Wo Wird Die Eizelle Befruchtet
Wo wird die Eizelle befruchtet? Die Antwort ist: im Eileiter. Das ist der Ort, wo Spermium und Eizelle sich treffen und miteinander verschmelzen.
Was ist die Befruchtung überhaupt?
Die Befruchtung ist der Beginn eines neuen Lebens. Sie ist die Verschmelzung einer Eizelle mit einem Spermium. Dabei verschmelzen die genetischen Informationen beider Zellen.
Der Weg der Eizelle
Nach dem Eisprung, auch Ovulation genannt, wird die Eizelle vom Eierstock freigesetzt. Sie gelangt dann in den Eileiter. Der Eileiter ist eine Art Röhre, die den Eierstock mit der Gebärmutter verbindet. Die Eileiter haben feine Fimbrien (Ausstülpungen) am Ende, die die Eizelle auffangen.
Stell dir den Eileiter wie eine Rutsche vor, die zur Gebärmutter führt. Die Eizelle rutscht aber nicht einfach so. Sie wird durch winzige Härchen und Muskelbewegungen im Eileiter in Richtung Gebärmutter transportiert. Dieser Transport dauert einige Tage.
Der Weg des Spermiums
Spermien müssen einen längeren Weg zurücklegen. Sie werden bei der Ejakulation in die Vagina abgegeben. Von dort müssen sie durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter gelangen. Dann müssen sie den richtigen Eileiter finden – den, in dem sich die Eizelle befindet.
Das ist wie eine Schnitzeljagd! Die Spermien schwimmen aktiv und werden durch chemische Signale der Eizelle angelockt. Nur die stärksten und schnellsten Spermien schaffen es bis zum Eileiter.
Das Treffen im Eileiter
Die Befruchtung findet meistens im Ampullenbereich des Eileiters statt. Das ist der weiteste Teil des Eileiters, am nächsten zum Eierstock. Hier wartet die Eizelle auf ein Spermium.
Sobald ein Spermium die Eizelle erreicht, versucht es, die äußere Hülle der Eizelle zu durchdringen. Wenn das gelingt, verschmelzen die Zellkerne von Spermium und Eizelle. Die Befruchtung ist vollzogen!
Was passiert nach der Befruchtung?
Nach der Befruchtung entsteht eine Zygote, die erste Zelle des neuen Organismus. Die Zygote beginnt sich zu teilen und wandert langsam weiter durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter.
Ungefähr 5-6 Tage nach der Befruchtung erreicht der Embryo die Gebärmutter und nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein. Das nennt man Einnistung oder Nidation. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von einer Schwangerschaft.
Warum ist der Eileiter so wichtig?
Der Eileiter ist essentiell für die natürliche Befruchtung. Wenn die Eileiter verstopft oder beschädigt sind, kann die Eizelle nicht zum Spermium gelangen und es kann keine Befruchtung stattfinden.
Probleme mit den Eileitern können verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel Entzündungen oder Verwachsungen. In solchen Fällen kann eine künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, IVF) eine Option sein, bei der die Befruchtung außerhalb des Körpers stattfindet.
Zusammenfassung
Merke dir: Die Befruchtung, die Verschmelzung von Eizelle und Spermium, findet im Eileiter statt. Der Eileiter ist also ein sehr wichtiger Ort für die Fortpflanzung!
