Was Tun Gegen Ein Blaues Auge
Ein blaues Auge, auch bekannt als Hämatom um das Auge, entsteht durch eine Blutung unter der Haut. Diese Blutung passiert, wenn kleine Blutgefäße durch einen Schlag oder Stoß verletzt werden. Das Blut sammelt sich dann im Gewebe und verursacht die blaue, violette oder sogar schwarze Verfärbung.
Was passiert genau?
Stell dir vor, du stößt dir das Schienbein. Es tut weh und wird vielleicht blau. Das gleiche passiert beim Auge, nur dass die Haut dort viel dünner und empfindlicher ist. Ein leichter Schlag reicht oft schon aus, um ein blaues Auge zu verursachen.
Wenn Blutgefäße reißen, tritt Blut aus. Dieses Blut verteilt sich unter der Haut. Weil die Haut um das Auge so dünn ist, ist die Verfärbung besonders gut sichtbar. Das Blut durchläuft verschiedene Farbstadien, während es abgebaut wird: zuerst rot, dann blau-violett, später grünlich und gelblich, bis es schließlich verschwindet.
Was kann man sofort tun?
Direkt nach dem Schlag ist Kühlen das Wichtigste. Kälte hilft, die Blutung zu stoppen und die Schwellung zu reduzieren. Hier sind einige Tipps:
- Eispackung: Wickle eine Eispackung oder gefrorenes Gemüse in ein Tuch und lege sie für 15-20 Minuten auf das Auge. Mach das mehrmals am Tag, aber nicht direkt auf die nackte Haut!
- Kühle Kompresse: Alternativ kannst du einen kalten Waschlappen oder ein Kühlpad verwenden.
Wichtig: Warte nicht zu lange mit dem Kühlen. Je schneller du handelst, desto geringer wird die Schwellung und Verfärbung sein.
Was hilft noch?
Neben dem Kühlen gibt es noch andere Dinge, die du tun kannst, um die Heilung zu unterstützen:
- Hochlagern: Lagere deinen Kopf hoch, besonders beim Schlafen. Das hilft, die Schwellung zu reduzieren.
- Schmerzmittel: Bei Bedarf kannst du Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Beachte dabei die Packungsbeilage.
- Schonen: Vermeide anstrengende Aktivitäten, die den Blutdruck erhöhen könnten.
Wann zum Arzt?
In den meisten Fällen ist ein blaues Auge harmlos und heilt von selbst ab. Es gibt aber Situationen, in denen du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest:
- Sehstörungen: Wenn du verschwommen siehst, Doppelbilder hast oder dein Sichtfeld eingeschränkt ist.
- Starke Schmerzen: Wenn die Schmerzen sehr stark sind und nicht auf Schmerzmittel ansprechen.
- Blut im Auge: Wenn Blut in der weißen Augenhaut (Bindehaut) zu sehen ist.
- Schwindel oder Übelkeit: Wenn du dich schwindelig fühlst oder Übelkeit verspürst.
- Bewusstseinsverlust: Wenn du kurzzeitig bewusstlos warst.
- Veränderungen der Pupillengröße: Wenn die Pupillen unterschiedlich groß sind.
- Eingeschränkte Augenbewegung: Wenn du das Auge nicht mehr richtig bewegen kannst.
- Verdacht auf Knochenbruch: Wenn du den Verdacht hast, dass ein Knochen im Gesicht gebrochen ist.
Diese Symptome könnten auf eine schwerwiegendere Verletzung hindeuten, wie zum Beispiel eine Gehirnerschütterung, einen Knochenbruch oder eine Verletzung des Augapfels.
Wie lange dauert die Heilung?
Ein blaues Auge heilt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Die Verfärbung verändert sich dabei, wie bereits beschrieben, von rot-blau zu grün-gelb, bis sie schließlich ganz verschwindet. Geduld ist wichtig. Mit den oben genannten Maßnahmen kannst du den Heilungsprozess unterstützen.
Vorbeugung
Nicht jeder Schlag aufs Auge lässt sich vermeiden. Aber beim Sport solltest du immer eine Schutzbrille tragen, besonders bei Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko, wie zum Beispiel Boxen oder Hockey. Auch im Alltag gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen konsultiere bitte einen Arzt.
