Welche Meningokokken Impfungen Gibt Es
Meningokokken-Impfungen schützen vor Krankheiten, die durch Meningokokken-Bakterien verursacht werden. Diese Bakterien können schwere Infektionen wie Meningitis (Hirnhautentzündung) und Sepsis (Blutvergiftung) auslösen. Beides kann sehr gefährlich sein, besonders für Kinder und Jugendliche.
Was sind Meningokokken?
Meningokokken sind Bakterien. Es gibt verschiedene Gruppen, sogenannte Serogruppen. Die wichtigsten in Deutschland sind A, B, C, W und Y. Diese Gruppen verursachen die meisten Erkrankungen. Man kann sich anstecken, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Die Bakterien verbreiten sich dann über Tröpfcheninfektion.
Welche Meningokokken Impfungen gibt es?
Es gibt verschiedene Impfstoffe, die vor unterschiedlichen Meningokokken-Gruppen schützen. Welche Impfung empfohlen wird, hängt von Alter und Gesundheitszustand ab.
1. Meningokokken C-Konjugatimpfstoff: Dieser Impfstoff schützt vor der Meningokokken-Gruppe C. In Deutschland wird diese Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder im Alter von 12 Monaten empfohlen. Früher war diese Impfung Standard. Heute werden oft andere Impfstoffe vorgezogen, die gegen mehrere Gruppen gleichzeitig schützen.
2. Meningokokken ACWY-Konjugatimpfstoffe: Diese Impfstoffe schützen vor vier Gruppen: A, C, W und Y. Sie werden oft für Jugendliche und Erwachsene empfohlen, besonders wenn sie in Risikogebiete reisen oder bestimmte Vorerkrankungen haben. Ein Beispiel: Ein Jugendlicher plant eine Schüleraustauschreise in ein Land, in dem Meningokokken W häufiger vorkommen. Dann wäre diese Impfung sinnvoll.
3. Meningokokken B-Impfstoff: Dieser Impfstoff schützt vor der Meningokokken-Gruppe B. Die Gruppe B ist in Deutschland die häufigste Ursache für Meningokokken-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Die STIKO empfiehlt diese Impfung nicht generell für alle Kinder, aber sie kann für bestimmte Risikogruppen oder auf individuellen Wunsch durchgeführt werden. Eltern, die ihr Kind impfen lassen möchten, sollten sich von ihrem Kinderarzt beraten lassen.
4. Kombinationsimpfstoffe: Es gibt auch Kombinationsimpfstoffe, die beispielsweise gegen Meningokokken A, C, W, Y und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) schützen. Diese Impfstoffe können die Anzahl der notwendigen Injektionen reduzieren.
Für wen sind die Impfungen wichtig?
Besonders wichtig sind Meningokokken-Impfungen für:
- Säuglinge und Kleinkinder: Sie haben ein höheres Risiko, an einer Meningokokken-Erkrankung zu erkranken.
- Jugendliche: In dieser Altersgruppe gibt es oft mehr Kontakte und somit eine höhere Ansteckungsgefahr.
- Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: Beispielsweise Menschen ohne Milz oder mit einem geschwächten Immunsystem.
- Reisende: Wer in Gebiete reist, in denen bestimmte Meningokokken-Gruppen häufiger vorkommen, sollte sich impfen lassen. Ein Beispiel wäre die "Meningitis-Gürtel" Region in Afrika.
Wie werden die Impfungen verabreicht?
Die Impfungen werden in der Regel als Spritze in den Muskel verabreicht. Je nach Impfstoff sind mehrere Dosen notwendig, um einen vollständigen Schutz aufzubauen. Der Arzt wird über den genauen Impfplan informieren.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei allen Impfungen kann es auch bei Meningokokken-Impfungen zu Nebenwirkungen kommen. Diese sind meist mild und vorübergehend. Dazu gehören zum Beispiel Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder Kopfschmerzen. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.
Wichtige Hinweise
- Sprich mit deinem Arzt oder Kinderarzt über die empfohlenen Impfungen und den Impfplan.
- Informiere dich über die verschiedenen Impfstoffe und ihre Vor- und Nachteile.
- Lass dich impfen, um dich und andere vor schweren Meningokokken-Erkrankungen zu schützen.
Wichtig: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sprich immer mit deinem Arzt, um die beste Entscheidung für deine Gesundheit zu treffen.
Zusammenfassend: Meningokokken-Impfungen sind ein wichtiger Schutz vor lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Auswahl des richtigen Impfstoffs hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Alter, Gesundheitszustand und Reiseplänen. Lass dich von deinem Arzt beraten!
