Wie äußert Sich Eine Gallenkolik
Was ist eine Gallenkolik?
Eine Gallenkolik ist ein plötzlicher, heftiger Schmerz im Oberbauch. Sie wird meist durch einen Gallenstein verursacht. Dieser Stein blockiert den Gallengang. Der Gallengang transportiert die Galle von der Gallenblase in den Dünndarm.
Die Galle ist eine Verdauungsflüssigkeit. Sie wird von der Leber produziert. Die Gallenblase speichert und konzentriert die Galle. Eine Blockade führt zu einem Rückstau und krampfartigen Schmerzen.
Wie äußert sich eine Gallenkolik?
Das Hauptsymptom ist ein starker Schmerz. Dieser Schmerz tritt typischerweise im rechten Oberbauch auf. Er kann sich auch in den Rücken, die rechte Schulter oder die rechte Seite des Brustkorbs ausbreiten. Der Schmerz kommt in Wellen.
Der Schmerz einer Gallenkolik wird oft als krampfartig oder stechend beschrieben. Er kann sehr intensiv sein. Betroffene beschreiben ihn oft als unerträglich. Die Schmerzen dauern in der Regel zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden.
Weitere Symptome einer Gallenkolik
Neben den starken Schmerzen können weitere Symptome auftreten. Dazu gehören Übelkeit und Erbrechen. Auch Blähungen und Völlegefühl sind möglich. Einige Menschen verspüren auch Unruhe.
Manchmal kommt es zu einer Gelbfärbung der Haut und der Augen. Dies nennt man Gelbsucht. Gelbsucht tritt auf, wenn der Gallengang vollständig blockiert ist. Dadurch gelangt Bilirubin ins Blut. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder Mensch mit Gallensteinen eine Gallenkolik entwickelt. Viele Menschen haben Gallensteine, ohne es zu wissen. Diese Gallensteine verursachen keine Beschwerden. Diese werden oft zufällig bei einer Untersuchung gefunden.
Auslöser einer Gallenkolik
Gallenkoliken werden oft durch fette Mahlzeiten ausgelöst. Fette Speisen stimulieren die Gallenblase. Die Gallenblase zieht sich zusammen. Sie presst die Galle in den Dünndarm. Wenn ein Gallenstein den Gallengang blockiert, entsteht eine Kolik.
Auch große Mahlzeiten können eine Gallenkolik auslösen. Diese belasten das Verdauungssystem. Bestimmte Lebensmittel, wie z.B. Eier oder Kohl, können ebenfalls Beschwerden verursachen. Die Auslöser können von Person zu Person unterschiedlich sein.
Was tun bei einer Gallenkolik?
Bei Verdacht auf eine Gallenkolik sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Starke Schmerzen im Bauchraum sind immer ein Warnsignal. Der Arzt kann die Ursache der Beschwerden feststellen. Er kann eine geeignete Behandlung einleiten.
Die Behandlung einer Gallenkolik zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern. Auch die Ursache der Blockade muss beseitigt werden. In der akuten Phase werden oft Schmerzmittel und krampflösende Medikamente eingesetzt.
Langfristig kann eine Operation notwendig sein. Bei dieser Operation wird die Gallenblase entfernt. Dieser Eingriff nennt man Cholezystektomie. Die Gallenblase ist nicht lebensnotwendig. Der Körper kann auch ohne Gallenblase funktionieren.
Diagnose einer Gallenkolik
Die Diagnose basiert auf der Beschreibung der Symptome. Der Arzt wird eine körperliche Untersuchung durchführen. Auch bildgebende Verfahren können eingesetzt werden. Ein Ultraschall ist oft die erste Wahl.
Mit einem Ultraschall kann man Gallensteine gut erkennen. Auch Entzündungen der Gallenblase können erkannt werden. In manchen Fällen sind weitere Untersuchungen notwendig. Dazu gehören eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT).
Vorbeugung von Gallenkoliken
Es gibt keine sichere Methode, um Gallenkoliken zu verhindern. Eine gesunde Lebensweise kann jedoch das Risiko verringern. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung. Auch regelmäßige Bewegung ist wichtig. Übergewicht sollte vermieden werden.
Eine fettarme Ernährung kann helfen. Sie reduziert die Belastung der Gallenblase. Auch regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig. Vermeiden Sie große Mahlzeiten und lange Pausen zwischen den Mahlzeiten. Trinken Sie ausreichend Wasser.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Gallenkolik ist ein schmerzhaftes Ereignis. Sie wird meist durch Gallensteine verursacht. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig. Sie können Komplikationen verhindern.
