Was Tun Gegen Wasser Im Ohr
Was tun gegen Wasser im Ohr? Keine Panik!
Jeder kennt das Gefühl: Nach dem Schwimmen, Duschen oder sogar nach einem Regenguss fühlt sich das Ohr dumpf an. Manchmal hört man ein Gluckern. Das ist Wasser im Ohr. Aber keine Sorge, meistens ist das Problem schnell behoben.
Zuerst definieren wir den Begriff. Wasser im Ohr bedeutet, dass sich Wasser im äußeren Gehörgang befindet. Der Gehörgang ist der Kanal, der vom äußeren Ohr zum Trommelfell führt. Es ist ein natürlicher Zustand und normalerweise kein Grund zur Beunruhigung. Es ist aber wichtig zu handeln, da es sonst zu Problemen führen kann.
Einfache Methoden, um das Wasser loszuwerden
Eine der einfachsten Methoden ist die Schwerkraft. Neige deinen Kopf zur Seite, so dass das betroffene Ohr nach unten zeigt. Hüpfe leicht auf dem Bein der gleichen Seite, auf der das Wasser im Ohr ist. Oftmals reicht das schon aus, um das Wasser herauszubekommen.
Eine weitere Möglichkeit ist der Valsalva-Versuch. Halte dir die Nase zu und schließe den Mund. Versuche dann, Luft auszuatmen. Dies erzeugt einen Druck, der helfen kann, das Wasser aus dem Ohr zu befördern. Aber sei vorsichtig! Zu viel Druck kann schädlich sein.
Ein Wattestäbchen kann auch helfen, aber sei hier besonders vorsichtig. Benutze das Wattestäbchen nur, um das Wasser am Eingang des Gehörgangs aufzusaugen. Stecke das Wattestäbchen niemals tief in den Gehörgang, da du sonst das Trommelfell verletzen oder das Wasser noch weiter hineinschieben könntest.
Manchmal hilft auch Bewegung des Kiefers. Kaue Kaugummi oder bewege deinen Kiefer hin und her. Diese Bewegungen können helfen, den Druck im Ohr auszugleichen und das Wasser zu lösen. Stell dir vor, du gähnst absichtlich, um deine Ohren zu "öffnen".
Wenn nichts hilft: Der Föhn-Trick
Wenn die oben genannten Methoden nicht funktionieren, kannst du einen Föhn verwenden. Stelle den Föhn auf die niedrigste Stufe und halte ihn in einem sicheren Abstand (ca. 30 cm) zum Ohr. Bewege den Föhn hin und her, so dass die warme Luft in das Ohr gelangt. Die Wärme kann helfen, das Wasser zu verdunsten.
Wichtig ist, dass du den Föhn nicht zu heiß einstellst, da dies zu Verbrennungen führen kann. Auch solltest du den Föhn nicht zu lange auf das Ohr richten. Wenige Minuten reichen in der Regel aus.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
In den meisten Fällen ist Wasser im Ohr harmlos und verschwindet von selbst oder mit einfachen Hausmitteln. Es gibt aber Situationen, in denen du einen Arzt aufsuchen solltest. Wenn du Schmerzen im Ohr hast, wenn du Fieber bekommst oder wenn du eine Ohrenentzündung vermutest, solltest du dich unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen.
Auch wenn du nach einigen Tagen immer noch Wasser im Ohr hast und es sich nicht löst, solltest du zum Arzt gehen. In seltenen Fällen kann sich eine Ohrenentzündung entwickeln, wenn Wasser zu lange im Ohr verbleibt. Eine unbehandelte Ohrenentzündung kann zu ernsthaften Problemen führen.
Vorbeugung ist besser als Nachsorge
Es gibt einige Dinge, die du tun kannst, um zu verhindern, dass Wasser überhaupt erst ins Ohr gelangt. Beim Schwimmen kannst du Ohrstöpsel tragen. Ohrstöpsel gibt es in verschiedenen Größen und Materialien. Sie verhindern, dass Wasser in den Gehörgang eindringt.
Nach dem Schwimmen oder Duschen kannst du deine Ohren vorsichtig mit einem Handtuch abtrocknen. Achte darauf, dass du das Handtuch nicht zu tief in den Gehörgang steckst. Es reicht, wenn du die Ohrmuschel und den Eingang des Gehörgangs abtrocknest.
Letztlich ist Wasser im Ohr meistens nur lästig, aber nicht gefährlich. Mit den richtigen Methoden kannst du es schnell und einfach loswerden. Achte auf deinen Körper und suche im Zweifelsfall einen Arzt auf. So bleibst du auf der sicheren Seite und kannst deine Zeit im Wasser unbeschwert genießen!
