Weiße Punkte Unter Der Haut
Was sind Weiße Punkte unter der Haut? Stell dir kleine, weiße Körnchen unter deiner Haut vor. Genau das sind sie meistens! Diese Punkte sind oft harmlos und kein Grund zur Sorge, aber es ist gut zu wissen, was sie sind und woher sie kommen.
Milia: Der häufigste Übeltäter
Die häufigste Ursache für diese weißen Punkte sind Milia. Denk an winzige, mit Keratin gefüllte Zysten. Keratin ist ein Protein, das in Haut, Haaren und Nägeln vorkommt. Milien sind wie kleine, eingeschlossene Hautschüppchen.
Wie entstehen Milien? Stell dir vor, tote Hautzellen werden nicht richtig abgestoßen. Sie sammeln sich in kleinen Taschen unter der Hautoberfläche. Weil sie keinen Ausgang finden, bilden sie diese kleinen, weißen Punkte.
Wo treten Milien auf? Sie sind besonders häufig im Gesicht, besonders um die Augen, auf der Nase und auf den Wangen. Aber sie können auch an anderen Körperstellen vorkommen.
Sind Milien gefährlich? Nein! Sie sind komplett harmlos und verursachen in der Regel keine Schmerzen oder Juckreiz. Oft verschwinden sie von selbst.
Andere mögliche Ursachen
Obwohl Milien die wahrscheinlichste Ursache sind, gibt es noch andere Möglichkeiten, warum du weiße Punkte unter der Haut haben könntest:
- Talgdrüsenhyperplasie: Vergrößerte Talgdrüsen, die als kleine, gelblich-weiße Beulen erscheinen können. Sie sind oft um einen Haarfollikel herum angeordnet.
- Komedonen (Mitesser): Obwohl Mitesser meist schwarz sind, können geschlossene Komedonen (Whiteheads) als kleine, weiße Punkte unter der Haut erscheinen. Sie sind verstopfte Poren.
- Pickel: Entzündete Pickel können auch als weiße Punkte beginnen, bevor sie sich rot und entzündet entwickeln.
- Hautpilz (selten): In seltenen Fällen kann eine Pilzinfektion der Haut kleine, weiße Punkte verursachen. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, wenn die Punkte nicht jucken oder sich ausbreiten.
Was tun gegen Weiße Punkte?
Hier sind ein paar Tipps, was du gegen weiße Punkte unter der Haut tun kannst:
- Abwarten: Oft verschwinden Milien von selbst, besonders bei Babys.
- Sanfte Reinigung: Reinige dein Gesicht sanft mit einem milden Reinigungsmittel. Rubbeln oder starkes Schrubben kann die Haut reizen und die Situation verschlimmern.
- Peeling: Ein sanftes Peeling (chemisch oder mechanisch) kann helfen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Entstehung von Milien zu verhindern. Achte darauf, dass du es nicht übertreibst! Einmal pro Woche reicht oft aus.
- Retinoide: Retinoide (z.B. Retinol) können helfen, die Hauterneuerung anzuregen und verstopfte Poren zu öffnen. Sie sollten jedoch vorsichtig verwendet werden, da sie die Haut reizen können. Beginne mit einer niedrigen Konzentration und verwende sie nur abends.
- Nicht ausdrücken! Auch wenn es verlockend ist, solltest du die weißen Punkte nicht ausdrücken. Das kann zu Entzündungen, Narbenbildung und Infektionen führen.
- Professionelle Entfernung: Wenn die weißen Punkte dich stören oder nicht von selbst verschwinden, kannst du sie von einem Hautarzt oder einer Kosmetikerin entfernen lassen. Dies kann durch Ausdrücken (mit sterilen Instrumenten), Nadelepilation oder Laserbehandlung erfolgen.
Wann zum Arzt? In den meisten Fällen sind weiße Punkte unter der Haut harmlos und müssen nicht behandelt werden. Du solltest jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn:
- Die weißen Punkte sehr zahlreich sind und sich ausbreiten.
- Sie jucken, schmerzen oder entzündet sind.
- Du dir unsicher bist, was die weißen Punkte verursacht.
Denk daran: Eine gute Hautpflege, bestehend aus sanfter Reinigung, Peeling (in Maßen) und Feuchtigkeitspflege, kann helfen, das Auftreten von weißen Punkten unter der Haut zu reduzieren und deine Haut gesund und strahlend zu halten!
