Was Tun Wenn Man Den Herzschlag Im Ohr Hört
Was ist das Pochen im Ohr?
Hast du jemals ein rhythmisches Pochen oder Pulsieren in deinem Ohr gehört? Es kann beunruhigend sein, besonders wenn es neu auftritt. Keine Sorge, viele Menschen erleben das. Oft ist es harmlos, aber es ist gut zu wissen, was es sein könnte und wann man einen Arzt aufsuchen sollte. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieses Pochen nicht immer ein direktes Problem mit dem Ohr selbst ist.
Manchmal bezeichnen Ärzte dieses Phänomen als pulsatilen Tinnitus. Der Begriff Tinnitus beschreibt Geräusche, die du im Ohr hörst, die nicht von einer äußeren Quelle stammen. Diese Geräusche können klingeln, summen, pfeifen oder eben auch pochen. Wenn der Tinnitus pulssynchron ist, also im Rhythmus deines Herzschlags, dann sprechen wir von pulsatilem Tinnitus.
Was verursacht das Pochen?
Pulsatiler Tinnitus hat oft eine konkretere Ursache als andere Formen von Tinnitus. Es kann mit Veränderungen im Blutfluss in den Gefäßen im oder in der Nähe des Ohres zusammenhängen. Stell dir vor, du hörst das Rauschen des Blutes, wie ein leises Meeresrauschen in einer Muschel, aber eben rhythmisch. Das Geräusch ist dein Herzschlag, der verstärkt wahrgenommen wird.
Einige häufige Ursachen sind: Erhöhter Blutdruck. Wie beim Sport, wenn dein Herz schneller pumpt, kann sich das auch im Ohr bemerkbar machen. Veränderungen in den Blutgefäßen. Verengungen oder Erweiterungen von Blutgefäßen in der Nähe des Ohres können Turbulenzen im Blutfluss verursachen, die als Pochen wahrgenommen werden. Denke an einen Fluss, der durch eine Engstelle fließt; das Wasser wird schneller und lauter.
Ohrenschmalz. Eine Ansammlung von Ohrenschmalz kann den Schall im Ohr verändern und Geräusche verstärken. Muskelzuckungen. Seltene Muskelzuckungen im Mittelohr können ebenfalls ein pochendes Geräusch verursachen. Anämie. Eisenmangel kann ebenfalls ein Auslöser sein.
Was kann ich selbst tun?
Wenn du das Pochen zum ersten Mal bemerkst, versuche, dich zu entspannen und zu beobachten, ob es von selbst verschwindet. Vermeide laute Geräusche, die das Geräusch verstärken könnten. Überprüfe deinen Blutdruck, wenn du ein Messgerät hast. Versuche, Stress abzubauen, da Stress den Blutdruck erhöhen kann.
Manchmal hilft es, den Kopf zu bewegen oder die Kiefermuskulatur zu entspannen, um zu sehen, ob das Geräusch sich verändert. In einigen Fällen kann es einfach an Verspannungen im Nacken- oder Kieferbereich liegen. Achte auf deine Ernährung und versuche, ausreichend Eisen zu dir zu nehmen.
Wann sollte ich zum Arzt gehen?
Es gibt Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist. Wenn das Pochen im Ohr plötzlich auftritt und anhält, solltest du es abklären lassen. Wenn es von anderen Symptomen begleitet wird, wie z.B. Schwindel, Hörverlust oder Kopfschmerzen, ist ein Arztbesuch dringend erforderlich. Auch wenn das Pochen dein tägliches Leben beeinträchtigt, zum Beispiel weil es dich beim Schlafen oder Konzentrieren stört, solltest du medizinischen Rat einholen.
Der Arzt wird wahrscheinlich eine körperliche Untersuchung durchführen und deine Ohren untersuchen. Er kann auch deinen Blutdruck messen und dich nach deiner Krankengeschichte fragen. In einigen Fällen können weitere Untersuchungen wie eine Audiometrie (Hörtest), eine MRT oder eine CT erforderlich sein, um die Ursache des Pochen zu finden.
Was macht der Arzt?
Die Behandlung hängt von der Ursache des Pochen im Ohr ab. Wenn erhöhter Blutdruck die Ursache ist, kann der Arzt Medikamente zur Senkung des Blutdrucks verschreiben. Bei Ohrenschmalz kann der Arzt das Ohr reinigen. In seltenen Fällen, wenn eine Gefäßanomalie die Ursache ist, kann eine Operation erforderlich sein. Manchmal kann eine Geräuschtherapie helfen, den Tinnitus zu überdecken.
Es ist wichtig zu betonen, dass die meisten Fälle von pulsatilem Tinnitus harmlos sind. Dennoch ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und sicherzustellen, dass keine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt. Ein frühzeitiger Arztbesuch kann helfen, Komplikationen zu vermeiden und die bestmögliche Behandlung zu erhalten.
Denke daran: Du bist nicht allein mit diesem Problem! Viele Menschen erleben ähnliche Symptome.
