Wie Viel Verdient Man In Der Ausbildung Als Kfz Mechatroniker
Was verdient man als Kfz-Mechatroniker in der Ausbildung? Das Gehalt, auch Ausbildungsvergütung genannt, ist das Geld, das du während deiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker verdienst. Es ist nicht mit dem Gehalt eines ausgelernten Kfz-Mechatronikers zu verwechseln.
Die Ausbildungsvergütung ist gestaffelt und steigt in der Regel mit jedem Ausbildungsjahr. Das bedeutet: Je weiter du in deiner Ausbildung bist, desto mehr Geld bekommst du. Dies ist so, weil du mit jedem Jahr mehr Wissen und Fähigkeiten erwirbst und somit auch wertvoller für den Betrieb wirst.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Erklärung, wie die Ausbildungsvergütung typischerweise aussieht:
- 1. Ausbildungsjahr: Dies ist dein Einstiegsjahr. Dein Gehalt wird hier am niedrigsten sein. Viele Betriebe zahlen im ersten Lehrjahr zwischen 850 und 950 Euro brutto. Stell dir vor, du beginnst deine Ausbildung bei einer kleinen Werkstatt. Dein Gehalt könnte 880 Euro betragen.
- 2. Ausbildungsjahr: Im zweiten Lehrjahr bekommst du mehr Verantwortung und komplexere Aufgaben. Dein Gehalt steigt entsprechend. Typisch sind 900 bis 1000 Euro brutto. Beispielsweise erhältst du nun 950 Euro, weil du gelernt hast, einfache Reparaturen selbstständig durchzuführen.
- 3. Ausbildungsjahr: Jetzt bist du schon fast ein Profi! Du kennst dich gut aus und kannst viele Arbeiten selbstständig erledigen. Dein Gehalt steigt weiter auf etwa 950 bis 1100 Euro brutto. Dein Betrieb zahlt dir nun 1050 Euro, da du komplexe Diagnosearbeiten durchführen kannst.
- 4. Ausbildungsjahr: Im letzten Lehrjahr bist du fast fertig mit deiner Ausbildung. Du bist ein wertvoller Mitarbeiter und dein Gehalt ist am höchsten. Du kannst mit etwa 1000 bis 1200 Euro brutto rechnen. Dein Gehalt im vierten Jahr beträgt vielleicht 1150 Euro, weil du nun auch Auszubildende anleiten kannst.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen Durchschnittswerte sind. Dein tatsächliches Gehalt kann je nach Betrieb, Region und Tarifvertrag variieren. Einige Betriebe zahlen übertariflich, andere orientieren sich am Mindestlohn für Auszubildende. Der Mindestlohn für Auszubildende wird jährlich angepasst.
Beispiele für regionale Unterschiede: In Bayern oder Baden-Württemberg sind die Gehälter oft etwas höher als in anderen Bundesländern. Ein großer Autokonzern zahlt in der Regel mehr als eine kleine, freie Werkstatt. Es lohnt sich also, verschiedene Angebote zu vergleichen.
Um dein genaues Gehalt zu erfahren, solltest du dich immer im Vorstellungsgespräch oder direkt beim Betrieb erkundigen. Frag nach, ob ein Tarifvertrag gilt und welche Leistungen zusätzlich zum Gehalt angeboten werden (z.B. Fahrtkostenzuschüsse, Essensgutscheine oder Urlaubsgeld).
Warum ist das wichtig? Das Wissen um die Ausbildungsvergütung hilft dir, deine Finanzen während der Ausbildung zu planen und zu verwalten. Außerdem ermöglicht es dir, verschiedene Ausbildungsbetriebe besser zu vergleichen und das für dich passende Angebot zu finden.
Ein weiterer praktischer Nutzen ist, dass du mit diesem Wissen selbstbewusster in Gehaltsverhandlungen gehen kannst, sobald du deine Ausbildung abgeschlossen hast und eine Festanstellung suchst. Du kennst deinen Wert und kannst deine Gehaltsvorstellungen besser begründen. Informiere dich immer gut und verlasse dich nicht nur auf Hörensagen!
