Was Tun Bei Schüttelfrost Und Fieber
Schüttelfrost und Fieber sind oft Begleiter von Infektionen. Aber was bedeuten sie eigentlich und was kann man dagegen tun? Einfach gesagt, Schüttelfrost ist ein unkontrolliertes Zittern des Körpers, begleitet von dem Gefühl, extrem zu frieren, obwohl die Körpertemperatur eigentlich erhöht ist. Fieber hingegen ist eine erhöhte Körpertemperatur über dem Normalwert (in der Regel über 38°C rektal gemessen).
Warum bekommen wir Schüttelfrost und Fieber?
Dein Körper ist clever! Wenn er eine Infektion, wie eine Erkältung oder Grippe, bekämpft, erhöht er seine interne Temperatur. Das Fieber soll die Viren oder Bakterien schwächen oder abtöten. Der Schüttelfrost dient dazu, die Körpertemperatur schnell zu erhöhen. Die Muskeln ziehen sich unkontrolliert zusammen und entspannen sich wieder, was Wärme erzeugt. Stell dir vor, du reibst deine Hände schnell aneinander, wenn dir kalt ist – ein ähnlicher Effekt!
Dein Hypothalamus, ein kleiner Bereich im Gehirn, funktioniert wie ein Thermostat. Er reguliert deine Körpertemperatur. Bei einer Infektion wird dieser Thermostat höher eingestellt. Der Körper versucht dann, diese neue, höhere Temperatur zu erreichen, und löst den Schüttelfrost aus.
Was kann man gegen Schüttelfrost und Fieber tun?
Das Wichtigste ist, sich zu schonen und dem Körper Ruhe zu gönnen. Dein Körper braucht alle Energie, um die Infektion zu bekämpfen. Hier sind einige konkrete Tipps:
- Ausruhen: Lege dich hin und vermeide anstrengende Aktivitäten.
- Viel trinken: Fieber führt zu Flüssigkeitsverlust. Trinke Wasser, Tee (Kamille oder Lindenblüte sind gut geeignet) oder verdünnte Säfte.
- Wärme regulieren: Beim Schüttelfrost helfen warme Decken. Wenn das Fieber sehr hoch ist (über 39°C), können kühlende Wadenwickel oder eine lauwarme Dusche helfen. Wichtig: Vermeide eiskaltes Wasser, da dies den Körper zusätzlich stresst.
- Fiebersenkende Mittel: Bei Bedarf können fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden. Beachte dabei die Dosierungsanleitung und sprich im Zweifelsfall mit deinem Arzt oder Apotheker. Kinder und Jugendliche sollten keine Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen, da dies zu einem seltenen, aber gefährlichen Syndrom (Reye-Syndrom) führen kann.
- Leichte Kost: Iss leichte, gut verdauliche Speisen wie Suppen oder Zwieback.
Wann sollte man zum Arzt?
In den meisten Fällen sind Schüttelfrost und Fieber harmlos und klingen nach einigen Tagen von selbst ab. Es gibt aber Situationen, in denen du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest:
- Hohes Fieber: Fieber über 40°C.
- Anhaltendes Fieber: Fieber, das länger als drei Tage anhält.
- Begleitsymptome: Starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Atemnot, Brustschmerzen, starke Bauchschmerzen, Hautausschlag oder Verwirrtheit.
- Besondere Risikogruppen: Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere oder Personen mit Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Immunschwäche).
- Unsicherheit: Wenn du dir unsicher bist, solltest du immer einen Arzt konsultieren.
Denke daran: Schüttelfrost und Fieber sind Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen. Höre auf deinen Körper und sorge gut für dich! Bei Unsicherheiten ist der Arzt dein bester Ansprechpartner.
Wichtig: Dieser Artikel dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen solltest du immer einen Arzt aufsuchen.
