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Wie Oft Meningokokken B Impfung


Wie Oft Meningokokken B Impfung

Sorgen Sie sich um die Gesundheit Ihres Kindes und die Risiken von Meningokokken B? Sie sind nicht allein. Viele Eltern sind besorgt, wenn es um Impfungen geht, insbesondere bei relativ neuen Impfstoffen wie dem gegen Meningokokken B. Die gute Nachricht ist: Es gibt klare Empfehlungen, die Ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen für Ihr Kind zu treffen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Häufigkeit und den Zeitplan der Meningokokken B-Impfung zu verstehen und Ihre Fragen zu beantworten.

Was ist die Meningokokken B-Impfung und warum ist sie wichtig?

Die Meningokokken B-Impfung schützt vor der invasiven Meningokokken-Erkrankung, die durch Meningokokken der Serogruppe B verursacht wird. Diese Krankheit kann schwere Komplikationen verursachen, darunter Meningitis (Hirnhautentzündung) und Sepsis (Blutvergiftung), die zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führen können. Besonders gefährdet sind Babys, Kleinkinder und Jugendliche.

Die Meningokokken B-Impfung ist wichtig, weil:

  • Sie vor einer potenziell lebensbedrohlichen Krankheit schützt.
  • Die Ausbreitung der Krankheit innerhalb der Bevölkerung reduziert wird (Herdenimmunität).
  • Die Impfung in vielen Ländern empfohlen wird, um die Inzidenz von Meningokokken B-Erkrankungen zu senken.

Bevor wir uns der Häufigkeit der Impfung zuwenden, ist es wichtig zu verstehen, dass es sich um einen Totimpfstoff handelt, was bedeutet, dass er keine lebenden Bakterien enthält und somit die Krankheit nicht verursachen kann. Die Impfung regt das Immunsystem an, Antikörper gegen Meningokokken B zu bilden, die den Körper bei einer Infektion schützen.

Wie oft sollte man gegen Meningokokken B impfen? Die Empfehlungen.

Die Häufigkeit der Meningokokken B-Impfung hängt vom Alter ab, in dem die Impfserie begonnen wird. Es gibt unterschiedliche Impfschemata für Babys, Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene. Es ist wichtig zu beachten, dass die Empfehlungen von Land zu Land variieren können. Konsultieren Sie daher immer Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, um die für Sie oder Ihr Kind am besten geeigneten Empfehlungen zu erhalten.

Empfehlungen für Babys und Kleinkinder (unter 2 Jahren):

In Deutschland wird die Meningokokken B-Impfung (mit dem Impfstoff Bexsero) von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht als Standardimpfung für alle Säuglinge und Kleinkinder empfohlen. Die STIKO empfiehlt die Impfung aber für gefährdete Personengruppen, z.B. bei bestimmten Vorerkrankungen oder bei engem Kontakt zu Erkrankten. Dies bedeutet, dass die Entscheidung zur Impfung individuell in Absprache mit dem Arzt getroffen werden muss. Wenn Sie sich für die Impfung Ihres Babys oder Kleinkindes entscheiden, sieht das Impfschema typischerweise wie folgt aus:

  • Beginn im Alter von 2 Monaten: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens einem Monat, gefolgt von einer Auffrischimpfung im zweiten Lebensjahr.
  • Beginn im Alter von 3-5 Monaten: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens einem Monat, gefolgt von einer Auffrischimpfung nach dem ersten Geburtstag, aber mindestens 2 Monate nach der zweiten Dosis.
  • Beginn im Alter von 6-11 Monaten: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 2 Monaten, gefolgt von einer Auffrischimpfung im zweiten Lebensjahr, aber mindestens 2 Monate nach der zweiten Dosis.
  • Beginn im Alter von 12-23 Monaten: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 2 Monaten.

Wichtig: Diese Schemata können je nach Impfstoff variieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um den genauen Zeitplan für den verwendeten Impfstoff zu erfahren.

Empfehlungen für ältere Kinder und Jugendliche (2 Jahre bis 17 Jahre):

Für ältere Kinder und Jugendliche empfiehlt die STIKO ebenfalls keine generelle Impfung. Die Impfung kann jedoch bei erhöhtem Risiko oder auf Wunsch der Eltern/des Jugendlichen sinnvoll sein. Das Impfschema ist hier einfacher:

  • Alter 2 Jahre bis 10 Jahre: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 1 Monat (mit Bexsero).
  • Alter 11 Jahre bis 17 Jahre: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 1 Monat (mit Bexsero).

