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Wie Viel Verdienen Erzieher In Der Ausbildung


Wie Viel Verdienen Erzieher In Der Ausbildung

Stell dir vor, du stehst kurz vor dem Beginn einer Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher. Du freust dich riesig darauf, mit Kindern zu arbeiten, ihre Entwicklung zu begleiten und ihnen eine liebevolle und fördernde Umgebung zu bieten. Aber da ist auch diese Frage, die im Hinterkopf herumschwirrt: Wie sieht es eigentlich mit dem Verdienst während der Ausbildung aus? Das ist eine absolut berechtigte Frage, denn schließlich musst du deinen Lebensunterhalt bestreiten.

In diesem Artikel wollen wir genau diese Frage beantworten und dir einen umfassenden Überblick über die Ausbildungsvergütung von Erzieherinnen und Erziehern geben. Wir werden uns ansehen, wie viel du während der verschiedenen Ausbildungswege verdienen kannst, welche Faktoren deinen Verdienst beeinflussen und welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Unser Ziel ist es, dir alle Informationen an die Hand zu geben, die du brauchst, um eine fundierte Entscheidung über deine Ausbildung zu treffen.

Die verschiedenen Ausbildungswege zum Erzieher/zur Erzieherin

Bevor wir uns den konkreten Zahlen zuwenden, ist es wichtig, die verschiedenen Ausbildungswege zum Erzieher bzw. zur Erzieherin zu verstehen. Es gibt nämlich unterschiedliche Modelle, die sich auch auf die Vergütung auswirken.

1. Die klassische schulische Ausbildung

Dies ist der traditionelle Weg, der in der Regel an einer Fachschule oder einem Berufskolleg absolviert wird. Diese Ausbildung ist meistens unvergütet, was bedeutet, dass du während der theoretischen Phasen kein Gehalt bekommst. Allerdings gibt es in der Regel integrierte Praktika, in denen du bereits erste Berufserfahrung sammelst. Einige Schulen bieten die Möglichkeit, die Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, was dir erlaubt, nebenbei zu arbeiten und deinen Lebensunterhalt zu sichern.

2. Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA)

Die praxisintegrierte Ausbildung ist eine relativ neue Form der Ausbildung, die Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt. Du bist von Anfang an in einer Einrichtung angestellt und besuchst parallel dazu die Fachschule. Der große Vorteil: Du erhältst während der gesamten Ausbildungszeit eine Vergütung! Dieses Modell wird immer beliebter, da es den finanziellen Druck für angehende Erzieherinnen und Erzieher deutlich reduziert.

3. Duales Studium

Ein duales Studium kombiniert ein Hochschulstudium mit praktischen Einsätzen in einer Einrichtung. Auch hier bist du in der Regel bei einem Träger angestellt und erhältst eine Vergütung. Das duale Studium ist oft anspruchsvoller als die anderen Ausbildungswege, bietet aber auch hervorragende Karrierechancen.

Wie viel verdient man konkret während der Ausbildung?

Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

* Ausbildungsmodell: Wie bereits erwähnt, ist die schulische Ausbildung in der Regel unvergütet, während die PiA und das duale Studium eine Vergütung bieten. * Träger: Die Vergütung kann je nach Träger (z.B. kommunal, kirchlich, privat) variieren. * Bundesland: Auch das Bundesland, in dem du deine Ausbildung absolvierst, spielt eine Rolle. * Ausbildungsjahr: In der Regel steigt die Vergütung mit jedem Ausbildungsjahr.

Um dir eine konkrete Vorstellung zu geben, hier einige ungefähre Richtwerte (Stand: 2024):

* Praxisintegrierte Ausbildung (PiA): * 1. Ausbildungsjahr: ca. 1.100 - 1.250 Euro brutto * 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.150 - 1.300 Euro brutto * 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.200 - 1.400 Euro brutto * Duales Studium: Die Vergütung im dualen Studium kann ähnlich wie bei der PiA sein oder etwas höher liegen, abhängig von der Hochschule und dem Träger.

Wichtig: Dies sind nur Richtwerte! Die tatsächliche Vergütung kann abweichen. Es lohnt sich, bei verschiedenen Einrichtungen und Trägern nachzufragen und die Konditionen zu vergleichen.

Beispiel: Nehmen wir an, du machst eine praxisintegrierte Ausbildung in Nordrhein-Westfalen bei einem kommunalen Träger. Im ersten Ausbildungsjahr könntest du beispielsweise 1.150 Euro brutto verdienen. Davon gehen natürlich noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab, aber es bleibt immer noch genug, um deinen Lebensunterhalt zu decken.

Faktoren, die die Ausbildungsvergütung beeinflussen

Wie bereits angedeutet, gibt es verschiedene Faktoren, die die Höhe deiner Ausbildungsvergütung beeinflussen. Hier sind einige der wichtigsten:

* Trägerart: Kommunale Träger orientieren sich oft an Tarifverträgen (z.B. TVöD), die feste Vergütungssätze vorgeben. Kirchliche Träger haben oft eigene Tarifverträge (z.B. AVR), die ebenfalls klare Regelungen enthalten. Private Träger sind in der Vergütung oft flexibler, können aber auch weniger zahlen als kommunale oder kirchliche Träger. * Tarifbindung: Wenn der Träger an einen Tarifvertrag gebunden ist, hast du in der Regel eine höhere Sicherheit und kannst dich auf feste Vergütungssätze verlassen. * Bundesland: Die Lebenshaltungskosten und die allgemeine Vergütungshöhe können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. In einigen Bundesländern gibt es auch spezielle Förderprogramme für Auszubildende. * Vorbildung: In manchen Fällen kann eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein höherer Schulabschluss zu einer höheren Einstiegsvergütung führen. * Zusatzleistungen: Einige Träger bieten zusätzlich zur Ausbildungsvergütung noch Zusatzleistungen an, wie z.B. vermögenswirksame Leistungen, Fahrtkostenzuschüsse oder Essensgeld.

