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Wie Bekommt Man B Streptokokken


Wie Bekommt Man B Streptokokken

Stell dir vor, du bist schwanger und voller Vorfreude auf dein Baby. Plötzlich hörst du etwas von "B-Streptokokken". Keine Panik! Viele werdende Mütter haben davon gehört und viele sind auch positiv getestet. In diesem Artikel erklären wir dir alles Wichtige, was du über B-Streptokokken während der Schwangerschaft wissen musst. Wir reden darüber, was sie sind, wie man sie bekommt, wie sie getestet werden und was man dagegen tun kann – alles so, dass du es gut verstehst und keine Angst haben musst.

Was sind B-Streptokokken überhaupt?

B-Streptokokken (oder auch kurz GBS für Gruppe-B-Streptokokken) sind Bakterien, die bei vielen Menschen vorkommen, ohne dass sie es merken. Ungefähr 10-30% aller Schwangeren tragen diese Bakterien in sich, meistens im Darm oder in der Scheide.

Wichtig zu wissen: B-Streptokokken sind keine Geschlechtskrankheit! Du hast sie dir nicht durch Sex geholt. Sie gehören einfach zur normalen Bakterienflora, wie viele andere Bakterien auch, die in und auf unserem Körper leben.

Für dich als Schwangere sind sie meistens harmlos. Du merkst oft gar nichts davon. Aber für dein Baby können sie während der Geburt ein Risiko darstellen. Deshalb ist es so wichtig, dass du dich testen lässt.

Wie bekommt man B-Streptokokken?

Hier kommt die gute Nachricht: Du "bekommst" B-Streptokokken nicht im eigentlichen Sinne, wie du dir eine Erkältung einfangen würdest. Sie sind, wie schon gesagt, oft schon Teil deiner natürlichen Bakterienbesiedlung. Manchmal kommen sie, manchmal gehen sie wieder.

Es gibt keine bestimmten Verhaltensweisen, die dazu führen, dass du sie "bekommst". Du kannst dich nicht davor schützen, sie zu haben, und du kannst auch niemanden damit "anstecken".

Denk daran: Viele Frauen haben B-Streptokokken, ohne es zu wissen. Es ist also nichts, wofür du dich schämen musst oder worüber du dir Sorgen machen solltest. Es ist einfach etwas, das man wissen und behandeln muss, wenn es relevant ist.

Wie werden B-Streptokokken festgestellt?

Dein Arzt oder deine Hebamme wird dir zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche einen Test auf B-Streptokokken anbieten. Das ist ein ganz einfacher und schmerzloser Abstrich, der von der Scheide und vom After genommen wird.

Der Abstrich wird dann ins Labor geschickt, wo untersucht wird, ob B-Streptokokken vorhanden sind. Das Ergebnis dauert meistens ein paar Tage.

Wichtig: Auch wenn du bei einer früheren Schwangerschaft positiv auf B-Streptokokken getestet wurdest, musst du dich in jeder neuen Schwangerschaft erneut testen lassen. Der Status kann sich nämlich ändern.

Was passiert, wenn der Test positiv ist?

Wenn dein Test positiv ist, bedeutet das, dass B-Streptokokken bei dir nachgewiesen wurden. Aber keine Panik! Das ist noch lange kein Grund zur Sorge. Es bedeutet lediglich, dass du während der Geburt Antibiotika bekommen wirst.

Warum Antibiotika? Die Antibiotika sollen verhindern, dass sich dein Baby während der Geburt mit den Bakterien ansteckt. Die Ansteckung kann nämlich passieren, wenn das Baby durch den Geburtskanal kommt.

Wie werden die Antibiotika verabreicht? Du bekommst die Antibiotika als Infusion während der Geburt, meistens Penicillin. Die Infusion wird in der Regel alle vier Stunden wiederholt, bis dein Baby geboren ist.

Sind die Antibiotika schädlich für mein Baby? Penicillin ist ein sehr gut verträgliches Antibiotikum, das seit vielen Jahren in der Schwangerschaft eingesetzt wird. Es ist nicht schädlich für dein Baby. Der Nutzen, dein Baby vor einer Ansteckung mit B-Streptokokken zu schützen, ist deutlich größer als das geringe Risiko durch die Antibiotika.

Welche Risiken bestehen für das Baby?

Wenn sich dein Baby während der Geburt mit B-Streptokokken ansteckt, kann es in seltenen Fällen zu einer Infektion kommen. Diese Infektion kann sich unterschiedlich äußern, zum Beispiel als:

  • Lungenentzündung
  • Hirnhautentzündung
  • Blutvergiftung

Diese Infektionen sind sehr selten, aber sie können schwerwiegend sein. Deshalb ist es so wichtig, dass du dich testen lässt und im Falle eines positiven Tests Antibiotika während der Geburt bekommst.