Wichtig: Auch hier gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um die individuellen Risiken und Vorteile der Impfung abzuwägen.

Empfehlungen für Erwachsene (18 Jahre und älter):

Auch für Erwachsene wird die Meningokokken B-Impfung nicht generell empfohlen. Sie kann jedoch für Personen mit einem erhöhten Risiko in Betracht gezogen werden, z.B. Laborpersonal, das mit Meningokokken arbeitet, oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen.

  • Erwachsene mit erhöhtem Risiko: Zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 1 Monat (mit Bexsero).

Warum sind Auffrischimpfungen wichtig?

Auffrischimpfungen sind wichtig, um den Schutz vor Meningokokken B langfristig aufrechtzuerhalten. Die Antikörperspiegel im Blut nehmen im Laufe der Zeit ab, daher ist eine Auffrischimpfung erforderlich, um das Immunsystem erneut zu stimulieren und die Antikörperproduktion anzukurbeln. Dies stellt sicher, dass der Körper weiterhin vor der Krankheit geschützt ist.

Nebenwirkungen der Meningokokken B-Impfung.

Wie bei jeder Impfung können auch bei der Meningokokken B-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Diese sind in der Regel mild und vorübergehend. Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle.
  • Fieber.
  • Reizbarkeit (bei Säuglingen).
  • Kopfschmerzen.
  • Müdigkeit.
  • Muskelschmerzen.

Diese Symptome klingen normalerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Um Fieber bei Säuglingen und Kleinkindern vorzubeugen, kann der Arzt die Gabe von Paracetamol direkt nach der Impfung empfehlen. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.

Wichtig: Wenn Sie Bedenken haben oder ungewöhnliche Symptome nach der Impfung auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Meningokokken B-Impfstoffe: Welche gibt es?

In Deutschland sind derzeit hauptsächlich zwei Meningokokken B-Impfstoffe zugelassen:

  • Bexsero: Dieser Impfstoff ist für Personen ab 2 Monaten zugelassen.

Es ist wichtig, den richtigen Impfstoff und das entsprechende Impfschema zu wählen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Sie bei der Auswahl des am besten geeigneten Impfstoffs beraten.

Wo kann man sich gegen Meningokokken B impfen lassen?

Die Meningokokken B-Impfung wird in der Regel von Ihrem Hausarzt oder Kinderarzt durchgeführt. Sie können auch bei bestimmten Gesundheitsämtern oder Impfzentren eine Impfung erhalten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um einen Termin zu vereinbaren und weitere Informationen zu erhalten.

Kosten der Meningokokken B-Impfung.

Da die Meningokokken B-Impfung in Deutschland nicht als Standardimpfung von der STIKO empfohlen wird (ausser für Risikogruppen), werden die Kosten in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Private Krankenversicherungen können die Kosten jedoch erstatten. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die Kostenübernahme.

Meningokokken B: Was Sie noch wissen sollten.

  • Meningokokken B-Erkrankungen können sich schnell entwickeln und sind daher lebensbedrohlich.
  • Die Symptome ähneln oft denen einer Grippe, was die Diagnose erschweren kann.
  • Frühe Diagnose und Behandlung sind entscheidend für den Ausgang der Erkrankung.
  • Neben der Impfung sind gute Hygienepraktiken (z.B. Händewaschen) wichtig, um die Ausbreitung von Meningokokken zu verhindern.

Zusammenfassend: Meningokokken B-Impfung - Ein Überblick.

Die Meningokokken B-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor einer potenziell lebensbedrohlichen Krankheit. Die Häufigkeit der Impfung hängt vom Alter ab, in dem die Impfserie begonnen wird. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um die für Sie oder Ihr Kind am besten geeigneten Empfehlungen zu erhalten. Auch wenn die Impfung in Deutschland nicht generell empfohlen wird, kann sie für bestimmte Personen oder Risikogruppen sinnvoll sein.

Die Impfung ist im Allgemeinen sicher und gut verträglich, aber wie bei jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Die Vorteile der Impfung überwiegen in der Regel die Risiken. Informieren Sie sich umfassend und treffen Sie eine informierte Entscheidung für Ihre Gesundheit oder die Ihres Kindes.

Wo finde ich weitere Informationen?

Hier sind einige zuverlässige Quellen für weitere Informationen:

Denken Sie daran: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Entscheidungen über Ihre Gesundheit treffen.

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