Wie Lange Dauert Hand Mund Fuß
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMD) ist eine ansteckende Viruserkrankung, die hauptsächlich Säuglinge und Kinder unter 10 Jahren betrifft. Sie zeichnet sich durch einen Ausschlag mit Bläschen an Händen, Füßen und im Mund aus. Aber wie lange dauert es, bis diese Krankheit überstanden ist?
Typischerweise dauert die Hand-Fuß-Mund-Krankheit etwa 7 bis 10 Tage. Der Krankheitsverlauf lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen. Zuerst gibt es die Inkubationszeit.
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt in der Regel 3 bis 6 Tage. In dieser Zeit bemerken Sie nichts. Ihr Kind ist aber bereits ansteckend.
Danach beginnen die ersten Symptome. Diese sind oft unspezifisch. Dazu gehören Fieber, Halsschmerzen, Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein. Einige Kinder klagen auch über Bauchschmerzen.
Nach ein bis zwei Tagen entwickelt sich der typische Ausschlag. Er beginnt als kleine rote Punkte, die sich schnell zu Bläschen entwickeln. Diese Bläschen treten hauptsächlich an den Handflächen, Fußsohlen und im Mund auf. Sie können aber auch an Knien, Ellbogen, Gesäß und im Genitalbereich vorkommen.
Die Bläschen im Mund sind besonders schmerzhaft und können das Essen und Trinken erschweren. Es ist wichtig, dass Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, auch wenn es schmerzt. Kalte Getränke und weiche Speisen sind oft angenehmer.
Die Bläschen platzen in der Regel nach einigen Tagen auf und bilden kleine Geschwüre. Diese Geschwüre heilen innerhalb von etwa einer Woche ab. Während dieser Zeit ist Ihr Kind weiterhin ansteckend.
Die Ansteckungsgefahr ist am höchsten in der ersten Woche der Erkrankung. Sie besteht aber so lange, wie Bläschen vorhanden sind, auch nachdem sie aufgeplatzt sind. Die Viren können auch noch einige Wochen nach Abklingen der Symptome im Stuhl ausgeschieden werden.
Was können Sie tun? Es gibt keine spezifische Behandlung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Spezielle Gels oder Spülungen können die Schmerzen im Mundbereich reduzieren.
Wichtig ist, auf eine gute Hygiene zu achten, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Waschen Sie sich und Ihrem Kind regelmäßig die Hände mit Seife. Vermeiden Sie engen Kontakt mit anderen Kindern, insbesondere in den ersten Tagen der Erkrankung. Reinigen Sie Spielzeug und Oberflächen, die Ihr Kind berührt, regelmäßig.
Wann zum Arzt? In den meisten Fällen verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit harmlos. Wenn Ihr Kind jedoch hohes Fieber hat, sich stark dehydriert fühlt oder die Symptome sich verschlimmern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch bei Säuglingen unter sechs Monaten ist ein Arztbesuch ratsam.
Praktische Anwendung: Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zeigt, informieren Sie die Betreuungseinrichtung (Kita, Schule) umgehend. Halten Sie Ihr Kind zu Hause, bis die Bläschen verkrustet sind. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr und lindern Sie die Schmerzen mit geeigneten Mitteln. Durch diese Maßnahmen schützen Sie andere und helfen Ihrem Kind, die Krankheit gut zu überstehen.
