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Wo Geht Das Wasser Hin Bei Ebbe


Wo Geht Das Wasser Hin Bei Ebbe

Ebbe und Flut sind natürliche Phänomene. Sie beschreiben den regelmäßigen Wechsel des Wasserstandes im Meer. Bei Ebbe zieht sich das Wasser zurück. Aber wohin geht das Wasser eigentlich?

Ebbe und Flut entstehen hauptsächlich durch die Anziehungskraft des Mondes. Auch die Sonne spielt eine Rolle, aber der Mond hat den größeren Einfluss.

Stell dir vor, der Mond zieht an der Erde. Diese Anziehungskraft ist am stärksten dort, wo der Mond der Erde am nächsten ist. Das Wasser wird zu dieser Stelle hin gezogen. Das ist der Grund für die Flut.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Erde entsteht ebenfalls eine Flut. Das klingt komisch, aber es liegt an der Trägheit des Wassers und der Bewegung des Erde-Mond-Systems um seinen gemeinsamen Schwerpunkt. Die Erde wird also vom Mond angezogen, aber das Wasser auf der gegenüberliegenden Seite "bleibt zurück". Das erzeugt eine Ausbuchtung, also auch dort Flut.

Wenn das Wasser an den Stellen, wo Flut ist, ansteigt, muss es ja irgendwoanders weniger werden. Genau das ist die Ebbe. Das Wasser, das für die Flut gebraucht wird, kommt aus den Gebieten dazwischen.

Das bedeutet: Wenn an einem Ort Flut ist, ist an anderen Orten gleichzeitig Ebbe. Das Wasser verschwindet also nicht einfach. Es wird nur umverteilt. Das Wasser fließt von den Gebieten, in denen Ebbe herrscht, zu den Gebieten mit Flut.

Man kann sich das wie eine riesige Schaukelbewegung des Wassers vorstellen. Das Wasser schaukelt hin und her, angetrieben von der Anziehungskraft des Mondes (und in geringerem Maße der Sonne).

Die Gezeiten – also Ebbe und Flut – folgen einem regelmäßigen Rhythmus. Im Durchschnitt gibt es etwa alle 12 Stunden und 25 Minuten eine Flut und eine Ebbe. Das bedeutet, dass es an den meisten Küsten etwa zweimal täglich Ebbe und zweimal täglich Flut gibt.

Die Höhe des Unterschieds zwischen Ebbe und Flut ist unterschiedlich. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Position des Mondes und der Sonne, die Form der Küstenlinie und die Tiefe des Meeres.

In manchen Regionen, wie zum Beispiel an der deutschen Nordseeküste, ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut sehr groß. Man spricht dann von einem hohen Tidenhub. Bei Ebbe fallen dort große Flächen des Wattenmeeres trocken.

Also, bei Ebbe geht das Wasser nicht verloren. Es fließt einfach nur woanders hin. Es wird zu den Orten gezogen, wo gerade Flut herrscht. Die Anziehungskraft des Mondes ist der Hauptgrund für dieses ständige Hin und Her des Wassers.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Anziehungskraft des Mondes zieht das Wasser an. Das erzeugt Flut. Das Wasser, das für die Flut fehlt, kommt von den Orten mit Ebbe. Das Wasser wird also nur umverteilt und verschwindet nicht.

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