Wie Sieht Eine Analfistel Aus
Eine Analfistel ist ein kleiner Gang, der sich zwischen dem Analkanal und der Haut in der Nähe des Afters bildet. Stell dir vor, es ist wie ein unterirdischer Tunnel, der zwei verschiedene Orte verbindet.
Was bedeutet das genau?
Lass uns das genauer ansehen:
- Analkanal: Das ist der letzte Teil des Darms, bevor der Stuhl den Körper verlässt.
- After: Die Öffnung, durch die der Stuhl austritt.
- Haut in der Nähe des Afters: Die Haut rund um den After.
Die Analfistel verbindet also den Analkanal mit der Hautoberfläche in der Nähe des Afters. Dieser Gang ist normalerweise nicht da, sondern entsteht durch eine Entzündung.
Wie sieht eine Analfistel aus?
Eine Analfistel selbst ist nicht immer direkt sichtbar. Du siehst eher die Folgen, die sie verursacht:
- Äußerliche Öffnung: Das ist die Stelle auf der Haut in der Nähe des Afters, wo die Fistel nach außen mündet. Sie sieht oft aus wie ein kleiner Pickel oder eine kleine Wunde. Manchmal tritt Eiter oder Blut aus dieser Öffnung aus.
- Rötung und Schwellung: Die Haut um die äußere Öffnung der Fistel kann gerötet und geschwollen sein. Das deutet auf eine Entzündung hin.
- Schmerzen: Viele Menschen mit einer Analfistel haben Schmerzen im Bereich des Afters, besonders beim Sitzen, Gehen oder Stuhlgang.
- Juckreiz: Der Bereich um den After kann jucken.
- Sekret: Aus der äußeren Öffnung der Fistel kann Eiter, Blut oder andere Flüssigkeit austreten. Das kann zu Flecken in der Unterwäsche führen.
Manchmal ist die Fistel selbst als harter Strang unter der Haut tastbar. Das ist aber nicht immer der Fall.
Wie entsteht eine Analfistel?
Die meisten Analfisteln entstehen durch eine Infektion einer Analdrüse. Diese Drüsen liegen im Analkanal und produzieren Schleim. Wenn eine dieser Drüsen verstopft und sich infiziert, kann sich ein Abszess (eine Eiteransammlung) bilden. Dieser Abszess kann sich dann durch die Haut nach außen entleeren und so die Analfistel bilden.
Andere Ursachen für Analfisteln sind seltener, aber möglich. Dazu gehören:
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): Zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
- Trauma: Verletzungen im Bereich des Afters.
- Operationen: Manchmal können Analfisteln als Komplikation nach Operationen im Analbereich auftreten.
- Infektionen: Bestimmte Infektionen, wie z.B. Tuberkulose, können ebenfalls zur Bildung von Analfisteln führen.
Was tun, wenn man eine Analfistel vermutet?
Wenn du glaubst, eine Analfistel zu haben, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Er kann die Diagnose stellen und die richtige Behandlung empfehlen.
Die Behandlung einer Analfistel besteht meistens aus einer Operation. Dabei wird der Fistelgang entweder entfernt oder verschlossen. Ziel der Operation ist es, die Infektion zu beseitigen und die Beschwerden zu lindern.
Es ist wichtig, die Analfistel behandeln zu lassen, da sie sich sonst weiter ausbreiten und zu Komplikationen führen kann. Außerdem können die Beschwerden ohne Behandlung chronisch werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Analfistel eine unangenehme Erkrankung ist, die aber in den meisten Fällen gut behandelt werden kann. Achte auf die oben genannten Symptome und suche bei Verdacht einen Arzt auf.
