Wo Ist Sommer Wenn Bei Uns Winter Ist
Wo ist Sommer, wenn bei uns Winter ist? Das ist eine Frage, die viele sich stellen, wenn die Tage kurz und kalt werden. Die Antwort liegt in der Erdrotation und der Erdachse.
Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse. Gleichzeitig umkreist sie die Sonne. Diese Kombination führt zu den Jahreszeiten. Die Erdachse ist geneigt. Das bedeutet, dass die Nordhalbkugel und die Südhalbkugel zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich stark von der Sonne beschienen werden.
Wenn die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt ist, ist dort Sommer. Das bedeutet mehr direkte Sonneneinstrahlung und längere Tage. Gleichzeitig ist die Südhalbkugel von der Sonne abgeneigt. Dort herrscht dann Winter. Die Sonneneinstrahlung ist schwächer und die Tage sind kürzer.
Beispiel: Im Dezember ist in Deutschland Winter. In Australien ist dann Sommer.
Ein halbes Jahr später, wenn die Erde ihre Position verändert hat, ist es umgekehrt. Die Südhalbkugel ist der Sonne zugeneigt. Dann ist dort Sommer. Die Nordhalbkugel ist von der Sonne abgeneigt. Dort herrscht dann Winter.
Die Erdneigung ist der entscheidende Faktor. Ohne die Neigung gäbe es keine Jahreszeiten. Die Sonneneinstrahlung wäre das ganze Jahr über gleichmäßig verteilt. Es gäbe keine großen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter.
Die Tropen, die sich in der Nähe des Äquators befinden, haben weniger ausgeprägte Jahreszeiten. Dort ist es das ganze Jahr über warm. Das liegt daran, dass die Sonneneinstrahlung das ganze Jahr über relativ konstant ist. Die Neigung der Erdachse hat weniger Einfluss auf die Tropen.
Warum ist es im Sommer wärmer? Die Sonne steht höher am Himmel. Die Sonnenstrahlen treffen direkter auf die Erdoberfläche. Das bedeutet, dass die Energie der Sonne auf einer kleineren Fläche konzentriert ist. Im Winter steht die Sonne tiefer am Himmel. Die Sonnenstrahlen treffen in einem flacheren Winkel auf die Erdoberfläche. Die Energie der Sonne verteilt sich auf einer größeren Fläche. Deshalb ist es kälter.
Denke an eine Taschenlampe. Wenn du sie direkt auf eine Wand richtest, ist der Lichtfleck hell und klein. Wenn du die Taschenlampe schräg hältst, ist der Lichtfleck größer und weniger hell. Genauso ist es mit der Sonneneinstrahlung im Sommer und Winter.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn bei uns Winter ist, ist auf der anderen Seite der Welt, auf der Südhalbkugel, Sommer. Das liegt an der Erdrotation, der Erdumlaufbahn um die Sonne und vor allem an der Neigung der Erdachse. Diese Neigung führt dazu, dass die Nord- und Südhalbkugel zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich stark von der Sonne beschienen werden. So entstehen die Jahreszeiten.
