Wie Lange Dauert Die Ausbildung Zum Lokführer
Lokführer werden: Wie lange dauert die Ausbildung?
Du interessierst dich für Züge und Technik? Vielleicht träumst du sogar davon, selbst einmal einen Zug zu steuern? Dann ist der Beruf Lokführer vielleicht genau das Richtige für dich. Aber wie lange dauert es eigentlich, bis man Lokführer ist?
Die Ausbildungsdauer kann variieren. Generell kann man sagen, dass die Ausbildung zum Lokführer (genauer: Eisenbahner im Betriebsdienst – Lokführer und Transport) zwischen 12 und 36 Monaten dauert.
Was bedeutet Ausbildung zum Lokführer?
Zuerst einmal müssen wir klären, was genau mit "Ausbildung zum Lokführer" gemeint ist. Es handelt sich um eine duale Ausbildung oder eine Umschulung. Das bedeutet, dass du sowohl theoretisches Wissen in einer Schule oder einem Schulungszentrum erwirbst, als auch praktische Erfahrungen im Betrieb sammelst.
Stell dir vor, du machst deinen Führerschein. Du lernst in der Fahrschule die Verkehrsregeln (Theorie) und fährst dann mit deinem Fahrlehrer (Praxis). Ähnlich ist es bei der Lokführerausbildung.
Die Duale Ausbildung: Der klassische Weg
Die duale Ausbildung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Der offizielle Name ist Eisenbahner im Betriebsdienst – Lokführer und Transport. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre.
In dieser Zeit bist du abwechselnd in der Berufsschule und im Betrieb. In der Berufsschule lernst du alles über Technik, Signalwesen, Streckenkunde und Sicherheitsbestimmungen. Im Betrieb wendest du dein Wissen dann praktisch an. Du begleitest erfahrene Lokführer und lernst, wie man Züge vorbereitet, fährt und überwacht.
Denke an eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Dort lernst du auch theoretisch und praktisch, wie Autos funktionieren und repariert werden. Die Lokführerausbildung ist ähnlich aufgebaut.
Die Umschulung: Der schnellere Weg
Viele Wege führen zum Ziel. Wenn du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, gibt es die Möglichkeit einer Umschulung zum Lokführer. Die Umschulung dauert in der Regel zwischen 9 und 18 Monaten.
Eine Umschulung ist kürzer, weil du bereits Berufserfahrung und grundlegendes Wissen mitbringst. Der Fokus liegt stärker auf den spezifischen Inhalten, die für den Lokführerberuf relevant sind. Du lernst also schneller und intensiver.
Stell dir vor, du hast bereits eine Ausbildung zum Elektriker gemacht. Eine Umschulung zum Elektroniker für Betriebstechnik würde kürzer dauern, da du schon viel Vorwissen hast. So ähnlich verhält es sich auch bei der Lokführer-Umschulung.
Was beeinflusst die Ausbildungsdauer?
Verschiedene Faktoren können die Ausbildungsdauer beeinflussen. Dazu gehören:
- Vorbildung: Wie bereits erwähnt, kann eine abgeschlossene Berufsausbildung die Ausbildungsdauer verkürzen.
- Anbieter: Die Ausbildungsdauer kann je nach Anbieter variieren. Private Schulungszentren bieten oft kürzere Umschulungen an.
- Vollzeit oder Teilzeit: Eine Vollzeitausbildung ist in der Regel schneller abgeschlossen als eine Teilzeitausbildung.
Prüfungen und Zertifikate
Am Ende deiner Ausbildung musst du eine Prüfung ablegen. Diese besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Wenn du die Prüfung bestehst, erhältst du den Triebfahrzeugführerschein (TfV). Dieser Schein berechtigt dich, Züge zu fahren.
Außerdem erhältst du in der dualen Ausbildung den Abschluss als Eisenbahner im Betriebsdienst – Lokführer und Transport. Dieser Abschluss ist staatlich anerkannt und öffnet dir viele Türen.
Zusammenfassung
Die Ausbildung zum Lokführer ist eine spannende und anspruchsvolle Herausforderung. Die Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, liegt aber meist zwischen 12 und 36 Monaten. Egal für welchen Weg du dich entscheidest, du wirst umfassend auf deine zukünftige Tätigkeit vorbereitet.
Mit dem bestandenen Triebfahrzeugführerschein und dem entsprechenden Abschluss steht deiner Karriere als Lokführer nichts mehr im Weg.
