Wie Lange Dauert Tubenkatarrh Bei Erwachsenen
Ein Tubenkatarrh, oft auch als Mittelohrentzündung mit Erguss bezeichnet, ist eine Entzündung der Eustachischen Röhre (auch Ohrtrompete genannt). Diese Röhre verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum. Sie sorgt normalerweise für einen Druckausgleich im Ohr.
Was passiert bei einem Tubenkatarrh?
Bei einem Tubenkatarrh schwillt die Schleimhaut der Eustachischen Röhre an. Das kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:
- Eine Erkältung
- Eine Grippe
- Allergien
Durch die Schwellung wird die Röhre verengt oder sogar ganz verschlossen. Dadurch kann der Druck im Mittelohr nicht mehr richtig ausgeglichen werden. Es entsteht ein Unterdruck im Mittelohr, was zu Beschwerden führt. Oft sammelt sich auch Flüssigkeit (ein Erguss) im Mittelohr an.
Wie lange dauert ein Tubenkatarrh bei Erwachsenen?
Die Dauer eines Tubenkatarrhs ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie hängt von der Ursache, der Schwere der Entzündung und der individuellen Konstitution ab. Im Allgemeinen kann man aber sagen:
- Akuter Tubenkatarrh: Dieser klingt oft innerhalb von einigen Tagen bis zu einer Woche von selbst ab. Oftmals verbessert sich die Situation, sobald die zugrundeliegende Erkältung oder Grippe abklingt.
- Chronischer Tubenkatarrh: Wenn die Beschwerden länger als drei Monate anhalten, spricht man von einem chronischen Tubenkatarrh. Dieser kann hartnäckiger sein und eine längere Behandlung erfordern.
Es ist wichtig zu beachten, dass dies nur Richtwerte sind. Manche Menschen sind schneller wieder gesund, während es bei anderen länger dauern kann.
Was beeinflusst die Dauer?
Mehrere Faktoren können beeinflussen, wie lange ein Tubenkatarrh dauert:
- Die Ursache: Ein Tubenkatarrh aufgrund einer leichten Erkältung wird wahrscheinlich schneller abklingen als einer, der durch eine schwere Grippe oder eine Allergie ausgelöst wurde.
- Die Behandlung: Eine frühzeitige und konsequente Behandlung kann die Heilungsdauer verkürzen.
- Das Immunsystem: Ein starkes Immunsystem hilft dem Körper, die Entzündung schneller zu bekämpfen.
- Begleiterkrankungen: Bestehende Erkrankungen, wie z.B. chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, können die Heilung verzögern.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:
- Die Beschwerden nach einigen Tagen nicht besser werden.
- Starke Schmerzen auftreten.
- Fieber auftritt.
- Hörverlust bemerkt wird.
- Eitriger Ausfluss aus dem Ohr austritt.
Der Arzt kann die Ursache des Tubenkatarrhs feststellen und die geeignete Behandlung einleiten. Dies kann beispielsweise die Verordnung von Nasensprays zur Abschwellung der Schleimhaut oder in seltenen Fällen auch Antibiotika umfassen. In manchen Fällen kann auch eine Operation notwendig sein, um die Eustachische Röhre zu belüften.
Was kann man selbst tun?
Es gibt einige Maßnahmen, die man selbst ergreifen kann, um die Heilung zu unterstützen:
- Nasensprays: Abschwellende Nasensprays können helfen, die Schleimhaut in der Nase und im Nasenrachenraum abzuschwellen und so die Belüftung der Eustachischen Röhre zu verbessern. Achten Sie darauf, die Sprays nicht länger als eine Woche zu verwenden, da sie sonst die Schleimhaut schädigen können.
- Inhalieren: Inhalationen mit Kamille oder Salzwasser können die Schleimhäute befeuchten und beruhigen.
- Viel trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft, die Schleimhäute feucht zu halten.
- Ruhe: Schonen Sie sich und geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu erholen.
- Druckausgleich: Versuchen Sie, den Druck im Ohr durch Kauen, Gähnen oder das Valsalva-Manöver (Nase zuhalten und vorsichtig ausatmen) auszugleichen.
Wichtig: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Suchen Sie bei Beschwerden immer einen Arzt auf.