Die gute Nachricht: Durch die Antibiotika während der Geburt wird das Risiko einer Ansteckung des Babys deutlich reduziert. Die meisten Babys, deren Mütter positiv auf B-Streptokokken getestet wurden und Antibiotika bekommen haben, sind völlig gesund.

Was, wenn ich eine Hausgeburt plane?

Wenn du eine Hausgeburt planst, solltest du das Thema B-Streptokokken unbedingt mit deiner Hebamme besprechen. Sie kann dich über die Risiken und Vorteile einer Antibiotikatherapie während der Geburt informieren.

In der Regel wird bei einer Hausgeburt keine Antibiotikatherapie durchgeführt. Es gibt aber auch hier Ausnahmen, zum Beispiel wenn du bereits ein Kind mit einer B-Streptokokken-Infektion hattest. Sprich am besten offen mit deiner Hebamme darüber, damit ihr gemeinsam eine Entscheidung treffen könnt, die für dich und dein Baby am besten ist.

Gibt es Alternativen zu Antibiotika?

Es gibt einige alternative Behandlungsmethoden, die von manchen Frauen angewendet werden, um B-Streptokokken zu bekämpfen, zum Beispiel:

  • Knoblauchzäpfchen
  • Probiotika
  • Bestimmte Kräuter

Es ist wichtig zu wissen, dass die Wirksamkeit dieser alternativen Methoden nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Die Schulmedizin empfiehlt daher weiterhin die Antibiotikatherapie während der Geburt als die sicherste Methode, um das Baby vor einer Ansteckung zu schützen.

Wenn du alternative Behandlungsmethoden in Erwägung ziehst, solltest du das unbedingt mit deinem Arzt oder deiner Hebamme besprechen. Sie können dich über die Vor- und Nachteile informieren und dir helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Was kann ich tun, um mich vor B-Streptokokken zu schützen?

Wie bereits erwähnt, kannst du dich nicht aktiv vor B-Streptokokken schützen. Sie sind oft Teil deiner natürlichen Bakterienbesiedlung und kommen und gehen, wie sie wollen.

Das Wichtigste ist, dass du dich zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche testen lässt und dich im Falle eines positiven Tests an die Empfehlungen deines Arztes oder deiner Hebamme hältst.

Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung kann dein Immunsystem stärken und dir helfen, mit den Bakterien besser umzugehen. Aber es gibt keine Garantie, dass du dadurch B-Streptokokken vermeidest.

Zusammenfassung: Das Wichtigste in Kürze

  • B-Streptokokken sind Bakterien, die bei vielen Schwangeren vorkommen.
  • Sie sind meistens harmlos für dich, können aber für dein Baby gefährlich sein.
  • Du bekommst sie nicht durch bestimmte Verhaltensweisen und kannst dich nicht aktiv davor schützen.
  • Zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche wird ein Abstrich gemacht, um zu testen, ob du B-Streptokokken hast.
  • Wenn der Test positiv ist, bekommst du während der Geburt Antibiotika, um dein Baby zu schützen.
  • Die Antibiotika sind in der Regel gut verträglich und senken das Risiko einer Ansteckung des Babys deutlich.

Deine Fragen sind wichtig!

Wenn du noch Fragen zu B-Streptokokken hast, scheue dich nicht, deinen Arzt oder deine Hebamme zu fragen. Sie sind da, um dich zu unterstützen und dir alle deine Fragen zu beantworten. Je besser du informiert bist, desto entspannter kannst du deine Schwangerschaft und die Geburt genießen.

Denk daran: Du bist nicht allein! Viele Schwangere haben B-Streptokokken. Mit der richtigen Behandlung kannst du dein Baby schützen und eine gesunde Schwangerschaft genießen.

Weitere hilfreiche Informationen

Neben der Beratung durch deinen Arzt oder deine Hebamme, gibt es viele vertrauenswürdige Quellen im Internet, die dir weitere Informationen zu B-Streptokokken und Schwangerschaft geben können. Achte aber darauf, dass die Informationen von seriösen Seiten stammen und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Ein letzter Gedanke für dich

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit voller Veränderungen und neuer Erfahrungen. Es ist ganz normal, dass du dir Sorgen machst und Fragen hast. Vertraue deinem Körper, höre auf dein Bauchgefühl und scheue dich nicht, Hilfe und Unterstützung anzunehmen. Du schaffst das!

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