auf den Ellenbogen.
- Infektionen: Selten können Bakterien über eine Wunde in den Schleimbeutel gelangen und eine Entzündung verursachen.
- Erkrankungen: In manchen Fällen können Grunderkrankungen wie Rheuma oder Gicht eine Schleimbeutelentzündung begünstigen.
Symptome: Woran erkennst du eine Bursitis im Ellenbogen?
Die Symptome sind meist recht eindeutig:
- Schmerzen: Besonders bei Bewegung oder Druck auf den Ellenbogen.
- Schwellung: Eine sicht- und fühlbare Schwellung am Ellenbogen, die sich weich anfühlt.
- Rötung und Wärme: Die Haut über dem Ellenbogen kann gerötet und warm sein.
- Bewegungseinschränkung: Es kann schwierig sein, den Arm vollständig zu beugen oder zu strecken.
Was tun, wenn du eine Schleimbeutelentzündung vermutest?
Hier sind einige Sofortmaßnahmen, die du ergreifen kannst:
- Schonen: Vermeide Bewegungen, die den Ellenbogen belasten. Das bedeutet, den Arm nicht zu belasten und auf Stützen aufzupassen.
- Kühlen: Kühle den Ellenbogen mehrmals täglich für 15-20 Minuten mit Eis oder Kühlpacks. Aber Vorsicht: Leg nie Eis direkt auf die Haut! Wickle es immer in ein Tuch.
- Hochlagern: Halte den Arm hochgelagert, um die Schwellung zu reduzieren.
- Schmerzmittel: Bei Bedarf kannst du rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac einnehmen. Beachte aber immer die Packungsbeilage und sprich im Zweifelsfall mit deinem Arzt oder Apotheker.
Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn:
- Die Schmerzen sehr stark sind oder sich nicht bessern.
- Die Schwellung stark zunimmt.
- Du Fieber hast.
- Die Haut um den Ellenbogen sehr gerötet und heiß ist (Hinweis auf eine Infektion).
Der Arzt kann die Diagnose bestätigen und weitere Behandlungen einleiten, wie z.B. die Gabe von stärkeren Schmerzmitteln, eine Punktion des Schleimbeutels (um Flüssigkeit abzusaugen) oder in seltenen Fällen eine Operation.
Vorbeugung ist besser als Nachsorge
Um einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen vorzubeugen, kannst du Folgendes tun:
- Vermeide übermäßige Belastung des Ellenbogens.
- Wenn du beruflich viel am Schreibtisch arbeitest, achte auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.
- Mache regelmäßig Dehnübungen für Arme und Schultern.
- Vermeide es, dich längere Zeit auf den Ellenbogen aufzustützen.
Mit diesen Tipps kannst du einer Bursitis im Ellenbogen gut entgegenwirken und die Beschwerden lindern. Gute Besserung!
