Wie Fühlt Sich Eine Prellung An
Eine Prellung (auch Kontusion genannt) ist eine Verletzung des Körpers, bei der kleine Blutgefäße unter der Hautoberfläche beschädigt werden. Das führt zu Blutungen im Gewebe.
Was passiert bei einer Prellung?
Stellen Sie sich vor, Sie stoßen sich heftig am Tischbein. Der Stoß beschädigt die kleinen Blutgefäße, die direkt unter der Haut liegen. Aus diesen Gefäßen tritt Blut aus. Da die Haut aber intakt bleibt, kann das Blut nicht nach außen abfließen. Es sammelt sich stattdessen im umliegenden Gewebe.
Dieses Blut im Gewebe ist der Grund für die typischen Symptome einer Prellung. Der Körper beginnt, das Blut abzubauen, was zu den Farbveränderungen führt, die wir beobachten können.
Wie fühlt sich eine Prellung an?
Das Gefühl einer Prellung kann unterschiedlich sein, je nach Schwere der Verletzung. Hier sind einige typische Empfindungen:
- Schmerz: Eine frische Prellung ist oft schmerzhaft. Der Schmerz kann dumpf, stechend oder pochend sein. Bei Bewegung oder Berührung verstärkt er sich oft.
- Druckempfindlichkeit: Die betroffene Stelle ist sehr empfindlich auf Berührung. Schon leichter Druck kann unangenehm sein.
- Schwellung: Durch das ausgetretene Blut schwillt das Gewebe an. Die Schwellung kann klein sein oder sich über einen größeren Bereich ausdehnen.
- Wärme: Die Haut über der Prellung kann sich warm anfühlen, da der Körper versucht, die Verletzung zu reparieren.
- Bewegungseinschränkung: Wenn die Prellung an einem Gelenk oder Muskel liegt, kann die Bewegung eingeschränkt und schmerzhaft sein.
Die Farbe einer Prellung
Die Farbe einer Prellung verändert sich im Laufe der Zeit, da der Körper das Blut abbaut. Diese Farbveränderungen sind typisch:
- Rot oder Blau: Direkt nach der Verletzung ist die Stelle oft rot oder blau, da frisches Blut aus den beschädigten Gefäßen austritt.
- Violett oder Dunkelblau: Nach einigen Tagen wird die Prellung violett oder dunkelblau.
- Grün: Nach etwa einer Woche beginnt die Prellung, sich grünlich zu verfärben. Das liegt daran, dass das Hämoglobin im Blut abgebaut wird.
- Gelb oder Braun: Schließlich wird die Prellung gelb oder braun, bevor sie vollständig verschwindet.
Was tun bei einer Prellung?
Es gibt einige einfache Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Heilung einer Prellung zu unterstützen:
- PECH-Regel: Pause, Eis (Kühlen), Compression (Druckverband), Hochlagern. Diese Regel hilft, Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren.
- Kühlen: Legen Sie sofort nach der Verletzung Eis oder einen Kühlpack auf die betroffene Stelle. Wickeln Sie das Eis in ein Tuch, um Hautirritationen zu vermeiden.
- Schmerzmittel: Bei Bedarf können Sie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Beachten Sie die Packungsbeilage.
- Salben: Es gibt spezielle Salben, die die Durchblutung fördern und den Abbau des Blutes beschleunigen können.
Wann zum Arzt?
In den meisten Fällen heilt eine Prellung von selbst ab. Es gibt jedoch Situationen, in denen Sie einen Arzt aufsuchen sollten:
- Starke Schmerzen: Wenn die Schmerzen sehr stark sind oder sich nicht bessern.
- Bewegungseinschränkung: Wenn Sie die betroffene Stelle nicht mehr bewegen können.
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln: Wenn Sie ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln in der betroffenen Region verspüren.
- Häufige Prellungen: Wenn Sie häufig ohne ersichtlichen Grund Prellungen bekommen.
- Kopfverletzung: Bei Prellungen nach einer Kopfverletzung sollte man immer einen Arzt aufsuchen, um schwerwiegendere Verletzungen auszuschließen.
Eine Prellung ist in der Regel harmlos und heilt innerhalb weniger Wochen ab. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie den Heilungsprozess unterstützen und die Beschwerden lindern.
