Was Tun Gegen Hand Mund Fuß
Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HMFK) ist eine ansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei Kindern unter 10 Jahren auftritt. Sie ist zwar unangenehm, aber meist harmlos.
Das typische Kennzeichen sind kleine, rote Bläschen, die sich an den Händen, Füßen und im Mundbereich bilden. Manchmal können sie auch am Gesäß oder an den Genitalien auftreten.
Was sind die Symptome?
Die Symptome beginnen oft mit:
- Fieber (oft nur leicht erhöht)
- Halsschmerzen
- Unwohlsein und Appetitlosigkeit
Nach ein bis zwei Tagen entwickeln sich dann die charakteristischen Bläschen. Diese können jucken oder schmerzen, besonders im Mund, was das Essen und Trinken unangenehm machen kann. Stellen Sie sich vor, Sie haben kleine Aphten im Mund, nur eben viele.
Wie wird die Krankheit übertragen?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit infizierten Personen oder deren Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Nasensekret oder Stuhl. Auch über verunreinigte Gegenstände, wie Spielzeug, kann man sich anstecken. Denken Sie daran, dass ein Kind, das in den Kindergarten geht und an einem Spielzeug lutscht, die Viren weitergeben kann.
Die Ansteckungsgefahr ist am höchsten in der ersten Woche der Erkrankung. Allerdings können die Viren auch noch einige Wochen nach Abklingen der Symptome ausgeschieden werden.
Was kann man gegen Hand-Mund-Fuß tun?
Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, gibt es keine spezifische Behandlung, die die Krankheit heilen kann. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern.
Schmerzlinderung:
Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können helfen, Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Bei kleinen Kindern sollte man sich immer an die Dosierungsanleitung halten oder einen Arzt konsultieren.
Mundpflege:
Mundspülungen oder Gels mit betäubender Wirkung können die Schmerzen im Mund lindern. Vermeiden Sie saure oder scharfe Speisen und Getränke, da diese die Bläschen reizen können. Kühle Getränke und weiche Speisen, wie Joghurt oder Brei, sind oft angenehmer.
Hautpflege:
Die Bläschen an Händen und Füßen müssen in der Regel nicht behandelt werden. Man kann sie aber sauber und trocken halten. Juckreizstillende Salben können bei Bedarf helfen.
Ausreichend Flüssigkeit:
Es ist wichtig, dass das Kind ausreichend trinkt, um eine Dehydration zu vermeiden. Bieten Sie immer wieder kleine Mengen an Wasser, Tee oder Saftschorle an.
Wann sollte man zum Arzt?
In den meisten Fällen ist ein Arztbesuch nicht unbedingt erforderlich. Allerdings sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn:
- Das Kind hohes Fieber hat
- Die Schmerzen sehr stark sind
- Das Kind nicht ausreichend trinkt und Anzeichen von Dehydration zeigt (z.B. trockene Windeln)
- Die Bläschen sich entzünden oder eitern
- Es Unsicherheiten gibt
Wie kann man sich schützen?
Die beste Möglichkeit, sich vor der Hand-Mund-Fuß-Krankheit zu schützen, ist eine gute Hygiene:
- Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, besonders nach dem Toilettengang und vor dem Essen
- Vermeidung des Teilens von Besteck, Gläsern und Handtüchern
- Reinigung und Desinfektion von Spielzeug und Oberflächen
Wichtig: Es gibt keine Impfung gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit.
Obwohl die Hand-Mund-Fuß-Krankheit unangenehm sein kann, ist sie meist harmlos und heilt von selbst aus. Mit der richtigen Behandlung der Symptome können Sie Ihrem Kind helfen, die Krankheit gut zu überstehen. Bleiben Sie entspannt und denken Sie daran, dass es bald vorbei ist!