Praktischer Tipp: Frage bei deinen Bewerbungsgesprächen unbedingt nach, ob der Träger an einen Tarifvertrag gebunden ist und welche Zusatzleistungen er anbietet. Das kann einen erheblichen Unterschied in deinem monatlichen Einkommen machen.

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten während der Ausbildung

Auch wenn du eine Ausbildungsvergütung erhältst, kann es trotzdem finanziell eng werden. Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:

* Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): BAB ist eine staatliche Leistung, die Auszubildenden zusteht, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen (z.B. nicht mehr bei den Eltern wohnen können). Die Höhe der BAB hängt von deinem Einkommen, dem Einkommen deiner Eltern und deinen Wohnkosten ab. * BAföG: Schüler-BAföG kann auch für schulische Ausbildungen beantragt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. * Wohngeld: Wenn du eine eigene Wohnung hast, kannst du Wohngeld beantragen, um deine Mietkosten zu senken. * Kindergeld: Deine Eltern können weiterhin Kindergeld für dich beziehen, solange du dich in Ausbildung befindest. * Bildungskredit: Der Bildungskredit ist ein zinsgünstiger Kredit, der speziell für Auszubildende und Studierende angeboten wird. * Stipendien: Es gibt verschiedene Stiftungen, die Stipendien an Auszubildende vergeben. Informiere dich über die verschiedenen Möglichkeiten und bewirb dich!

Wichtig: Informiere dich frühzeitig über die verschiedenen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten und stelle rechtzeitig die Anträge. Die Bearbeitung kann einige Zeit dauern.

Beispiel: Du machst eine schulische Ausbildung und erhältst keine Vergütung. Du wohnst nicht mehr bei deinen Eltern und hast hohe Mietkosten. In diesem Fall hast du gute Chancen, BAB zu erhalten. Sprich am besten mit der Agentur für Arbeit, um dich beraten zu lassen.

Die Rolle der Praktika in der Ausbildung

Auch wenn die schulische Ausbildung in der Regel unvergütet ist, gibt es doch oft integrierte Praktika. Diese Praktika sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, da du hier erste praktische Erfahrungen sammelst und dein theoretisches Wissen anwenden kannst.

Leider sind Praktika in der Ausbildung oft unvergütet. Es gibt aber auch Einrichtungen, die Praktikanten eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen. Frage bei deinen Bewerbungen nach, ob eine Vergütung möglich ist.

Einige Bundesländer fördern die Vergütung von Praktika. Informiere dich über die Möglichkeiten in deinem Bundesland.

Praktischer Tipp: Auch wenn das Praktikum unvergütet ist, versuche, möglichst viel aus der Zeit herauszuholen. Nutze die Gelegenheit, um von erfahrenen Erzieherinnen und Erziehern zu lernen, Fragen zu stellen und dein Wissen zu vertiefen. Die praktischen Erfahrungen sind unbezahlbar!

Vergütung nach der Ausbildung

Die Frage nach dem Verdienst während der Ausbildung ist wichtig, aber natürlich ist auch die Frage nach dem Verdienst nach der Ausbildung entscheidend. Als ausgebildete Erzieherin bzw. ausgebildeter Erzieher hast du gute Berufsaussichten und kannst mit einem angemessenen Gehalt rechnen.

Das Einstiegsgehalt für Erzieherinnen und Erzieher liegt in der Regel zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto, abhängig von Träger, Bundesland und Berufserfahrung. Mit steigender Berufserfahrung und Weiterbildungen kann dein Gehalt deutlich steigen.

Wichtig: Informiere dich über die aktuellen Tarifverträge für Erzieherinnen und Erzieher in deinem Bundesland. So weißt du, welche Gehaltsstufen es gibt und wie dein Gehalt im Laufe deiner Karriere steigen kann.

Beispiel: Du arbeitest seit 5 Jahren als Erzieherin in einer Kindertagesstätte bei einem kommunalen Träger. Durch regelmäßige Fortbildungen hast du dich weiterqualifiziert und bist in eine höhere Gehaltsstufe aufgestiegen. Dein Gehalt beträgt mittlerweile 3.800 Euro brutto.

Fazit

Die Ausbildungsvergütung von Erzieherinnen und Erziehern ist ein wichtiges Thema, das du bei deiner Berufswahl berücksichtigen solltest. Informiere dich gründlich über die verschiedenen Ausbildungswege, die Vergütungsmöglichkeiten und die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten. Lass dich nicht entmutigen, wenn die schulische Ausbildung unvergütet ist. Es gibt viele Wege, um deine Ausbildung zu finanzieren. Und denke daran: Die Arbeit mit Kindern ist eine unglaublich erfüllende Aufgabe, die mehr wert ist als jedes Gehalt!

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen, einen besseren Überblick über die Ausbildungsvergütung von Erzieherinnen und Erziehern zu bekommen. Wenn du noch Fragen hast, wende dich an die Agentur für Arbeit, an Fachschulen oder an Berufsverbände. Sie können dich umfassend beraten und dir bei deiner Entscheidung helfen.

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