Wie Viel Verdient Man In Der Ausbildung Als Einzelhandelskauffrau
Die Frage "Wie viel verdient man in der Ausbildung als Einzelhandelskauffrau?" ist für viele junge Menschen ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl. Das Ausbildungsgehalt ist gesetzlich geregelt und variiert je nach Ausbildungsjahr und Bundesland. Kurz gesagt, es geht darum, welches Gehalt du während deiner dualen Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau (oder zum Einzelhandelskaufmann) bekommst.
Grundlagen des Ausbildungsgehalts
Deine Ausbildungsvergütung ist dein monatliches Gehalt während der dualen Ausbildung. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies kein Festgehalt ist, sondern sich jährlich erhöht. Es gibt mehrere Faktoren, die deine Vergütung beeinflussen:
- Ausbildungsjahr: Je weiter du in deiner Ausbildung bist, desto höher dein Gehalt.
- Bundesland: Die Vergütungen können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.
- Branche und Betrieb: Manche Branchen (z.B. der Kfz-Handel) oder größere Betriebe zahlen tendenziell besser als kleinere Einzelhändler.
- Tarifbindung: Wenn dein Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, gelten dessen Vergütungsregelungen.
Phasenweiser Überblick über das Ausbildungsgehalt
Hier eine grobe Übersicht über das, was du im Durchschnitt in den verschiedenen Ausbildungsjahren verdienen kannst (Achtung: Dies sind *ungefähre* Angaben, die je nach den oben genannten Faktoren variieren können!):
1. Ausbildungsjahr
Im ersten Jahr verdienst du in der Regel am wenigsten. Das Gehalt liegt oft zwischen 850 und 1.050 Euro brutto im Monat. Denk daran: Brutto ist das Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.
Beispiel: Du beginnst deine Ausbildung in einem Supermarkt in Nordrhein-Westfalen. Dein Bruttogehalt im ersten Jahr beträgt 900 Euro.
2. Ausbildungsjahr
Im zweiten Ausbildungsjahr steigt dein Gehalt an. Du kannst mit einer Vergütung zwischen 950 und 1.150 Euro brutto rechnen.
Beispiel: Im zweiten Jahr deiner Ausbildung im Supermarkt in NRW erhältst du nun 1.000 Euro brutto im Monat.
3. Ausbildungsjahr
Im dritten und letzten Ausbildungsjahr verdienst du am meisten. Dein Gehalt liegt in der Regel zwischen 1.050 und 1.300 Euro brutto.
Beispiel: In deinem letzten Ausbildungsjahr im Supermarkt in NRW verdienst du 1.200 Euro brutto monatlich.
Wo finde ich genaue Zahlen?
Es ist wichtig, sich nicht nur auf allgemeine Angaben zu verlassen. Um eine genauere Vorstellung von deinem möglichen Ausbildungsgehalt zu bekommen, solltest du folgende Quellen nutzen:
- Tarifverträge: Frage deinen zukünftigen Arbeitgeber, ob ein Tarifvertrag gilt. Die Gewerkschaften (z.B. ver.di) bieten oft Informationen zu den aktuellen Tariflöhnen.
- Bundesagentur für Arbeit: Die Bundesagentur für Arbeit bietet Informationen und Beratungen rund um die Berufsausbildung.
- Online-Recherche: Webseiten wie gehalt.de oder kununu können dir eine erste Orientierung geben, aber beachte, dass die Daten nicht immer aktuell oder präzise sind.
- Azubi-Foren: In Foren und Gruppen für Auszubildende kannst du dich mit anderen Azubis austauschen und von ihren Erfahrungen profitieren.
- Direkt beim Betrieb fragen: Scheue dich nicht, im Vorstellungsgespräch nach der konkreten Ausbildungsvergütung zu fragen.
Wichtig: Netto-Gehalt beachten
Denke daran, dass das Bruttogehalt nicht das ist, was am Ende auf deinem Konto landet. Vom Bruttogehalt werden noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) abgezogen. Das Ergebnis ist dein Netto-Gehalt. Du kannst verschiedene Online-Brutto-Netto-Rechner nutzen, um dein voraussichtliches Netto-Gehalt zu ermitteln.
Abschließend lässt sich sagen, dass das Ausbildungsgehalt zwar wichtig ist, aber nicht der einzige Faktor bei der Berufswahl sein sollte. Interesse am Beruf, Zukunftsperspektiven und die Arbeitsbedingungen im Betrieb sind ebenfalls entscheidende Aspekte.
