Wie Stellt Man Leukämie Fest
Was ist Leukämie?
Leukämie ist eine Art von Krebs. Sie betrifft das Blut und das Knochenmark. Das Knochenmark produziert Blutzellen.
Bei Leukämie produziert das Knochenmark abnormale Blutzellen. Diese Zellen funktionieren nicht richtig. Sie verdrängen gesunde Blutzellen.
Es gibt verschiedene Arten von Leukämie. Einige wachsen langsam, andere schnell. Die Behandlung hängt von der Art der Leukämie ab.
Symptome von Leukämie
Leukämie kann verschiedene Symptome verursachen. Die Symptome sind oft unspezifisch. Das bedeutet, sie können auch bei anderen Krankheiten auftreten.
Häufige Symptome sind Müdigkeit und Schwäche. Betroffene können auch häufiger Infektionen bekommen. Blutungen und blaue Flecken können ebenfalls auftreten.
Weitere Symptome sind Knochenschmerzen und Gewichtsverlust. Geschwollene Lymphknoten sind ebenfalls möglich. Nicht jeder Patient hat alle Symptome.
Wie wird Leukämie festgestellt?
Die Diagnose von Leukämie erfordert mehrere Schritte. Zuerst wird der Arzt eine Anamnese erheben. Er wird nach Symptomen und Risikofaktoren fragen.
Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt wird nach Anzeichen von Leukämie suchen. Er wird zum Beispiel die Lymphknoten abtasten.
Ein wichtiges Diagnoseinstrument ist das Blutbild. Dabei wird eine Blutprobe untersucht. Man achtet auf die Anzahl und Art der Blutzellen.
Das Blutbild im Detail
Das Blutbild gibt wichtige Hinweise. Bei Leukämie können zu viele weiße Blutkörperchen vorhanden sein. Oft sind diese Zellen aber unreif und funktionsuntüchtig.
Auch die Anzahl der roten Blutkörperchen kann vermindert sein. Das führt zu Anämie und Müdigkeit. Ebenso kann die Anzahl der Blutplättchen reduziert sein. Das erhöht das Risiko von Blutungen.
Ein auffälliges Blutbild ist ein Warnsignal. Es bedeutet aber noch nicht, dass Leukämie vorliegt. Weitere Untersuchungen sind notwendig.
Die Knochenmarkpunktion
Die wichtigste Untersuchung zur Diagnose von Leukämie ist die Knochenmarkpunktion. Dabei wird eine Probe aus dem Knochenmark entnommen. Diese Probe wird dann im Labor untersucht.
Die Punktion erfolgt meistens am Beckenknochen. Der Arzt betäubt die Stelle örtlich. Die Entnahme kann etwas unangenehm sein, ist aber meist nicht sehr schmerzhaft.
Die Knochenmarkprobe wird mikroskopisch untersucht. Man achtet auf die Art und Anzahl der Zellen. Außerdem werden spezielle Tests durchgeführt, um die Leukämie genau zu bestimmen.
Weitere Untersuchungen
Neben Blutbild und Knochenmarkpunktion gibt es weitere Untersuchungen. Dazu gehören Zytogenetik und Molekularbiologie. Diese Tests helfen, die Leukämie genauer zu charakterisieren.
Die Zytogenetik untersucht die Chromosomen der Zellen. Bei Leukämie können Chromosomenveränderungen auftreten. Diese Veränderungen können Hinweise auf die Art der Leukämie geben.
Die Molekularbiologie untersucht das Erbgut der Zellen. Dabei werden bestimmte Gene auf Mutationen untersucht. Diese Mutationen können ebenfalls bei der Diagnose und Behandlung helfen.
Bildgebende Verfahren
In einigen Fällen sind bildgebende Verfahren notwendig. Dazu gehören Röntgenaufnahmen, CT-Scans und MRTs. Diese Untersuchungen können helfen, die Ausbreitung der Leukämie zu beurteilen.
Sie können zum Beispiel zeigen, ob die Leukämie Organe befallen hat. Oder ob es zu Vergrößerungen von Lymphknoten gekommen ist. Die Ergebnisse helfen bei der Planung der Therapie.
Die Diagnose von Leukämie ist komplex. Sie erfordert mehrere Untersuchungen. Nur so kann die richtige Diagnose gestellt und die passende Therapie eingeleitet werden.
