Wie Oft Pneumokokken Impfung Ab 60
Die Frage "Wie oft Pneumokokken Impfung ab 60?" ist wichtig, denn sie betrifft Ihre Gesundheit im Alter. Es geht um den Schutz vor schweren Erkrankungen, die durch Pneumokokken verursacht werden.
Was sind Pneumokokken?
Pneumokokken sind Bakterien. Sie können verschiedene Krankheiten auslösen. Dazu gehören Lungenentzündung, Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis). Diese Erkrankungen können besonders für ältere Menschen gefährlich sein.
Warum ist die Impfung wichtig für Menschen ab 60?
Mit zunehmendem Alter wird unser Immunsystem schwächer. Das bedeutet, dass der Körper sich schlechter gegen Krankheitserreger wehren kann. Eine Pneumokokken-Impfung hilft Ihrem Körper, Antikörper gegen die Bakterien zu bilden. Diese Antikörper schützen Sie dann vor einer Infektion oder mildern den Verlauf der Krankheit.
Stellen Sie sich vor: Ihr Körper ist eine Burg. Pneumokokken sind die Angreifer. Die Impfung ist wie das Bauen einer starken Mauer um die Burg, um die Angreifer abzuwehren.
Die Empfehlungen zur Pneumokokken-Impfung ab 60
Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt eine Pneumokokken-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren. Die Empfehlung umfasst in der Regel eine sequenzielle Impfung mit zwei verschiedenen Impfstoffen.
Sequenzielle Impfung bedeutet: Es werden nacheinander zwei verschiedene Impfstoffe verabreicht, um einen breiteren Schutz zu erreichen.
Die aktuelle Empfehlung (Stand 2024) sieht vor, zunächst mit dem konjugierten Impfstoff (PCV13 oder PCV15) zu impfen. Dieser Impfstoff schützt vor 13 bzw. 15 verschiedenen Serotypen von Pneumokokken. Danach, mindestens 6-12 Monate später, folgt die Impfung mit dem Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23), der vor 23 Serotypen schützt. Diese Kombination bietet den bestmöglichen Schutz.
Wie oft muss ich mich impfen lassen?
In den meisten Fällen ist eine einmalige sequenzielle Impfung ausreichend. Das bedeutet, dass Sie die beiden oben genannten Impfstoffe nur einmal im Leben gemäß der Empfehlung der STIKO benötigen, nachdem Sie 60 Jahre alt geworden sind.
Aber Achtung: Es gibt Ausnahmen! Bei bestimmten Vorerkrankungen, wie beispielsweise einer Immunschwäche oder einer fehlenden Milz, kann eine Auffrischungsimpfung notwendig sein. Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Was passiert nach der Impfung?
Nach der Impfung kann es zu leichten Reaktionen kommen. Dazu gehören Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle. Auch leichtes Fieber oder Müdigkeit sind möglich. Diese Reaktionen sind in der Regel harmlos und klingen nach wenigen Tagen von selbst wieder ab. Sie zeigen, dass Ihr Körper auf die Impfung reagiert und Antikörper bildet.
Wo kann ich mich impfen lassen?
Die Pneumokokken-Impfung können Sie bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin erhalten. Auch einige Gesundheitsämter bieten die Impfung an.
Zusammenfassung:
* Für Personen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO eine einmalige sequenzielle Pneumokokken-Impfung mit zwei verschiedenen Impfstoffen (PCV13/PCV15 gefolgt von PPSV23).
* Die Impfung schützt vor schweren Erkrankungen wie Lungenentzündung, Hirnhautentzündung und Blutvergiftung.
* Bei bestimmten Vorerkrankungen kann eine Auffrischungsimpfung notwendig sein. Fragen Sie Ihren Arzt!
* Die Impfung ist sicher und gut verträglich.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die Pneumokokken-Impfung und schützen Sie Ihre Gesundheit!
