Wie Viel Verdient Man In Der Ausbildung Als Bankkauffrau
Du träumst von einer Karriere in der Finanzwelt? Der Beruf der Bankkauffrau/des Bankkaufmanns ist ein solider und vielseitiger Einstieg. Aber bevor du dich Hals über Kopf in die Ausbildung stürzt, ist es natürlich wichtig zu wissen: Wie viel verdient man eigentlich während der Ausbildung? Keine Sorge, wir bringen Licht ins Dunkel des Gehaltsdschungels und zeigen dir, womit du rechnen kannst.
Das Ausbildungsgehalt im Überblick
Das Gehalt während der Ausbildung zur Bankkauffrau/zum Bankkaufmann ist tariflich geregelt. Das bedeutet, dass die Höhe des Gehalts durch Tarifverträge zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften festgelegt wird. Dadurch profitierst du von fairen und transparenten Bedingungen.
Wichtig zu wissen: Die genaue Höhe des Ausbildungsgehalts kann je nach Bank oder Sparkasse variieren. Allerdings orientieren sich die meisten Institute an den Empfehlungen der Tarifverträge. Auch der Standort (Ost oder Westdeutschland) kann einen kleinen Unterschied machen.
Wie entwickelt sich das Gehalt im Laufe der Ausbildung?
Dein Gehalt steigt in der Regel mit jedem Ausbildungsjahr. Das ist ein Anreiz für deine Leistung und dein Engagement. Je weiter du in der Ausbildung voranschreitest, desto mehr Verantwortung übernimmst du, und das spiegelt sich in deinem Gehalt wider.
Hier sind ungefähre Richtwerte für das Ausbildungsgehalt (Stand: 2024 – diese Zahlen können sich in Zukunft ändern, daher informiere dich immer über die aktuellsten Tarifverträge):
- 1. Ausbildungsjahr: ca. 1.100 - 1.300 Euro brutto
- 2. Ausbildungsjahr: ca. 1.200 - 1.400 Euro brutto
- 3. Ausbildungsjahr: ca. 1.300 - 1.500 Euro brutto
Achtung: Dies sind nur Durchschnittswerte. Es kann durchaus vorkommen, dass du etwas mehr oder weniger verdienst. Sprich am besten direkt mit deinem Ausbildungsbetrieb über die genauen Konditionen.
Faktoren, die dein Ausbildungsgehalt beeinflussen können
Obwohl die Tarifverträge einen Rahmen vorgeben, gibt es einige Faktoren, die dein individuelles Ausbildungsgehalt beeinflussen können:
- Die Größe des Unternehmens: Größere Banken oder Sparkassen zahlen oft etwas mehr als kleinere Institute.
- Der Standort des Unternehmens: In Regionen mit höheren Lebenshaltungskosten kann das Gehalt etwas höher sein.
- Zusatzleistungen des Unternehmens: Manche Banken bieten ihren Auszubildenden zusätzliche Leistungen wie Fahrtkostenzuschüsse, Essensgutscheine oder vermögenswirksame Leistungen an.
- Deine schulischen Leistungen: Gute Noten in relevanten Fächern wie Mathematik und Wirtschaft können sich positiv auf deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz und eventuell sogar auf dein Einstiegsgehalt auswirken.
Was bedeutet "brutto" und "netto"?
Das Ausbildungsgehalt, das in den Tarifverträgen angegeben ist, ist immer ein Bruttogehalt. Das bedeutet, dass von diesem Betrag noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung) abgezogen werden. Der Betrag, der dir am Ende tatsächlich auf dein Konto überwiesen wird, ist das Nettogehalt.
Wie hoch die Abzüge sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. deiner Steuerklasse und deinem Wohnort. Du kannst online verschiedene Brutto-Netto-Rechner nutzen, um eine ungefähre Vorstellung von deinem Nettogehalt zu bekommen.
Vergiss nicht die Zusatzleistungen!
Das reine Gehalt ist nicht alles. Viele Banken und Sparkassen bieten ihren Auszubildenden attraktive Zusatzleistungen, die das Gesamtpaket noch interessanter machen können. Dazu gehören:
- Fahrtkostenzuschüsse: Unterstützung bei den Kosten für den Weg zur Arbeit.
- Essensgutscheine: Zuschüsse für die Kantine oder Restaurants in der Nähe.
- Vermögenswirksame Leistungen (VL): Einsparungen für deine Altersvorsorge, die vom Arbeitgeber bezuschusst werden.
- Sonderzahlungen: Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.
- Interne Schulungen und Weiterbildungen: Möglichkeiten, deine Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern.
- Azubi-Events und Teambuilding-Maßnahmen: Förderung des Zusammenhalts und der Unternehmenskultur.
