Wie Entstehen Zysten Im Unterleib
Was sind Zysten im Unterleib?
Zysten im Unterleib sind flüssigkeitsgefüllte Säcke. Sie können sich an verschiedenen Organen bilden. Häufig treten sie an den Eierstöcken bei Frauen auf. Manchmal entstehen sie auch an anderen Organen wie den Eileitern oder der Gebärmutter.
Eine Zyste ist im Grunde eine Blase. Diese Blase ist mit Flüssigkeit gefüllt. Die Grösse kann variieren. Manche Zysten sind sehr klein. Andere können mehrere Zentimeter gross werden.
Wie entstehen Zysten an den Eierstöcken?
Die häufigste Ursache für Zysten im Unterleib bei Frauen sind funktionelle Zysten an den Eierstöcken. Diese entstehen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus. Genauer gesagt, wenn die Eibläschen (Follikel) nicht platzen oder sich nach dem Eisprung nicht richtig zurückbilden.
Während des Menstruationszyklus reift in einem Follikel eine Eizelle heran. Normalerweise platzt der Follikel beim Eisprung. Die Eizelle wird freigesetzt. Manchmal platzt der Follikel aber nicht. Er füllt sich weiter mit Flüssigkeit und wird zu einer Follikelzyste. Das ist ein Beispiel für eine funktionelle Zyste.
Es gibt auch die Gelbkörperzyste. Sie entsteht, nachdem die Eizelle freigesetzt wurde. Der leere Follikel wird zum Gelbkörper. Der Gelbkörper produziert Hormone. Wenn sich der Gelbkörper mit Flüssigkeit füllt und nicht richtig zurückbildet, entsteht eine Gelbkörperzyste. Funktionelle Zysten sind in der Regel harmlos und verschwinden oft von selbst.
Andere Arten von Zysten im Unterleib
Neben funktionellen Zysten gibt es noch andere Arten. Diese haben unterschiedliche Ursachen. Endometriosezysten (auch Schokoladenzysten genannt) entstehen bei Endometriose. Dabei wächst Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter.
Dermoidzysten (Teratome) sind eine weitere Art. Sie sind angeboren. Sie können verschiedene Gewebearten enthalten, wie Haare, Zähne oder Haut. Diese Zysten sind in der Regel gutartig. Sie können aber manchmal operativ entfernt werden.
Es gibt auch Zystadenome. Diese entstehen aus dem Gewebe der Eierstöcke. Sie können flüssigkeitsgefüllt sein. In seltenen Fällen können sie bösartig werden. Deshalb werden sie oft operativ entfernt und untersucht.
Symptome von Zysten im Unterleib
Viele Zysten verursachen keine Symptome. Sie werden oft zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Grössere Zysten können jedoch Beschwerden verursachen. Dazu gehören Unterbauchschmerzen, Blähungen oder ein Druckgefühl im Bauch.
Manchmal können Zysten zu unregelmässigen Blutungen führen. Bei einer geplatzten Zyste kann es zu plötzlichen, starken Schmerzen kommen. In seltenen Fällen kann es zu einer Eierstocktorsion kommen. Dabei dreht sich der Eierstock um seine eigene Achse. Das führt zu starken Schmerzen und kann eine Notoperation erforderlich machen.
Diagnose und Behandlung
Zysten im Unterleib werden meistens durch eine Ultraschalluntersuchung diagnostiziert. Dabei kann der Arzt die Grösse, Form und Lage der Zyste beurteilen. Manchmal sind weitere Untersuchungen notwendig. Dazu gehört eine Blutuntersuchung oder eine MRT-Untersuchung.
Die Behandlung hängt von der Art, Grösse und den Symptomen der Zyste ab. Funktionelle Zysten verschwinden oft von selbst. Der Arzt kann abwarten und die Zyste beobachten. Bei grösseren oder symptomatischen Zysten kann eine hormonelle Behandlung (z.B. die Pille) versucht werden. Sie kann das Wachstum neuer Zysten verhindern.
In manchen Fällen ist eine Operation notwendig. Das ist der Fall bei sehr grossen Zysten, Zysten, die Schmerzen verursachen, oder Zysten, die verdächtig aussehen. Die Operation kann minimalinvasiv (Laparoskopie) oder durch einen offenen Bauchschnitt erfolgen.
Wichtige Hinweise
Regelmässige gynäkologische Untersuchungen sind wichtig. Sie helfen, Zysten frühzeitig zu erkennen. Wenn Sie Unterbauchschmerzen haben oder Veränderungen in Ihrem Menstruationszyklus feststellen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. So können mögliche Ursachen abgeklärt und behandelt werden.
