Wie Niedrig Darf Der Blutdruck Sein
Was bedeutet eigentlich ein zu niedriger Blutdruck und wann wird er zum Problem? Wir erklären es einfach.
Was ist niedriger Blutdruck (Hypotonie)?
Niedriger Blutdruck, auch Hypotonie genannt, bedeutet, dass der Druck in Ihren Blutgefäßen niedriger ist als normal. Man spricht von Hypotonie, wenn die Werte regelmäßig unter 90/60 mmHg liegen. Die Abkürzung mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule, die Einheit zur Messung des Blutdrucks.
Was bedeuten die Zahlen beim Blutdruck?
Der Blutdruck wird immer mit zwei Zahlen angegeben. Zum Beispiel 120/80 mmHg. Die obere Zahl (120 im Beispiel) ist der systolische Wert. Er zeigt den Druck, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt. Die untere Zahl (80 im Beispiel) ist der diastolische Wert. Er zeigt den Druck, wenn das Herz sich entspannt und wieder mit Blut füllt.
Wann ist niedriger Blutdruck normal?
Nicht jeder niedrige Blutdruck ist gleich ein Grund zur Sorge. Viele Menschen haben von Natur aus einen niedrigen Blutdruck und fühlen sich trotzdem gut. Sportler zum Beispiel haben oft niedrigere Werte, weil ihr Herz effizienter arbeitet. Auch junge, schlanke Menschen haben oft niedrigeren Blutdruck. Wichtig ist, dass keine Beschwerden auftreten.
Wann wird niedriger Blutdruck gefährlich?
Niedriger Blutdruck wird dann zum Problem, wenn er Symptome verursacht. Mögliche Symptome sind:
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schwarzwerden vor Augen (besonders beim Aufstehen)
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Kalte Hände und Füße
- Ohnmacht (Synkope)
Wenn diese Symptome häufig auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Ein plötzlicher starker Blutdruckabfall kann auch gefährlich sein und erfordert sofortige ärztliche Hilfe.
Ursachen für niedrigen Blutdruck
Es gibt verschiedene Ursachen für Hypotonie:
- Flüssigkeitsmangel: Zu wenig trinken führt zu geringerem Blutvolumen.
- Herzprobleme: Einige Herzerkrankungen können den Blutdruck senken.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente (z.B. gegen Bluthochdruck oder Depressionen) können als Nebenwirkung niedrigen Blutdruck verursachen.
- Schwangerschaft: Viele Schwangere haben niedrigeren Blutdruck.
- Neurologische Erkrankungen: Erkrankungen des Nervensystems können den Blutdruck beeinflussen.
- Langes Stehen: Kann zu Blutansammlungen in den Beinen führen und den Blutdruck senken.
Was kann man gegen niedrigen Blutdruck tun?
Was man tun kann, hängt von der Ursache ab. Allgemeine Tipps sind:
- Ausreichend trinken: Mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag.
- Salzreiche Ernährung: Salz bindet Wasser und erhöht das Blutvolumen. Aber Achtung: Nicht zu viel Salz!
- Regelmäßige Bewegung: Fördert die Durchblutung.
- Langsam aufstehen: Vermeidet plötzliche Blutdruckabfälle.
- Stützstrümpfe: Können bei Blutansammlungen in den Beinen helfen.
- Wechselduschen: Trainieren die Gefäße.
Bei starken Beschwerden sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu finden. Manchmal sind Medikamente notwendig, um den Blutdruck zu stabilisieren.
Wichtig:
Dieser Artikel dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Bedenken wegen Ihres Blutdrucks haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