- Gute Übernahmechancen: Die Aussicht auf eine Festanstellung nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung.
Informiere dich bei deinem potenziellen Ausbildungsbetrieb, welche Zusatzleistungen angeboten werden.
Tipps für die Gehaltsverhandlung
Auch wenn das Gehalt während der Ausbildung tariflich geregelt ist, gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst, um deine Chancen zu verbessern:
- Informiere dich gründlich: Kenne die aktuellen Tarifverträge und die üblichen Gehälter in deiner Region.
- Sei selbstbewusst: Zeige im Vorstellungsgespräch, dass du motiviert bist und dich gut vorbereitet hast.
- Betone deine Stärken: Hebe deine schulischen Leistungen und deine relevanten Fähigkeiten hervor.
- Frage nach Zusatzleistungen: Erkundige dich nach den angebotenen Zusatzleistungen und zeige dein Interesse.
- Sei realistisch: Verhandle fair und bleibe im Rahmen der üblichen Gehälter.
Gehaltsaussichten nach der Ausbildung
Die Ausbildung ist nur der erste Schritt. Nach erfolgreichem Abschluss hast du gute Chancen auf eine Festanstellung und ein deutlich höheres Gehalt. Das Einstiegsgehalt als Bankkauffrau/Bankkaufmann liegt in der Regel zwischen 2.500 und 3.500 Euro brutto. Mit zunehmender Berufserfahrung und Weiterbildung kannst du dein Gehalt deutlich steigern.
Karrieremöglichkeiten gibt es viele: Du kannst dich zum Beispiel auf bestimmte Bereiche wie Anlageberatung, Kreditvergabe oder Wertpapierhandel spezialisieren. Auch Führungspositionen sind mit entsprechender Qualifikation möglich.
Weiterbildungen sind ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Du kannst zum Beispiel eine Weiterbildung zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt oder eine andere spezialisierte Fortbildung absolvieren. Diese Weiterbildungen können dir helfen, deine Karriere voranzutreiben und dein Gehalt zu erhöhen.
Wo findest du Informationen zu aktuellen Tarifverträgen?
Die aktuellsten Informationen zu den Tarifverträgen für Bankkaufleute findest du in der Regel auf den Webseiten der folgenden Organisationen:
- Deutscher Bankangestellten-Verband (DBV): Der DBV ist eine Gewerkschaft, die die Interessen der Bankangestellten vertritt.
- Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): Auch ver.di vertritt die Interessen von Bankangestellten und verhandelt Tarifverträge.
- Arbeitgeberverbände des privaten Bankgewerbes: Hier findest du Informationen aus Sicht der Arbeitgeber.
- Bundesagentur für Arbeit: Die Bundesagentur für Arbeit bietet Informationen zu verschiedenen Berufen und Ausbildungen, einschließlich Gehaltsangaben.
Es ist ratsam, sich direkt bei den genannten Stellen über die aktuellsten Zahlen zu informieren, da sich die Tarifverträge regelmäßig ändern können.
Beispiele aus der Praxis
Um dir ein noch besseres Bild zu vermitteln, hier ein paar Beispiele aus der Praxis (die Beträge sind geschätzt und können variieren):
- Lisa, 19 Jahre, Ausbildung bei einer Sparkasse in Bayern: Lisa verdient im ersten Ausbildungsjahr 1.250 Euro brutto. Sie erhält außerdem einen Fahrtkostenzuschuss und Essensgutscheine.
- Max, 20 Jahre, Ausbildung bei einer Großbank in Frankfurt: Max verdient im zweiten Ausbildungsjahr 1.350 Euro brutto. Die Bank bietet ihm außerdem die Möglichkeit, an internen Schulungen teilzunehmen und vermögenswirksame Leistungen anzusparen.
- Sarah, 21 Jahre, Ausbildung bei einer Volksbank in Nordrhein-Westfalen: Sarah verdient im dritten Ausbildungsjahr 1.450 Euro brutto. Nach ihrer Ausbildung wird sie von der Bank übernommen und erhält ein Einstiegsgehalt von 2.800 Euro brutto.
Fazit: Eine solide finanzielle Basis für den Start in die Finanzwelt
Die Ausbildung zur Bankkauffrau/zum Bankkaufmann bietet dir eine solide finanzielle Basis für den Start in die Finanzwelt. Das Ausbildungsgehalt ist tariflich geregelt und steigt mit jedem Ausbildungsjahr. Zusätzlich profitierst du oft von attraktiven Zusatzleistungen. Nach der Ausbildung hast du gute Karrierechancen und kannst dein Gehalt durch Berufserfahrung und Weiterbildung deutlich steigern.
Worauf wartest du noch? Informiere dich jetzt über die Ausbildungsmöglichkeiten in deiner Region und starte deine Karriere in der Finanzwelt!
